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Die Zahl der Brustkrebspatientinnen steigt

Städtische Frauenklinik Brandenburg Die Zahl der Brustkrebspatientinnen steigt

Die Brandenburger Frauenklinik hat im vergangenen Jahr mehr als 150 Frauen behandelt, bei denen Mammakarzinom neu entdeckt worden war, also Brustkrebs. In diesem Jahr könnte sich diese Zahl noch einmal steigern. Patientinnen, die am Mammografie-Screening teilgenommen haben, machen etwa ein Viertel der behandelten Frauen aus.

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Gut die Hälfte der berechtigten Frauen folgt der regelmäßigen Einladung und nutzt das kostenlose Mammografie-Screening.

Quelle: Viviane Wild

Brandenburg/H. Vor gut acht Jahren begannen die Reihenuntersuchungen zur Brustkrebsvorsorge im Land. 2009 rollte das erste „Mamma-Mobil vors Brandenburger Klinikum. In diesem Jahr fahren die mobilen Geräte erstmalig auch die Standorte Rathenow, Bad Belzig und Ziesar an, um Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zu röntgen. Deren Bereitschaft, sich regelmäßig röntgen zu lassen, ist rund um Brandenburg ungebrochen, sagt die verantwortliche Ärztin.

„Mit Hilfe des Mammografie-Screening können wir Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium erkennen“, versichert Ortrud Vargas Hein, die seit Juli 2015 als Medizinische Geschäftsführerin der Poliklinik Ernst von Bergmann auch für die Einheiten des Mammografie-Screenings im Westen des Landes Brandenburg Verantwortung trägt.

Das System ist seit den Anfängen unverändert. Die „Zentrale Stelle für das Mammografie-Screening in Brandenburg“ lädt Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren in zweijährigen Abständen zu einem Untersuchungstermin ein. Zwei speziell ausgebildete Fachärzte begutachten danach die Röntgenbilder und werten sie unabhängig voneinander innerhalb einer Woche aus.

95 bis 96 Prozent der Brandenburgerinnen sind gesund, berichtet das Ernst von Bergmann-Klinikum, das seit gut einem Jahr für das Screening in der Region verantwortlich ist. Von den verbleibenden vier bis fünf Prozent der Brandenburger Frauen, die wegen einer auffälligen Mammografie nachuntersucht werden, erhärtet sich bei weniger als jeder hundertsten Frau der Brustkrebsverdacht, nämlich nur bei 0,8 Prozent.

In der Region rund um Brandenburg/Havel und Potsdam sind in den zurückliegenden zwölf Monaten mehr als 30 000 Frauen im Mammografie-Screening untersucht worden. Davon nahmen 75 Prozent zum wiederholten Mal teil, um sicher zu gehen, dass sie weiterhin gesund sind. Die Teilnehmerrate liegt nach Angaben von Ortrud Vargas bei knapp 54 Prozent. Die Quote bewegt sich damit auf dem Vorjahresniveau und entspricht dem Bundessdurchschnitt.

Als sich vor gut einem Jahr das Potsdamer Klinikum die regionale Verantwortung für das Mammografie-Screening sicherte, befürchtete die Brandenburger Klinikleitung, dass etliche Brustkrebspatientinnen fortan zur Behandlung nach Potsdam geleitet werden könnten und das Klinikum in der Hochstraße dabei verlieren würde. Ein Jahr später geben die Brandenburger Entwarnung: Es ist keine Störung der Zusammenarbeit eingetreten“, versichert Geschäftsführerin Gabriele Wolter. Brandenburgs Chefgynäkologe Peter Ledwon lobt sogar ausdrücklich die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit den beiden programmverantwortlichen Ärzten Christiane Pietrkiewicz und Andreas Sterzenbach.

Für die Brandenburger Frauenklinik habe sich mit dem Trägerwechsel für das Screening nichts geändert. Chefarzt Ledwon berichtet, dass seine Klinik im vergangenen Jahr 157 Frauen mit einem neu entdeckten Mammakarzinom behandelt habe. In diesem Jahr könnte sich diese Zahl noch einmal steigern. Screeningpatientinnen machen etwa ein Viertel der insgesamt behandelten Frauen aus

Der weitaus größte Teil der behandelten Frauen kommt aus dem Einzugsgebiet der Brandenburger Klinik. Die steigenden Behandlungszahl hat mehrere Gründe. Dazu gehören die traditionell guten persönlichen Kontakte, die Peter Ledwon als früherer Bad Belziger Chefarzt im Fläming pflegt.

Von Jürgen Lauterbach

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