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Brandenburg/Havel Domlinden sechs Wochen lang halbseitig dicht
Lokales Brandenburg/Havel Domlinden sechs Wochen lang halbseitig dicht
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18:15 13.10.2016
Reparaturbedürftig: Asphalt kaputt, Pflaster kaputt. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Als ob der störrische Straßenbelag die Pläne der Verwaltung genau „kennen“ würde: Just in dem Moment, in dem das Sanieren der Domlinden-Fahrbahn ausgeschrieben worden ist, löste sich der Kleinpflasterverbund fast komplett auf, am schlimmsten im Blitzerabschnitt zwischen Café Contact und östlicher Domeinfriedung. „Wir hatten diesen Abschnitt schon länger seit auf dem Schirm, aber kurz vor der Buga waren andere Projekte dringlicher, am Ende wurde die Zeit knapp“, sagt Bauhofchef Mathias Latocha.

„Für uns hat die Verbindung den Charakter einer ,Hauptverkehrsstraße’, da können wir nicht warten, bis es zu einer richtigen Havarie kommt.“ Schon jetzt steht an Regentagen das Wasser an den Seiten und spritzt an die Fassaden, weil der Rinnenabfluss dicht ist, der Pflasterverband ist teilweise komplett verschoben, Dutzende Steine sind lose und teilweise herausgebrochen. Die Straße wird am häufigsten von Bussen frequentiert, in den Asphaltabschnitten haben sich tiefe Risse gebildet. Das Sanieren des 200 Meter langen Abschnittes zwischen der Brücke am Großen Überfall und dem Burgweg ist überfällig.

Auch Geruchsbelästigung verschwindet

Eine Lebensdauer von 20 Jahren gibt man heute neu gebauten Straßen. Die sind in dem Domlindenabschnitt genau erreicht.

Ein Verlängern der Lebenszeit um zehn Jahre versprechen sich die Bauexperten von der Sanierungsmaßnahme.

Zudem wird nebenbei ein Fehler aus der Neubauzeit behoben: In den 1990er-Jahren haben die Bauexperten kaum Erfahrungen mit dem Einbau von Geruchsverschlüssen – ähnlich eines Syphons oder Traps.

Nun werden diese nachgerüstet, dafür bedurfte es einer denkmalrechtlichen Genehmigung und einer archäologischen Begleitung.

„Wir haben extra noch gewartet, bis wenigstens die Verbindung zwischen Willi-Sänger- und Werner-Seelenbinder-Straße seit Dienstag frei gegeben ist, der Verkehr hat sich seitdem entspannt“, sagt der städtische Tiefbauchef Peter Reck. Nun werde die Geduld der Autofahrer ab Montag für weitere sechs Wochen auf die Probe gestellt. Das Sanieren erfolgt unter halbseitiger Sperrung: Nur der stadteinwärts fahrende Verkehr kann den Abschnitt passieren.

In der Gegenrichtung gilt eine große Umleitung, außer für Linienbusse, die über eine Ampelregelung auch stadtauswärts fahren dürfen. Alle anderen motorisierten Verkehrsteilnehmer müssen den Weg über Zentrumsring, Bauhofstraße, Nicolaiplatz, Mühlentorstraße und Grillendamm nehmen. „Ich empfehle sogar dringend, vom Zentrumsring über Willi-Sänger- und Werner-Seelenbinder- sowie Brielower Straße zum Grillendamm zu fahren. Das ist vom Weg etwas länger, von der Zeit aber effektiver“, sagt Latocha.

Sechs Wochen – voraussichtlich bis zum 26. November - werden die Bauarbeiten andauern. Ausgeführt werden diese von der Firma Beschorner + Otto, die sich den 87 000-Euro-Auftrag gesichert hat. Begonnen wird auf der Domseite auf 1,50 Meter Breite, wird das Pflaster herausgenommen, die Rinne wieder in Beton gelegt und das Pflaster ergänzt. Danach geht es auf der Stadtauswärtsfahrbahn weiter.

Eine komplette Ampelregelung in beide Fahrtrichtungen hätte drei Bauabschnitte erfordert. Dann hätte man viel mehr Bauzeit gebraucht, zudem hätten sich Rückstaus bis zum Neustädtischen Markt gebildet.

Von André Wirsing

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