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Brandenburg/Havel Die helle Pracht am Brandenburger Stadtkanal
Lokales Brandenburg/Havel Die helle Pracht am Brandenburger Stadtkanal
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02:15 01.06.2017
Die Sanierung der Kirchhofstraße 13 ist fast abgeschlossen. Die ersten Mieter sind eingezogen. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Das einstige Geisterhaus an der Fußgängerbrücke zum Paulikloster in Brandenburg/Havel hat seine spukige Vergangenheit hinter sich gelassen. Inzwischen hat der frühere Plauer Schlossherr Christian Kolbe ein schmuckes Wohnhaus aus der Adresse Kirchhofstraße 13/Jungfernsteig 5 gemacht, getüncht in Weiß. Einziger Schönheitsfleck: die rote Schmiere an der weißen Fassade.

Auch wenn die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind und die Wohnungen erst nach und nach fertig werden: Die ersten Mietparteien sind schon eingezogen in den sanierten Wohnblock am Stadtkanal. Die erste Bewohnerin, eine Brandenburgerin, fühlt sich mit ihrer Familie wohl, obwohl um sie herum noch Bauarbeiter letzte und vorletzte Hand anlegen.

Im Internet war die Familien auf die Wohnung am Wasser gestoßen. Dort vermarktet der Berliner Immobilienmakler Jona Kolbe die Brandenburger Wohnungen. Bauherr ist sein Onkel Christian Kolbe, ebenfalls aus Berlin, der 2006 das Plauer Schloss ersteigert hatte und für das neue Projekt 2013 die Gesellschaft „Kirchhof Living“ gründete.

Zwei der zwanzig Mietwohnungen waren nach dem letzten Stand der Dinge noch zu haben, eine im Erdgeschoss und eine im Dachgeschoss. Ende Juli soll alles fertig sein. „Es fehlen noch die letzten Feinschliffe“, sagt Jona Kolbe. Seit Februar hat der Makler die Wohnungen mit Flächen zwischen 53 bis 112 Quadratmetern angeboten.

Kolbe: „Die Vermarktung lief überraschend gut.“ Brandenburg/Havel sei wegen der gestiegenen Immobilienpreise in Berlin attraktiv geworden.

Ursprünglich sollte das Haus schon vor einem Jahr fertig sein. Doch dann habe sich der Investor sich zu einem schöneren Ausbau entschlossen – mit größeren Balkons und Fußbodenheizung.

Wer den alten Zustand des Wohnblocks kennt, wird das heutige Vorder- und Gartenhaus tatsächlich kaum wiedererkennen. Der Komplex wurde grundsaniert. Viele Wohnungen haben geräumige Balkons bekommen. Bauherr Kolbe hat im Zuge der Sanierung die Fall- und Steigleitungen, die Elektrik, die Fenster, die Heizanlage, das Dach und sämtliche Grundrisse im Haus erneuern und modernisieren lassen. Außerdem ließ er zwei Fahrstühle installieren, deren Türe sich so öffnen, dass die Mieter direkt in ihrer Wohnung herauskommen.

Nicht genehmigt wurde es, die vorhandenen französischen Balkons, die auf den Kanal blicken, aber keinen Platz zum Verweilen bieten, durch große Balkons zu ersetzen. Die Arbeiten an den anderen Balkons und auf dem Innenhof sind noch nicht komplett abgeschlossen. Die Bauarbeiter sollen aber so weit sein, wenn Anfang Juli die Mehrheit der Mieter einzieht.

Der einst hässliche Wohnblock, in dem einmal 30 Mietparteien gewohnt haben, gehörte vormals der städtischen Wohnungsgesellschaft Wobra. Sie hat ihn bereits vor mehr als sechs Jahren abgestoßen, ohne dass jahrelang irgend etwas damit geschah. Im Herbst 2011 lebten nur noch zwei Mieter in dem riesigen Klotz. In dem Moment, als die Fußgängerbrücke über den Stadtkanal fertig wurde, stach das Geisterhaus erst recht unangenehm ins Auge.

Ein Ärgernis ist bis heute geblieben. Kaum war die Fassade frisch gestrichen, war sie auch schon beschmiert. Ob die roten Kritzeleien bleiben werden, ist offen. „Mal sehen, ob sich der Kampf lohnt“, sagt Makler Jona Kolbe.

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Von Jürgen Lauterbach

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