Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Dirigent beim Eröffnungskonzert nicht dabei
Lokales Brandenburg/Havel Dirigent beim Eröffnungskonzert nicht dabei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:16 04.09.2015
Peter Gülke, 2014 mit dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis ausgezeichnet, für ein Jahr die Brandenburger Symphoniker führen. Quelle: MANU THEOBALD
Anzeige
Brandenburg an der Havel

Es sollte ein großes musikalisches Fest werden, das am Sonnabend im Brandenburger Theater über die Bühne geht. Mit einer Operngala, der inzwischen fünften zur Eröffnung einer Spielzeit, wollte der neue Chefdirigent der Symphoniker Peter Gülke (82) seinen großartigen Einstand in der Havelstadt geben. Wie berichtet, hat Gülke für ein oder zwei Spielzeiten das Erbe des langjährigen Chefdirigenten Michale Helmrath angetreten. Eigens zu seinem ersten Auftritt als Brandenburger Maestro hatte der weltberühmte Kammersänger und Wegbegleiter Peter Schreier (80) seinen Besuch in Brandenburg angekündigt und im Brandenburger Theater liefen seit Tagen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Nun der Schock: Peter Gülke ist krank und wird am Sonnabend nicht am Pult stehen. Ob nun auch Schreier fern bleiben oder auch ohne den Freund kommen wird, ist noch offen.

Nicht mehr der Jüngste

Theatergeschäftsführer Jörg Heyne ging die Absage seines Stardirigenten am Dienstag sichtlich nahe: „Es ist nichts Schlimmes. Aber ans Dirigieren ist nicht zu denken.“ In 14 Tagen allerdings, dann soll Peter Gülke seine erste Anrechts-Sinfoniekonzert am 18. und 19. September dirigieren, werden der Musiker wieder fit sein, versichert Heyne. „Ich bin das größte Risiko, da mache ich mir nichts vor. Ich bin nicht mehr der Jüngste”, sagte Peter Gülke im Januar, als bekannt wurde, dass es den Brandenburger Symphoniker gelungen war, diese Koryphäe, die landauf landab als Musikwissenschaftler und Dirigent bekannt ist, für das Orchester zu interessieren. Zumal der Siemens-Preisträger von 2014 sich insbesondere der Ausbildung und Förderung von Nachwuchs-Dirigenten verschrieben hat.

Gülke hat schon einiges geleistet

Bei einem Workshop hatte Gülke vor einigen Jahren die Brandenburger Symphoniker kennen gelernt, die er später — im September 2013 — dann selbst dirigierte. Da er in der „privilegierten Situation ist, keine Karriere mehr machen zu müssen”, hatte sich Gülke zum Jahreswechsel entschlossen, die Brandenburger bei der Suche für einen Helmrath-Nachfolger zu unterstützen und sich dafür „maximal“ zwei Jahre Zeit gegeben.

Wie es in dem Theater heißt, hat Gülke in den vergangenen Monaten diesbezüglich schon einiges an Arbeit geleistet. Eine Liste von etwa zehn Bewerbern, die aus den etwa 200 Interessenten nach der öffentlichen Ausschreibung gebildet wurde, soll in den kommenden beiden Spielzeiten abgearbeitet werden. Auf dieser Liste, die in enger Abstimmung mit dem Orchester und dem Orchestervorstand erarbeitet wurde, steht auch Olivier Tardy. Er übernimmt nun die musikalische Leitung der Operngala unter dem Motto „In fernem Land“ und widmet sich in einer zweistündigen Zeitreise den Schauplätzen musikdramatischer Meisterwerke des 19. Jahrhunderts. Tardy arbeitet regelmäßig mit verschiedenen Orchestern, darunter die Stuttgarter Philharmoniker, das Münchner Rundfunkorchester, das Orchestre Philharmonique de Nice und die Münchner Symphoniker, die ihn auch in der Saison 2014/15 erneut engagiert haben.

Von Benno Rougk

Der Arbeitsmarkt in Brandenburg und den umliegenden Gemeinden zeigte sich im August stabil. Marko Naue, Teamleiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Brandenburg an der Havel, und der städtische Jobcenter-Geschäftsführer Michael Glaser meldeten am Dienstag im Unterschied zum Bundestrend einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit.

01.09.2015
Brandenburg/Havel Kranzniederlegung in Brandenburg an der Havel - Gedenken an die 9.000 Euthanasie-Opfer

Hedwig Hennig, Julius Gorges und Bodo Schröder: Die Ermordung dieser drei Menschen vor 75 Jahren hat am Dienstag im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung am Nicolaiplatz zur Erinnerung an die 9.000 Euthanasie-Opfer in Brandenburg an der Havel gestanden. Die psychisch kranken und behinderten Frauen, Männer und Kinder starben 1940 auf Befehl Adolf Hitlers.

04.09.2015
Kreative Hingucker in der Havelregion - Kunstwerke auf der Bundesgartenschau

Wer glaubt, es gebe auf der Bundesgartenschau (Buga) in der Havelregion nichts als Blumen zu sehen, der irrt. Auch abseits der Beete lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Vom blau verzierten Wald, leuchtenden Kunstblumen bis hin zu Bronze-Statuen – in nahezu allen Buga-Standorten warten wahre Kunstschätze auf die Besucher.

01.09.2015
Anzeige