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Brandenburg/Havel Doppelname ist bei Hochzeiten die Ausnahme
Lokales Brandenburg/Havel Doppelname ist bei Hochzeiten die Ausnahme
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00:19 15.10.2017
Wenn sich zwei trauen, müssen sie auch die Namensfrage klären. Da gibt es mehrere Varianten. Doppelnamen haben im vorigen Jahr in Brandenburg an der Havel nur 24 von 312 Paaren gewählt. Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Der Trend bei Eheschließungen in Brandenburg an der Havel geht gegen Doppelnamen. Ihr Anteil liegt seit 2014 regelmäßig bei lediglich rund sieben Prozent. Das ergab eine Anfrage der MAZ beim Brandenburger Standesamt. In den allermeisten Fällen wählt das Brautpaar einen gemeinsamen Ehenamen. Prozentual waren es 2016 fast 80 Prozent der Ehepaare. Das entspricht in etwa dem Anteil der Vorjahre.

Es gibt legendäre Doppelnamen im öffentlichen Leben. Meist tragen sie Frauen. Bekannt sind die beiden Ex-Bundesjustizministerinnen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Hertha Däubler-Gmelin oder Cornelia Schmalz-Jacobsen, die frühere FDP-Generalsekretärin und einstige Ausländerbeauftragte der Bundesregierung. Aber auch Brandenburg hat eine prominente Bindestrich-Trägerin: Burghilde Wieneke-Toutaoui, die Präsidentin der Technischen Hochschule Brandenburg.

Doppelnamen gelten als sperrig. Oft sind es Akademikerinnen, die ihn für sich wählen als Betonung auch ihrer beruflichen Eigenständigkeit. Beide Partner dürfen übrigens keinen Doppelnamen tragen, damit ihren Kinder keine Bandwurmnamen droht. Wesentliche Änderungen brachte die Neuerung des Namensrechtes 1994. Konnten sich zuvor künftige Eheleute nicht auf einen Namen einigen, galt automatisch der Name des Mannes als Familienname. Das jedoch verstieß gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung von Mann und Frau. Das Bundesverfassungsgericht erklärte diese alte Regelung deswegen für verfassungswidrig. Seit 1994 kann jeder Ehepartner auch seinen eigenen als alleinigen Namen weiterführen. Dafür haben sich voriges Jahr 44 von 312 Hochzeitspaaren im Brandenburger Standesamt entschieden. Das sind fast doppelt so viele Paare wie jene, bei denen einer der Partner nun einen Doppelnamen führt. 2017 behielten 38 Paare ihren jeweiligen Namen, 17 dagegen entschieden sich für die Bindestrich-Variante.

Von Marion von Imhoff

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