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Brandenburg/Havel Die letzten Kamele in der Manege
Lokales Brandenburg/Havel Die letzten Kamele in der Manege
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00:35 22.08.2015
Zirkus Moreno ist bis Sonntag in Lehnin zu Gast. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Lehnin

Zwei Kamele, Araber-Pferde, ein Zwerg-Alpaka, ein tanzender Esel und ein Affe, der Fußball spielen kann. Diese Tiere sind gerade unter dem Dach von Zirkus Moreno in Lehnin zu Gast. Viel geblieben ist nicht von den goldenen Zeiten als Elefanten, Löwen und Riesenschlangen für Gänsehaut in der Manege sorgten. „Zirkusleute sind Tierquäler“ müssen sich die Artisten und Dompteure um Chefin Conchita Moreno von radikalen Tierschützern vorwerfen lassen. In Neuruppin wurden schon die Gastspielplakate mit dem Slogan „Abgesagt wegen Tierquälerei“ überklebt.

Folge: Immer mehr Familienbetriebe trennen sich von tierischen Attraktionen, weil sie die Kampagnen satt haben. „Mit vielen Unwahrheiten wird uns leider das Publikum abspenstig gemacht. Erst ging es nur gegen Wildtiere. Jetzt sollen wir selbst unsere Pferde abschaffen. Dabei haben es die Tiere bei uns gut. Wir werden öfter kontrolliert als Familien mit Kindern“, beklagt sich Zirkuschefin Moreno. Sie weiß: Zirkusbesucher wollen immer noch Tiere sehen. Eine Abschaffung der letzten Vierbeiner kommt nicht in Frage. Doch eine Negativ-Schlagzeile kann die gesamte Gastspiel-Bilanz verhageln.

Vier Tage Lehnin

Der Zirkus Moreno gastiert von Donnerstag bis einschließlich Sonntag in der Beelitzer Straße in Lehnin. Alle Vorstellungen beginnen um 17 Uhr, außer am Sonntag um 15 Uhr. Am Freitag findet ein Kinder-Mitmach-Tag statt. Dann können die jüngsten Besucher gemeinsam mit den Zirkusleuten kleine Kunststücke ausprobieren. Karten gibt es eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung an der Zirkuskasse. Ticket-Hotline: 0177/5 88 19 05.

In Lehnin geht es dagegen ruhig zu. Am Ortsrand in der Beelitzer Straße hat das aus rund 20 Mitarbeitern bestehende Moreno-Team ein Viermast-Zelt mit 500 Plätzen aufgebaut. Die behördlichen Genehmigungen sind erteilt. Alle Tiere sind geschützt unter einem Dach untergebracht, haben zu Fressen und zu Saufen. Hier hat niemand etwas zu verbergen. Der Platz auf dem kommunalen Grundstück reicht auch für den Fuhrpark mit Transportern und Wohnwagen. Für Wasser und Strom ist gesorgt.

In anderen Orten wird es für den Zirkus immer schwieriger Auftrittsflächen zu finden. „Auch so ein Problem. Alles wird zugebaut. Und die Platzmieten steigen“, berichtet das Moreno-Managment. Das kämpft wie in anderen Zirkusunternehmen seit Jahren um das wirtschaftliche Überleben. Die Publikumszahlen sehen alles andere als rosig aus. Ein verändertes Freizeitverhalten macht dem fahrenden Volk zu schaffen. Das Interesse am Zirkus lässt nach.

Der Zirkus Moreno wird schon in der siebten Generation geführt. „Auch ich wurde in den Zirkus hineingeboren“, so Conchita Moreno. Am Donnerstag sind es unter anderem ihre Kinder, die in der Manege stehen. In Lehnin ist am Donnerstag um 17 Uhr Premiere. Zwei Stunden lang wollen die Künstler ihr Publikum in eine andere Welt entführen.Gerardo Weisheit wird auf dem Hochseil Fahrrad fahren, Artistin Cecil begeistert mit einer Kautschuk-Darbietung, Christina aus Spanien zeigt eine neue Art des römischen Rings. Und natürlich bekommt auch die tierische Truppe von Moreno ihren großen Auftritt. Dass es im Zirkus noch immer noch etwas zu lachen gibt, beweisen gleich drei Clowns.

Von Frank Bürstenbinder

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