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Drei Bewerber puschen Wahlbeteiligung

Bürgermeisterwahl in Kloster Lehnin Drei Bewerber puschen Wahlbeteiligung

Im Sommer wird in Kloster Lehnin der Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters frei. Es gibt drei Bewerber. 9500 Wahlberechtigte sind am 20. März zur Stimmabgabe aufgerufen. Erstmals nehmen auch 16-Jährige an dieser Direktwahl teil. Die Zahl der angeforderten Briefwahlunterlagen deutet auf eine höhere Wahlbeteiligung als 2008 hin.

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Kloster Lehnins Wahlleiter Stefan Arnold mit dem Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl am 20. März.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Kloster Lehnin. Die Plakate hängen. Uwe Brückner, der von der SPD und dem Bauernverband aufgestellte Bürgermeisterkandidat, verweist lächelnd auf eine 20-jährige aktive Arbeit für die Gemeinde. Sein Mitbewerber von der Linken, Joachim Sroka, wirbt vom Laternenmast herab für ein „starkes Kloster Lehnin“. Und der AfD-Kandidat Falk Deuter fordert neben seinem Konterfei: „Kulturland statt Windparks“.

Es ist Wahlkampf von Göhlsdorf bis Rädel, von Rietz bis Emstal. Ein besonderer dazu. Erstmals stehen mehrere Namen auf dem Stimmzettel. 2008 war Noch-Amtsinhaber Bernd Kreykenbohm konkurrenzlos angetreten. Diesmal tingeln gleich drei Männer durch 14 Ortsteile. Sie treten in Dorfgemeinschaftshäusern, Sportzentren und Versammlungsstätten auf. Jeder von ihnen will am 20. März zum neuen hauptamtlichen Bürgermeister gewählt werden. Während Brückner, Sroka und Deuter noch damit beschäftigt sind die Wähler von sich zu überzeugen, sind im Rathaus von Kloster Lehnin die Vorbereitungen für den Urnengang so gut wie abgeschlossen.

Insgesamt sind 9500 Einwohner aufgerufen direkt über die Nachfolge von Kreykenbohm zu entscheiden, der nach 25 Jahren an der Spitze der Kommune nicht erneut antreten wird. Eine Wahlberechtigungskarte haben auch alle Jugendlichen ab 16 Jahre erhalten. Trotzdem ist die Zahl der Wahlberechtigten im Vergleich zur Bürgermeisterwahl 2008 um 200 Personen zurückgegangen. Damals konnten 16-Jährige bei Kommunalwahlen noch nicht wählen.

Wahlvorstände sind besetzt

In allen 14 Ortsteilen stehen die Wahllokale inzwischen fest. In Damsdorf gibt es neben der Kita (Göhlsdorfer Straße) ein zweites Wahllokal in der Schule (Bergstraße). Lehnin ist in drei Stimmbezirke aufgeteilt. Wahlurnen stehen im Rathaus, in der Feuerwache sowie in der Sportlerklause. In den anderen Ortsteilen sind es hauptsächlich Dorfbegegnungsstätten, Spritzenhäuser und Kitas, in denen am 20. März von 8 bis 18 Uhr abgestimmt werden kann. Auch die Besetzung der Wahlvorstände, die aus jeweils sieben Personen bestehen, ist abgeschlossen. „Bei der Wahl helfen Ortsbeiräte, Bedienstete aus der Verwaltung und viele engagierte Bürger“, berichtet Wahlleiter Stefan Arnold. Den Helfern steht eine Entschädigung von 15 Euro zu. Ein karger Ausgleich für einen ganzen Sonntag im Wahllokal.

Höhere Wahlbeteiligung erwartet

Es gibt erste Anzeichen dafür, dass sich mehr Kloster Lehniner an der Bürgermeisterwahl beteiligen werden, als die rund 30 Prozent im Jahr 2008. Bisher wurden 324 Wahlscheinanträge für die Briefwahl bei der Wahlbehörde angefordert. Noch bis 18. März können die Briefwahlunterlagen bestellt werden. 2008 dagegen gab es insgesamt nur 244 Briefwähler. „Die Bewerberzahl scheint sich positiv auf das Interesse an der Bürgermeisterwahl auszuwirken“, mutmaßt Wahlleiter Arnold. Er rechnet damit, dass alle Stimmen am Wahlabend gegen 19 Uhr ausgezählt sind. Dann dürfte das vorläufige Endergebnis feststehen.

Wer es von den drei Kandidaten zum Bürgermeister schaffen will, muss allerdings nicht nur die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen. Diese Stimmen müssen außerdem mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen. Bei diesem sogenannten Quorum beträgt also die Mindestanzahl 1425 Stimmen. Sollte das Quorum nicht erreicht werden, kommt es am 10. April zur Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen.

Von Frank Bürstenbinder

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