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Die eigene Ehefrau vergewaltigt

Bewährungsstrafe nach Geständnis Die eigene Ehefrau vergewaltigt

Jörg Z. (34) hat ein Verbrechen begangen: Vergewaltigung in der Ehe. Normalerweise kommt man dafür mindestens zwei Jahre ins Gefängnis. Der gelernte Koch aus Treuenbrietzen ist in dieser Woche vor dem Schöffengericht Brandenburg gleichwohl mit einer Bewährungsstrafe davongekommen.

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Quelle: dpa

Brandenburg an der Havel. Jörg Z. (34) hat ein Verbrechen begangen: Vergewaltigung in der Ehe. Normalerweise kommt man dafür mindestens zwei Jahre ins Gefängnis. Der gelernte Koch ist in dieser Woche vor dem Schöffengericht Brandenburg gleichwohl mit einer Bewährungsstrafe davongekommen.

Am 14. Dezember geriet das Ehepaar in Streit. Vordergründig ging es dabei nur um die Frage, wer welche Steckdose benutzen darf, um den Akku seines Handys aufzuladen. Im Hintergrund stand allerdings auch noch der Seitensprung der Frau mit dem eigenen Schwager.

Jörg Z. schlägt seiner Frau ins Gesicht

Jörg Z. geriet jedenfalls in Wut und schlug seiner Frau im Flur mit der flachen Hand mitten ins Gesicht, so dass sie blutete. Sie reif: „Ich sorge dafür, dass du deinen Sohn nicht wiedersiehst.“

Da legte er beide Hände fest um ihren Hals und würgte sie. Nachdem er ihr einen Lappen zum Abputzen gereicht hatte, warf er seine Frau aufs Ehebett und fiel über sie her. Obwohl sich die 31-Jährige wehrte und nichts zulassen wollte, drang ihr Mann mit Gewalt in sie ein. Sie hielt sich selbst den Mund zu, um nicht loszuschreien, zitterte dabei am ganzen Körper.

Eileen Z. zeigte ihren Mann bei der Polizei an. Wegen Körperverletzung und Vergewaltigung klagte die Staatsanwaltschaft Potsdam den Vater dreier Kinder an.

Das Opfer schweigt

Bis zum Prozess in dieser Woche hatte sich jedoch einiges getan. nach einer kurzen Trennung lebt das Paar wieder zusammen, auch der beiden gemeinsamen Kinder zuliebe. Im Brandenburger Gerichtssaal wollte der Angeklagte zunächst nichts zu den Vorwürfen sagen. Auch das Opfer schwieg, was als Ehefrau ihr gutes Recht ist.

Nun hätte alles von der Polizeibeamtin abgehangen, die das Opfer seinerzeit vernommen hatte. Doch die Polizistin musste nicht aussagen, weil alle Prozessbeteiligten eine Absprache trafen. Sie sagten Jörg Z. zu, dass er eine Freiheitsstrafe zwischen einem und anderthalb Jahren auf Bewährung erhalten könne. Unter einer Bedingung: Dass er ein Geständnis ablegt.

Staatsanwalt fordert anderthalb Jahre auf Bewährung

Der einschlägig vorbestrafte Familienvater und Ehemann räumte die Vergewaltigung also ein und versprach, dass er sich in eine Sexualtherapie begeben werde, damit sich ein solches Verbrechen nicht wiederholt.

Der Staatsanwalt forderte in der Folge anderthalb Jahre auf Bewährung, Verteidiger Steffen Kappler hielt ein Jahr für ausreichend, weil die Eheleute sich versöhnt hätten und sein Mandant therapiewillig sei. Das Schöffengericht verhängte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten.

Richterin Susanne Götsche forderte Jörg Z. auf, kein Rüpel mehr zu sein, sondern eine richtiger Ehemann. Damit sich das Übel nicht wiederholt, muss er binnen eines halben Jahres eine Psychotherapie begonnen haben.

Von Jürgen Lauterbach

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