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Die zweite Reihe als Chance

Brandenburg an der Havel Die zweite Reihe als Chance

Das westliche Havelland mit dem Landkreis und den Kommunen Brandenburg, Premnitz und Rathenow hat sich vor fünf Jahren unter der Marke Wirtschaftsregion Westbrandenburg“ vereint. Das der begriff auch in den Köpfen ankommt, darum sollen sich künftig neue Leute kümmern.

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Der Schrottplatz TSR am Elektrostahlwerk in Brandenburg an der Havel ist ein Beispiel für die Industrieflächen, die man außerhalb des Speckgürtels nahe Berlin noch braucht und findet.

Quelle: Christian Griebel

Brandenburg/H. „Wirtschaftsregion Westbrandenburg!“ Etwas sperrig ist der Begriff schon, den Torsten Wiemken und Lukas Mohn in den kommenden drei Jahren den Menschen im Havelland und weit darüber hinaus mit einem positiven Image in die Köpfe hämmern sollen.

Tatsächlich hat nach einem einjährigen europaweiten Ausschreibungsverfahren die aus Berlin und Dresden stammende Bietergemeinschaft aus Lokations:S und Messegold den Zuschlag für den Etat bekommen, mit dem sie die Standortentwicklung in der Region voranbringen wollen. Die Entscheidung wurde durch eine Jury aus Vertretern der Städte Rathenow, Premnitz, des Landkreises Havelland sowie der Stadt Brandenburg getroffen.

In den zurückliegenden Jahren haben die drei Städte mit dem Landkreis als Wirtschaftsregion Westbrandenburg zusammengearbeitet. Die Bundesgartenschau in der „Havelregion“, die große Teile des Markenkerns abdeckte kollidierte zwar mit dem der Marke „Wirtschaftsregion“. Doch die „GLC Glücksburg Consulting AG“, die in den zurückliegenden fünf Jahren das Standortmarketing organisierte, hat zumindest „effektive Kooperationsstrukturen“ geschaffen.

Darauf gelte es „aufzusetzen und die Marke Westbrandenburg weiter zu stärken. Vor allem aber soll der Nutzen dieser freiwilligen Kooperation für die regionalen Unternehmen und Institutionen, die Bevölkerung und die Region an sich gesteigert werden“, sagt Steffen Scheller (CDU), als Bürgermeister der Stadt Brandenburg.

Etwa 500.000 Euro schwer ist der von der Investitionsbank des Landes (ILB), Bund und Land kommende Etat, den Standortentwickler und Marketingexperten in den kommenden drei Jahren für Kooperationsmanagement, Regionalmarketing, Fachkräftesicherung sowie Gewerbe- und Industrieflächenmanagement ausgeben werden. Wie Torsten Wiemken im Gespräch mit der MAZ sagt, will das Projektteam die Vernetzung der ansässigen Unternehmen mit Veranstaltungen und Aktivitäten fördern sowie die Unternehmen stärker in die Profilierung und Vermarktung der Region einbeziehen.

Dabei ist Wiemken und Mohn nicht verborgen geblieben, dass die Marke, die sie verkaufen soll, noch längst nicht den positiven Klang hat, den sich Politik und Verwaltung erhoffen. Doch Bangemachen gilt nicht: „Die Region hat große Chancen“, ist Wiemken überzeugt. Mit seinem Unternehmen ist er auch für die Stärkung des regionalen Wachstumskern aus Oranienburg, Hennigsdorf und Velten aktiv. Und dort seien die Möglichkeiten für Gewerbe und vor allem neue Industrieflächen „fast völlig erschöpft.“

Anders als in Brandenburg, Rathenow und Premnitz: „Das ist nicht der Speckgürtel, das ist die zweite Reihe!“ Hier gäbe es noch die Chance, Ansiedlungen in die Region zu holen oder bestehende Unternehmungen zu erweitern. Zusammen mit der guten Infrastruktur, der Autobahnanbindung sowie den weichen Standortfaktoren wie Natur und Kultur prognostiziert der Standortentwickler der Region eine rosige Zukunft.

Im Dezember werden Wiemken und Mohn im Brandenburger Technologie- und Gründerzentrum ihr Büro beziehen und dann regelmäßig vor Ort sein.

Ronald Seeger und Ralf Tebling, Bürgermeister der Städte Rathenow und Premnitz, geben sich optimistisch: „Ministerpräsident Dietmar Woidke bezeichnete bei der Übergabe der ehemaligen Viskosefläche an die Stadt Premnitz am 2. November die Wirtschaftsregion Westbrandenburg als ein Vorzeigeprojekt für das gesamte Land Brandenburg. Dies macht uns sehr stolz!“

„Wir werden jetzt zügig mit einer Fachkräftebedarfsanalyse beginnen und uns den Unternehmern der Region vorstellen“, um sich als Dienstleister bekannt zu machen und dann mit dem neuen Jahr zu den bereits etablierten Arbeitsgruppen, Netzwerktreffen und neuen Veranstaltungsformaten einzuladen, heißt es abschließend.

Von Benno Rougk

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