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Dom-Besuch in Brandenburg wieder kostenlos

Die Mutterkirche der Mark Dom-Besuch in Brandenburg wieder kostenlos

Es gab riesige Diskussionen als im Vorjahr fünf Euro Eintrittsgeld auch für den Besuch der Domkirche erhoben wurde. Doch das Kassieren hat seinen Zweck erfüllt, jetzt soll der Kapiteltag auch wieder übers Abschaffen entscheiden. s werden noch mehr Grundsatz-Voten erwartet.

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Der Dom zu Brandenburg soll künftig wieder für jedermann offen sein.

Quelle: Julian Stähle

Brandenburg/H. Das umstrittene Erheben von Eintrittsgeld für den Dom wird höchstwahrscheinlich am Kapiteltag am 16. April aufgehoben, Kurator Cord-Georg Hasselmann wird dort einen entsprechenden Antrag stellen. Bereits seit Jahresbeginn ist das Kassieren ausgesetzt, aber bislang der Beschluss noch nicht aufgehoben.

„Es gab den Beschluss, im Buga- und Domjubiläumsjahr den Eintritt zu erheben. Danach sollte evaluiert werden, ob ein Fortführen des Erhebens von Eintrittsgeld sinnvoll ist oder nicht.“ Bereits zum Jahresende habe sich das entsprechende Bewertungsgremium zusammengefunden, jetzt werden gerade die Empfehlungen formuliert. „Es waren und es sind komplexe wie schwierige Entscheidungen, von denen keine eindeutig richtig oder falsch ist.“ Hasselmann will sich beim Bewerten derzeit zurückhalten, um das Votum der Kapitelmitglieder nicht zu beeinflussen. „Es war sicherlich gut, einen Vorstoß zu wagen, um zu sehen wie er wirkt“, sagt der Kurator. Er wolle eine Entscheidung aber unbedingt jetzt im Frühjahr, bevor die „Saison“ richtig beginne, spätestens mit der neuen Ausstellung über „Märkische Drahtzieher“ ab dem 4. Mai. In der Bewertungsphase sei auch über Eintrittsgeld für das Dommuseum gesprochen worden, aber da sei noch keine Entscheidung voraussagbar.

Generell sagt Hasselmann nur: „Es hat hier niemand ein Interesse daran, immer wieder diese schwierigen Diskussionen zu führen.“ Heißt im Klartext: Wird der kostenpflichtige Eintritt für die Domkirche abgeschafft, ist das eine Entscheidung für viele Jahre.

Ähnlich sieht es auch Dompfarrer Detlef Lippold: „Das ist beileibe keine Sache, die man heute so und morgen anders handhaben kann.“ In den Jahresbericht des Domstifts hat der Pfarrer unumwunden hineingeschrieben, was Gemeindeglieder von der 2014 beschlossenen Eintrittsregelung gehalten haben: „Die unternehmerische Entscheidung der Eintrittsgeldregelung gereichte der Gemeinde zum Nachteil: allgemeiner Unmut, avisierter Rückzug aus ehrenamtlicher Arbeit bis hin zur nun kostenpflichtigen Layout-Erstellung des Dombriefes, die zuvor honorarfrei gestaltet wurde.“ Der Kurator und das Kapitel hatten damals das Kassieren damit gerechtfertigt, dass es mit den größeren Besucherströmen auch mehr Aufwand für Aufsicht und Reinigung gebe. Tatsächlich war wirklich viel Betrieb auf dem Burghof: Mit etwa 98 000 Menschen auf dem Domgelände kamen fast doppelt so viele Besucher wie in den Vorjahren. Jenseits der Bezahlschranke waren es 30 000, im Domstift hatten sie auf etwa 20 000 gehofft. Insofern hatte der Dom trotz seines eigenen 850-Jahres-Jubiläums auch entscheidend an den Gästen der Bundesgartenschau partizipiert.

Mittlerweile habe sich die Erregung wieder gelegt, auch weil Domstift und -gemeinde aufeinander zugegangen seien und es nun ganz überwiegend ein Miteinander gebe.

Von André Wirsing

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