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Brandenburg/Havel Eine Welle von Verboten
Lokales Brandenburg/Havel Eine Welle von Verboten
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00:56 16.08.2014
Hinter der neuen Straßenbrücke (B 102) beginnt der Pritzerber See. Für das Gewässer sind weitere Schutzmaßnahmen in Arbeit. Quelle: F. Bürstenbinder
Havelsee

Keine Ausweitung der Erholungsnutzung. Sperrung von Uferbereichen für die Angelei. Beseitigung von Stegen und Einschränkung des Motorbootverkehrs. So sehen die Vorschläge einer Arbeitsgemeinschaft von Ingenieurbüros für den Erhalt der Artenvielfalt auf dem Pritzerber See aus. Im Detail gehen die Einschränkungen weiter. Von „Pflegefischerei“ ist die Rede. In Frage gestellt wird das Anlaufen des alten Kieslochs bei Hohenferchesar für Motorboote. Im Winter soll das Eis nicht betreten werden, dafür sollen die Jäger verstärkt Mink und Marderhund nachstellen.

Nationales Naturerbe

Die Stadt Havelsee hatte sich vergeblich bemüht, in den Besitz des Pritzerber Sees zu kommen. Zum 1. September 2012 übertrug das Land Brandenburg das 2,5 Kilometer lange und 1,2 Kilometer breite Gewässer an die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg. Der See gehört nun zum nationalen Naturerbe.
Rund 170 Hektar umfasst die Fläche des Pritzerber Sees. Er unterliegt schon heute mehrfachem Schutz. Der See gehört zum Naturschutzgebiet Untere Havel Süd, zum Vogelschutzgebiet (SPA) sowie zum Naturpark Westhavelland und ist als europäisches FFH-Gebiet (Flora, Fauna, Habitat) ausgewiesen.
Nach dem Willen des Landesumweltamtes wird die gesamte untere Havelniederung einschließlich Gülper See mit Managementplänen überzogen, deren Entwürfe jetzt in der Diskussion sind. Zwar werden die Kommunen angehört, deren Stellungnahme muss aber nicht Eingang in die Planung finden.

Alles nachzulesen im Entwurf eines Managementplans für die Untere Havelniederung, der sowohl das FFH-Gebiet als auch das Vogelschutzgebiet (SPA) umfasst. Auftraggeber ist das Landesumweltamt. Der Pritzerber See ist nur ein Teil, der vom Managementplan betroffen ist. So wie zum Beispiel die Pritzerber Laake, die sich künftig weitgehend ohne menschlichen Einfluss entwickeln soll. Holzeinschlag soll nur begrenzt erfolgen. Ob alle Vorschläge Einzug in den Managementplan finden, steht auf einem anderen Blatt.

Bis zum 2. September hat das Amt Beetzsee Zeit für eine Stellungnahme

Und es brodelt gewaltig an der Basis. Havelsee-Bürgermeister Günter Noack spricht von einem „undemokratischen Verfahren“, bei dem Kommunen, Eigentümer und Nutzer überrollt würden. Der Umweltausschuss der Stadt Havelsee hat bei seiner jüngsten Sitzung die Verwaltung beauftragt, den Willen der Stadt in der Stellungnahme zum Ausdruck zu bringen. Noack: „Wir wollen, dass der See mit Motorbooten befahrbar bleibt. Wir sind gegen ein radikales Verbot von Stegen und wir pochen auf die Planungssicherheit für den Campingplatz Hohenferchesar.“ Zwar ist die neue Naturparkleiterin Ilona Langgemach der Auffassung, dass mit den Akteuren in wichtigen Fragen bereits Übereinstimmung erzielt worden sei, doch Havelsees Kommunalpolitiker sehen das anders. Der 400 Seiten umfassende Planentwurf existiert nur als CD, was für die öffentliche Einsichtnahme höchst unpraktisch ist. Am 10. und 11. September soll die Managementplanung für die untere Havelniederung in der Vogelschutzwarte Buckow diskutiert werden.

Von Frank Bürstenbinder

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