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Die geheime Polizeidirektion

Brandenburg/Havel Die geheime Polizeidirektion

Fast zwei Jahre zu spät fertig und zwei Millionen Euro teurer als geplant ist der Behördenkomplex mit Polizeidirektion West und Inspektion Brandenburg. Dennoch machen die Verantwortlichen ein großes Geheimnis darum, sie warten auf die offizielle Schlüsselübergabe in sechs Wochen mit Ministerpräsident und gleich zwei Ministern.

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Es soll auch draußen draufstehen, was drin ist: Künftig wird der Polizeikomplex mit Werbung, beleuchteter Hausnummer und Eingangsschild besser zu finden sein.

Quelle: Polizei

Brandenburg/H. Der ganze Polizeikomplex mit Direktion, Inspektion und Wache an der Magdeburger Straße 52 ist fertig, aber „angeben“ dürfen die Beamten noch nicht damit. Erst für den 14. März haben sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Finanzminister Christian Görke (Linke) und Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zur Schlüsselübergabe angesagt. Bis dahin ist Funkstille verordnet. Selbst einen Tag der offenen Tür für die Brandenburger wird es erst „vor den Sommerferien geben“, wie Polizeisprecher Heiko Schmidt sagt.

Dabei ist es einerseits einer der modernsten Polizeistandorte im Land, andererseits ist er um mindestens eineinhalb Jahre zu spät fertig und um zwei Millionen Euro teurer geworden als geplant.

Im Jahr 2010 war der Standort Brandenburg als dauerhafte Polizeidirektion festgelegt worden, bis 2013 wurde der Neubau geplant, im Oktober war erster Spatenstich für die neue Inspektion. Die ging im August 2015 in Betrieb, ein Jahr später sollte alles andere auch fertig sein: Sanieren des benachbarten Altbaus, Abriss und Neubau von Garagen, Errichten von Carports für alle Dienstwagen, einschließlich Zivilfahrzeuge, Neubau von Zwinger und Auslauf für die Diensthunde, Herrichten eines Volleyballplatzes... 16 Millionen Euro – der Zeit und der Kostenrahmen würden eingehalten, versprach vor zweieinhalb Jahren Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski (Linke). Es wurden 18 Millionen Euro, aus Fertigstellung 2016 wurde 2018.

Derzeit ziehen die Beamten schrittweise um, vor allem viele Kriminalisten sind noch im Hohenstückener Übergangsquartier. „Bei uns in der Pressestelle hat es hervorragend geklappt. Wir haben morgens noch die Lage im Provisorium besprochen, eine Stunde später funktionierten Telefone und Computer schon im sanierten Altbau“, bestätigt Sprecher Heiko Schmidt.

Aber so ganz fertig ist der Standort nicht. Selbst in dem vor mehr als zweieinhalb Jahren bezogenen Neubau wurde nachgebessert. Die Großraumbüros (Flex-Büros) erwiesen sich als zu laut, es wurde nachgerüstet mit Akustikelementen, Trennwänden und hohen Zimmerpflanzen. Der Handyempfang funktioniert nun wenigstens teilweise inmitten des Stahlbetons – D1-Netz und O²-Netz hinreichend, D2 eher mangelhaft. Die Inspektionsbeamten kommen dem Vernehmen nach überpünktlich zum Dienst, weil die privaten Parkplätze zu knapp bemessen sind – gerade zwei Dutzend Stellplätze sind da. Nebenan am Arbeitsgericht gibt es mehr als 60.

Direktionschef Peter Meyritz hat nun ein kleineres Büro als früher, ebenso Polizeidirektor Karsten Schiewe. Auch der Besprechungsraum fällt mit acht Plätzen nicht gerade üppig aus.

Das „Lagezentrum“ für größere Einsätze kann in der Mitte per Trennwand geteilt werden. Im sanierten Altbau werden etwa 90 Beamte arbeiten, vor allem in den Stabsabteilungen und Einsatzleitungen. Die Abteilungen Prävention, Kriminalpolizei, Waffenrecht, Revierpolizei und Diensthabende Wache sind im Neubau verteilt. Das ganze Gelände ist nun eingezäunt, der einzige öffentliche Zugang führt durch den Neubau. „Wir wollen durch entsprechende Beschriftungen sichtbar machen, dass hier die Polizei sitzt“, sagt Schmidt. Geplant sei auch eine zentrale Telefonanlage samt Lageplan in der Lobby, damit sich Besucher bei ihren Polizei-Gesprächspartnern direkt anmelden können.

Von André Wirsing

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