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Brandenburg/Havel Die neue Klarheit im Schwimmteich
Lokales Brandenburg/Havel Die neue Klarheit im Schwimmteich
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00:33 17.08.2015
André Landwehr zeigt den MAZ-Buga-Forumgästen, wie vielfältig sich mit Beton im Garten arbeiten lässt. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

„Wasser im Garten ist so mit das Schönste, was geht“, schwärmt Gartenbaumeister Ralf Klischke aus Plaue beim zweiten MAZ-Buga-Forum am Donnerstagabend auf dem Buga-Areal am Packhof. Gemeinsam mit André Landwehr informierte Klischke rund zwanzig Gäste, darunter Vize-Landrat Christian Stein und seine Frau, über Wasser und über Bodenbeläge für den heimischen Garten.

Ralf Klischke ist nicht dogmatisch, wenn es um die einzelnen Spielarten gärtnerischer Wassergestaltung angeht. Aber Wasser muss sein, ein Bachlauf oder ein Koibecken, ein Springbrunnen oder ein Schwimmteich. Die Tendenz geht aktuell nach seinen Worten zu mehr Natur.

Die empfindlichen Kois möchten verwöhnt werden mit sehr klarem Wasser. Ammoniak und Stickstoff machen im heimischen Koi-Teich leicht einen Strich durch die Rechnung und setzen den sensiblen Fischen dann gleich zu. „Daher ist die Filterei das A und O“, betont der Gartenbaumeister vom Margaretenhof. Bakterienkulturen sind dabei wertvolle Helfer.

Kombination von Technik, Pflanzen und Mineralien

In Badeteichen sind die Zeiten längst vorbei, in denen auf ein Quadratmeter Wasserfläche zwei bis drei Quadratmeter Pflanzen kamen. Inzwischen liegt der Reinigungsbereich laut Klischke in einem beispielsweise sechs mal zwanzig Meter großen Becken bei etwa einem Drittel.

„Heute arbeiten wir mit einer Kombination von Technik, Pflanzen und Mineralien“, erklärt der Gartenexperte und verspricht: Den Schwimmbereich kann man ganz clean (also klar und sauber) gestalten, ohne Chemie wie in einem richtigen Swimmingpool.

Im Frühjahr könnten Birken und Robinien eine leichte Eintrübung hervorrufen. Als Hauptproblem gelten aber Fadenalgen, gegen die Blocker eingesetzt werden mit dem Effekt, dass diese Blocker den Algen die Nährstoffe entziehen. Wichtig ist zudem, den Badebereich ab und zu abzusaugen und im Herbst den Schilf bis zur Wasseroberfläche zurückzuschneiden.

300 Euro pro Quadratmeter Wasserfläche im Schwimmteich

Die Gäste des Forums interessierten sich auch für Preise, die natürlich von Größe und Ausstattung abhängen Es geht nach Angaben des Experten bei 120 Euro pro Quadratmeter Wasserfläche los. Bei einem abgetrennten Schwimmbereich scheinen 300 Euro eine durchschnittliche Hausnummer zu sein.

Ralf Klischke empfiehlt, dass der Schwimmbereich zumindest stellenweise zwei Meter tief sein sollte und mit Folien abgedeckt gehört, die inzwischen viel besser halten als noch vor wenigen Jahrzehnten.

André Landwehr, Niederlassungsleiter der Gartenbaufirma Alpina in Ludwigsfelde, ist Experte für die Kombination von Grün und Beton. Gleichwohl empfiehlt er Beton nicht als Bodenbelag etwas Terrassen, sofern die Flächen nicht eine bestimmte Größe haben. „Beton braucht Raum, um seine Wirkung zu entfalten“, pflichtet ihm Ralf Klischke bei.

Trend zu großformatigen Platten auch bei Privatleuten

„Platten, Pflaster und Naturstein“, lauten die Empfehlungen des bekennende Klinker- und Basaltpflasterfans für den heimischen Garten. Allerdings wies er die Gäste wiederholt auf die hohen Transportkosten für Pflaster hin. Kleine Menge zu bestellen, könne schnell unverhältnismäßig teuer werden.

Zwei Trends sieht André Landwehr gegenwärtig, zu denen er beide eine gewisse Distanz wahrt. Das eine sind großformatige Platten, die auch viele Privatleute wünschten. „Das ist eben Geschmackssache“, urteil der Experte salomonisch.

Beim zweiten Trend, dem Wunsch nach geschlossenen Fugen, benennt er konkret die Gefahren. Eine davon ist, wie er erfahrenen Gärtnern unter den MAZ-Gästen bestätigt, der Aufbruch bei Frost. Bei Sand noch reparabel, bei Lehm schon wesentlich schwieriger. Außerdem sei die Gefahr handwerklicher Fehler nicht zu ignorieren. Schließlich die Kosten: Die können bei einer Natursteinverfugung leicht bei 20 Euro pro Quadratmeter liegen.

Von Jürgen Lauterbach

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