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Brandenburg/Havel Diese Musiker sollten sich Orchesterchefs merken
Lokales Brandenburg/Havel Diese Musiker sollten sich Orchesterchefs merken
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16:41 18.02.2018
Mathilda (Violine)und Emil Hensky (Klavier) aus Görzke im Duo. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

„Das war ein zu Herzen gehendes Programm, ganz wunderbar“, schwärmte eine Konzertbesucherin am Samstagnachmittag in der Brandenburger Domaula. 16 Preisträger des Regionalwettbewerbs West von „Jugend musiziert“ haben in einem knapp zweistündigen Konzert gezeigt, was sie können. Und das war einfach begeisternd. Bereits die Mädchen und Jungen aus der Altersgruppe II (8 – 12 Jahre) traten mit anspruchsvollen Stücken auf, und es war ein Genuss ihnen zuzuhören. Nur den Applaus selbstbewusst annehmen, das müssen alle noch üben. Die Devise „nichts wie weg“ herrschte noch vor.

Nele Bree aus Rathenow war als Gesangssolistin dabei. Quelle: Rüdiger Böhme

Alexandra Buchmüller (Geige) und Daniel Popov (Klavier) aus Potsdam (Altersgruppe IV, 15/16) begeisterten das Publikum mit dem vierten Satz der Sonatine G-Dur für Violine und Klavier op. 100 von Antonin Dvorak (1841-1904). Der Komponist hat das Werk seinen Kindern gewidmet, die mit fünfzehn und zehn Jahren damals in etwa so alt waren wie die Teilnehmer dieses Jugend-musiziert-Konzerts. Besonders der vierte Satz stellt durch ständigen Wechsel des Tempos hohe Anforderungen an die Virtuosität der Interpreten. „Die Klavierbegleitung in einem Duo ist besonders schwierig, denn der Pianist muss nicht nur seinen eigenen Part sicher beherrschen, er muss sich auch dem Spiel des Duo-Partners anpassen“, erklärte die Moderatorin, Gesangslehrerin Carmen Dahlke, Mitglied im Regionalausschuss von Jugend musiziert. Doch das Duo Buchmüller/Popov meisterte alle Schwierigkeiten mit Bravour.

Mildred Scholz (Querflöte) aus Oranienburg überraschte mit einer Komposition von Salvador Espasa, einem spanischen Komponisten, der neue Klangerlebnisse für die Querflöte geschaffen hat. In der Altergruppe V (17/18) spielte die junge Frau souverän das Werk „Lamentos bajos el Mar“ (leise Klagen des Meeres) von ihm. Doch es erklangen nicht die klaren Flötentöne, wie man sie von der Querflöte kennt. Zunächst hörte man nur ein kaum hörbares Flüstern, das sich zu einem leisen Rauschen verdichtete und immer lebhafter und lauter wurde. Dazu kam ein Klang, der sich wie das Summen einer menschlichen Stimme anhörte – einfach unglaublich.

Jonas Spiecker aus Stahnsdorf beherrscht die Oboe. Quelle: Rüdiger Böhme

Mit ihrer Interpretation des Werkes „Meditation“ des japanischen Komponisten Ryohei Hirose (1930-2008) erregte auch Lara Magdalena Rohmann (Blockflöte, Altersgruppe V)) aus Potsdam Aufsehen. Hierbei handelt es sich um ein Werk, das die betuliche Blockflöte, so wie man sie von der Weihnachtsmusik her kennt, gänzlich ungewohnt klingen lässt und sehr faszinierend. Die Interpretin zeigte sich den Anforderungen des schwierigen Werkes voll gewachsen und erhielt viel Applaus.

Alexandra Buchmüller (Violine) und Daniel Popov (Klavier) aus  Potsdam. Quelle: Rüdiger Böhme

Etliche Füße der Zuhörer wippten sofort im Takt beim „Ragtime“ aus „Jazz Parnass“ von Manfred Schmitz (Jahrgang 1939), als Hermann Harders aus Puttlitz und August Pietrusky aus Wittstock, (beide Altersgruppe II, 8-12), den Titel schwungvoll und mit sichtlicher Spielfreude vierhändig spielten und es dabei richtig grooven ließen. Ebenfalls vierhändig präsentierten Lorenz Berbig und Aaron Huyoff aus Rathenow (Altersgruppe V) die „Danse macabre“ (1875 entstanden) von Camille Saint-Saens (1835-1921). Es war ein sehr aufregender Totentanz, den die beiden jungen Männer mit unglaublicher Virtuosität entfesselt haben. Ein wirklich grandioser Abschluss für ein wunderbares Konzert mit tollen Interpreten.

Von Ann Brünink

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