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Diese Friseurin versteht ihr Handwerk

Brandenburg an der Havel Diese Friseurin versteht ihr Handwerk

1982 schloss Christine Christeck-Jähnke aus Brandenburg an der Havel erfolgreich ihre Ausbildung zur Friseurmeisterin ab. Sieben Jahre später ging es in die Selbstständigkeit. Seither habe sie jeden Tag genossen, so die Brandenburgerin. 15 jungen Menschen hat sie in dem Beruf ausgebildet. Nun kommt der Ruhestand, aber nicht das Ende ihres Salons.

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Christine Christeck-Jähnke mit Kundin Vivien Dittern.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Es ist laut im Friseursalon von Christine Christeck-Jähnke. Man versteht kaum sein eigenes Wort. Gerade schiebt die Friseurmeisterin eine Trockenhaue über den Kopf einer Kundin. Seit 50 Jahren ist Christeck-Jähnke in ihrem Beruf tätig. Und mindestens ebenso lange Zeit mit Leidenschaft. Ende dieses Monats feiert sie 35 Jahre Meisterbrief.

„Schon als Kind habe ich meiner Mutter gerne die Haar gemacht“, erinnert sich die 65-Jährige. „Und meiner Schwester habe ich die Haare gerne verfärbt“, sagt sie und lacht. Sie sei als kleines Kind auch gerne mit ihrer Mutter in den Friseursalon gegangen. Die Frage nach dem eigenen Berufswunsch habe also schon sehr früh festgestanden. Wenige Jahre später war es dann so weit: mit 15 Jahren ging es in die Lehre im Friseursalon Schugardt in der Steinstraße.

Drei Jahre lernte sie schneiden, föhnen, färben, stylen. Bevor das Arbeiten richtig los ging, bekam die Brandenburgerin zwei Kinder. In der PGH Friseure arbeitete sie 13 Jahre, bis ihr eine neue Herausforderung begegnete. Die Stadt suchte nämlich eine Fachlehrerin. Sie bewarb sich und bekam die Stelle, obwohl ihr die Ausbildung fehlte.

Noch während sie die nachholte, als Studium an der Technischen Hochschule Dresden, unterrichtete sie Nachwuchsfriseure an der Berufsschule. Neun Jahre ging sie diesem Beruf nach, bis 1989. Inmitten des unsicheren Übergangs vom sozialistischen zum kapitalistischen Wirtschaftssystem wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit. Seit dem 1. November 1989 führt sie ihren eigenen Salon. Zwischenzeitlich hatte sie drei Salons. Heute gibt es noch jenen in der Brielower Straße.

In den 28 Jahren Selbstständigkeit hat sie 15 Friseure ausgebildet, darunter ihren Sohn Christoph. „Auch heute bilden wir noch aus. Wir wollen damit das Bestehen dieses wunderbaren Handwerks sichern“, sagt Christeck-Jähnke. Sie selbst hat sich auch immer wieder weitergebildet. 1993 kam eine Ausbildung zur Kosmetikerin dazu und im vergangenen Jahr eine Weiterbildung zur Zweithaarspezialistin.

„Jeder Tag in meinem Berufsleben war schön“, erinnert sie sich. „Ich komme immer mit guter Laune zur Arbeit.“ Trotzdem denke sie natürlich an den Ruhestand. „Ich muss mich nun langsam zurückziehen. Aber ich habe das große Glück, dass mein Sohn das Unternehmen weiterführen wird.“

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Von Annika Jensen

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