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Brandenburg/Havel Domscheit-Berg ärgert sich über AfD-Erfolg
Lokales Brandenburg/Havel Domscheit-Berg ärgert sich über AfD-Erfolg
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08:08 26.09.2017
Anke Domscheit-Berg hadert mit dem Erfolg der AfD. Quelle: Die Linke Brandenburg
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Brandenburg/H

Anke Domscheit-Berg (48) versteht die Welt oder besser gesagt das Wahlvolk nicht. Die Linken-Direktkandidatin, die wegen ihres guten Listenplatzes in den nächsten Bundestag einrücken wird, äußert sich frustriert über den Wahlerfolg der AfD und ihres Wahlkreiskandidaten Klaus Riedelsdorf (51).

„Ich habe ihn doch erlebt und muss sagen, ich war ’not impressed’, also wirklich nicht beeindruckt. Und trotzdem holt so jemand eine derartige Prozentzahl“, kommentiert die frühere Piratin das 17-Prozent-Abschneiden des Brandenburger AfD-Mannes. Domscheit-Berg: „Wofür macht man dann eigentlich Wahlkampf, wenn es doch nicht Inhaltliches ankommt – ach, ich finde das nicht witzig.“

Über den eigenen Einzug in den Bundestag freut sich die Linken-Politikerin aus diesem Grund nur halbherzig, spricht aber von der Hausaufgabe der demokratischen Parteien, das bei den Wählern zerbrochene Geschirr wieder aufzusammeln. Das will sie regelmäßig auch im Brandenburger Wahlkreis tun, dem sie sich als Direktkandidatin besonders verbunden fühlt. „Ich werde mich für diese Region stark machen“, verspricht sie. Punktuell hält sie ein Zusammengehen mit Dietlind Tiemann (CDU) für möglich, etwa beim Thema Regionalverkehr.

Könnte schwierig werden – diese schwarz-rote Zusammenarbeit im Bundestag. Dietlind Tiemann strebt nämlich nicht in den Verkehrsausschuss, sondern sieht sich aufgrund ihrer Biografie und der Ausrichtung der Stadt zum Gesundheitsstandort in den vergangenen Jahren eher im Wirtschafts- oder im Gesundheitsausschuss. „Das Thema Medizin und Pflege hat uns in der jüngeren Vergangenheit ziemlich beschäftigt, dabei ist es so wichtig, rechtzeitig zu investieren und guten Nachwuchs auszubilden.“ An diesem Dienstag trifft sich die Bundestagsfraktion der CDU zu ihrer konstituierenden Sitzung, da kann sie ihre Fühler behutsam ausstrecken.


Vorerst nicht mehr um solcherart Karriereplanung bemühen muss sich der Bündnisgrüne Till Heyer-Stuffer, der es weder übers Direktmandat, noch über die Liste ins Parlament schafft. „Wir haben ein ganz gutes Wahlergebnis, besser als noch vor Wochen befürchtet. Überschattet wird es aber von der Tatsache, dass nun völkische und rechtspopulistische Töne im Reichstag zu hören sein werden.“ Er selbst habe bei seinen Wahlkampfauftritten gewarnt und gemahnt, dass die Politiker den Menschen besser zuhören sollten, „weil sich Teile der Bevölkerung nicht mehr von der Politik angesprochen fühlen“. Er selbst habe das Zuhören und das Diskutieren im Wahlkreis versucht, habe „sehr angenehme Menschen kennengelernt, auch wenn es mal hart und kontrovers zuging“.

Von MAZonline

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