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Brandenburg/Havel Zwei Brandenburger quälen sich für den guten Zweck
Lokales Brandenburg/Havel Zwei Brandenburger quälen sich für den guten Zweck
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07:45 02.03.2018
Benjamin Gräbnitz (l.) und Sven Solis Reyna aus Brandenburg wollen mit sportlichen Höchstleistungen Gutes tun. Quelle: privat
Brandenburg/H

Laufschuhe an, ab in den Wald und ein paar Runden drehen. Das hält fit und ist für viele Menschen ein Ausgleich zum tristen Arbeitsalltag. Benjamin Gräbnitz und Sven Solis Reyna reicht das aber nicht.

Denn Joggen kann jeder. Für die beiden Brandenburger muss es schon ein bisschen mehr sein. Ihr Antrieb ist die extreme sportliche Herausforderung.

Sven Solis Reyna, 29, beim „Tough Mudder“, einem Extremsport-Event, das Überwindung kostet. Quelle: privat

Informationstechniker Gräbnitz und Bundeswehrsoldat Reyna (beide 29) kennen sich seit anderthalb Jahren. Sie haben über die Teilnahme an diversen Extremsport-Wettbewerben, bei denen sie sich regelmäßig zu Höchstleistungen treiben, eine Freundschaft aufgebaut.

Gemeinsam wühlen sie sich durch Dreck und Schlamm

Was verbindet auch mehr als das gegenseitige Motivieren, wenn man sich gerade durch Dreck, Matsch und Schlamm wühlt?

„Tough Mudder“ nennt sich eine der Herausforderungen, die die beiden in der Vergangenheit gemeinsam bewältigt haben. Dabei handelt es sich um einen Extrem-Hindernislauf, bei dem jeder Teilnehmer – einzeln oder in Teamarbeit – einen 16 bis 18 Kilometer langen Hindernislauf durch Schlamm absolviert und dabei an die Grenzen körperlicher und mentaler Belastung stößt.

Auch in der RTL-Show „Ninja Warrior“ waren sie schon

Teamgeist, Ausdauer und absoluter Wille sind dort gefragt – wer sich überwindet und die Aufgaben meistert, weiß, was er geleistet hat. „Die gemeinsame Bewältigung solcher Aufgaben hat uns zusammengeschweißt“, sagt Sven Solis Reyna. So nahmen sie in der Vergangenheit auch an Events wie der RTL-TV-Show „Ninja Warrior“ teil.

Klinik-Clowns und Kontaktdaten

Der Verein Potsdamer Klinikclowns wurde 2012 gegründet.

In Brandenburg ist er im städtischen Klinikum sowie in der Helios-Klinik aktiv.

Wer die beiden Brandenburger Hobby-Extremsportler unterstützen will, erreicht sie unter der 0173/28 41 130.

Und noch etwas verbindet die beiden Hobby-Extremsportler: beide sind seit eineinhalb Jahren glückliche Väter zweier zauberhafter Mädchen. „Für uns beide gibt es nicht Schöneres als das Lächeln unserer kleinen Töchter“, sagen sie. Sensibilisiert für die Belange von Kleinkindern überlegten sie, wie sie ihren sportlichen Aktivitäten einen höheren Sinn geben könnten – und fanden ihn in der Arbeit der Potsdamer Klinik-Clowns.

Die Arbeit der Klinik-Clowns hat es ihnen angetan

Diese kümmern sich ehrenamtlich um Kinder, die als Patienten in Krankenhäusern untergebracht sind, besuchen sie und muntern sie auf – auch im städtischen Klinikum Brandenburg.

„Das ist eine ganz feine Sache“, findet Sven Solis Reyna. „Da engagieren sich Menschen in ihrer Freizeit, um kranken Kindern ein Lächeln in ihre Gesichter zu zaubern. Das wollen wir unterstützen.“

Benjamin Gräbnitz, 29, will sich für den guten Zweck quälen. Quelle: privat

Die Idee: Am Samstag, 10. März, steigt im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt Dresden der „Megamarsch“. Den wollen die Kumpels Reyna und Gräbnitz gemeinsam absolvieren.

Was einfacher klingt als es sein dürfte, denn: Ab Start haben die beiden zwölf Stunden Zeit, eine Distanz von 50 Kilometern zu überwinden – zu Fuß und im Marschschritt, versteht sich. Joggen oder Laufen sind verboten. Eine Kraftanstrengung besonderen Maßes, das ist den beiden bewusst.

Für jeden gelaufenen Kilometer eine Summe X

Der Clou ist: Die beiden wollen sich für den guten Zweck überwinden – und suchen dafür Sponsoren aus Brandenburg und der Umgebung. „Für jeden absolvierten Kilometer würden wir gern einen finanziellen Betrag einsammeln und diesen den Klinik-Clowns für ihre Arbeit überlassen“, sagen sie. Denn auch und gerade bei ehrenamtlicher Arbeit fallen Kosten für Ausrüstung, Benzin oder Fortbildungen an.

„Der Weg wird uns entlang der Elbe bis zum Zielort Bad Schandau führen. Wir sind ehrgeizig und fest davon überzeugt, dass wir den gesamten Marsch erfolgreich absolvieren werden“, sagt Sven Solis Reyna.

Wie genau potenzielle Sponsoren unterstützen wollen, sei zweitrangig. Die beiden wären einfach froh, wenn ihr Anliegen Gehör findet. „Die Klinik-Clowns und vor allem die Kinder auf den Krankenstationen haben das einfach verdient.“

Von Philip Rißling

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