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Die beste Abiturientin der Stadt Brandenburg

Sarah Arndt glänzt mit Note 1,0 auf dem Zeugnis Die beste Abiturientin der Stadt Brandenburg

Es klingt wie ein Traum. Abiturnote 1,0. Für Sarah Arndt ist es die Wirklichkeit. Gut gelaunt sitzt sie nach dem Prüfungsstress im sommerwarmen Brandenburg an der Havel auf einer Bank am Wasser und genießt die Freizeit. Der letzte Schultag, die Prüfungen und auch der Abiball liegen hinter ihr.

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Sarah Arndt lebt in Brandenburg an der Havel. Mathematik ist eines ihrer liebsten Fächer.

Quelle: I. Schidlowski

Brandenburg an der Havel. Und wie kommt man nun zu solch einem beeindruckenden Durchschnitt? „Man braucht 823 Punkte“ sagt die 18-Jährige ganz selbstverständlich. Mit ihren 835 von möglichen 900 Punkten wurde die Absolventin des Von-Saldern-Gymnasiums in diesem Jahr die beste Abiturientin der Stadt. Da liegt es nahe, dass ihr die Schule von Beginn an Spaß gemacht haben muss. „Ja, die erste Klasse war toll“, sagt sie, aber das habe sich mit der Zeit dann doch relativiert.

Sarah Rahel Arndt ist die beste Abiturientin 2015 der Stadt Brandenburg. Von 900 möglichen Punkten in der Abiturwertung erreichte sie 835. Bei einem Festakt im Audimax der Fachhochschule Brandenburg (FHB) ist die Absolventin des Von-Saldern-Gymnasiums am Montagabend neben anderen Vorzeige-Schülern ausgezeichnet worden.

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Also waren es Fleiß und Ehrgeiz? „Ich war nicht wirklich fleißig“, gibt die junge Frau zu und, dass es eben auch so gereicht habe. Dafür würde sie all denen gute Noten gönnen, die viel mehr für ihr Abitur getan haben.

Mathematik als Lieblingsfach

Besonders leicht fällt ihr die Mathematik. Es ist eines ihrer Lieblingsfächer, in dem sie drei Schülern auch Nachhilfeunterricht anbietet. Kunst habe ihr ebenfalls besonders viel Freude gemacht. Nur dem Sport kann Sarah Arndt nicht ganz so viel abgewinnen. Da ist ihr die Musik schon lieber. Gleich in vier Orchestern spielt sie Trompete. Unter anderem im Landesjugendblasorchester und an der Musikschule.
Aber auch die Stadtgeschichte weckt ihr Interesse. Zu den Treffen des Historischen Vereins begleitet sie gerne ihre Großmutter Gerda Arndt, die ehemalige Leiterin des Dommuseums.

Ihre Zukunft sieht die sympathische junge Brandenburgerin jedoch mehr in der Wirtschaft. Sie war in der fünften Klasse, als ihre Mutter neben dem Beruf Betriebswirtschaftslehre studierte. „Am Abendbrottisch wurde viel über Wirtschaft gesprochen.“, sagt sie und dass sie selbst Volkswirtschaft in München oder Mannheim studieren möchte. Ein Semester habe sie sogar schon belegt. Über das Internet, an der Universität Rostock.

Sarah wird der Heimat den Rücken kehren

Das klingt nach Stress, so neben dem Abi. Doch Sarah winkt ab, meint, dass sie sonst nicht ausgelastet gewesen wäre und sagt: „Ich brauche es, viel zu tun zu haben.“  Hat man als 18-Jährige mit einem Schnupperstudium in Volkswirtschaft auch schon seine eigene Meinung zu der aktuellen Griechenlandkrise? „Ich fand das Sparprogramm ungerecht, es hat viel Schaden angerichtet.“ Nach dem Studium möchte sie eher in der Forschung oder in einer internationalen Organisation arbeiten.

Doch jetzt heißt es erst einmal die Ferien genießen und sich um Studienplatz und eine Wohnung kümmern. Und Brandenburg an der Havel? Wird sie in ihrer Heimatstadt bleiben, oder in der weiten Welt ihr Glück versuchen? „Ich denke nicht, dass ich später hier wohnen werde, aber ich bin halt Brandenburgerin und bleibe es auch.“

Von Ina Schidlowski

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