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Brandenburg/Havel Drei Engel aus Italien singen Weihnachten herbei
Lokales Brandenburg/Havel Drei Engel aus Italien singen Weihnachten herbei
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10:26 10.12.2018
Die drei Sängerinnen von Appassionante beim Weihnachtskonzert im Paulikloster. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

 „Alle Jahre wieder“ will André Eckhard (Ecki, wie er sich selbst nennt) mit „Melodien zur Weihnacht“ eine spritzige Weihnachtsshow auf die Bühne bringen. Gelungen ist ihm das am Samstagnachmittag wieder, weil ihn drei engelsgleiche Frauen aus Italien gerettet haben. Die Sängerinnen von „Appassionante“ haben mit traditionellen Weihnachtsliedern ein Feuerwerk der guten Laune entzündet und die Besucher im voll besetzten Paulikloster im wahrsten Sinne des Wortes von den Stühlen gerissen.

So schön kann die Vorweihnachtszeit sein. Kein Platz blieb am Sonnabend im Paulikloster frei. Dort begeisterten die drei aus Italien stammenden Sängerinnen von Appassionante sowie die Solisten Hubert Schmid und Christian Friedrich das Publikum.

In einem weihnachtlich dekorierten Tannenwald auf der Bühne traten die Sängerinnen in sexy blutroten Roben auf und machten dem beliebten Lied „I‘m Dreaming of a White Christmas“ rhythmisch Beine. Sofort war Stimmung im Saal. Der Song „We Wish You a Merry Christmas“ musste rhythmisch kaum aufgepeppt werden, er brachte schon von sich aus genügend Schwung mit. Das gleiche galt auch für „Jingle Bells“ und „Feliz Navidad“. Besonders mit diesem Lied feierten die drei Grazien die Geburt Christi mit südländischem Temperament. Andächtig wurde es bei ihrer traumschönen Interpretation von Schuberts „Ave Maria“.

Erfolg über den Wolken

„Klassik ist sexy“, sind die drei Sängerinnen – Stefania Francabandiera, Mara Tanchis und Giorgia Villa – überzeugt. Sie leben in Rom und haben alle drei eine klassische Gesangsausbildung absolviert. Es ist gar nicht so verkehrt, sie als Engel zu bezeichnen, denn ihre ersten Erfolge haben sie hoch über den Wolken gefeiert. Die Songs von Appassionante liefen nämlich auf den Flügen von Air Berlin. Und anders als bei der inzwischen insolventen Fluggesellschaft geht die Karriere der drei Sopranistinnen seitdem steil aufwärts. Dem Brandenburger Publikum sind sie bereits von ihrem umjubelten Auftritt beim „Classic Summer“ bekannt.

Hubert Schmid beim Weihnachtskonzert im Paulikloster Quelle: JACQUELINE STEINER

Bevor die Sängerinnen auf der Bühne „Valzer delle candele“ intonierten, forderten sie das Publikum auf, aufzustehen und im Rhythmus mitzuschunkeln, schließlich sogar zu hüpfen. Kaum hatten sich die Besucher schwer atmend wieder gesetzt, mussten sie wieder aufstehen, denn jetzt stand „O happy day“ auf dem Programm, das sollte mit geklatscht und mit gesungen werden. Was für ein glücklicher Tag!

Zum großen Finale bat Ecki die beiden Tenöre Christian Friedrich und Hubert Schmid auf die Bühne, die im ersten Teil des Konzerts aufgetreten waren. Friedrich mit seiner fantastischen Stimme entwickelte bei seinem Auftritt im Weihnachtskonzert überraschend wenig Charisma. Vier der fünf Titel, die er sang,waren nicht weihnachtlich. Unverständlich, denn er hat doch Weihnachtslieder in seinem Repertoire, wie er bei früheren Auftritten schon bewiesen hat. Mit „Oh Holy Night“ sorgte er schließlich wenigstens am Schluss seines Auftritts noch für etwas weihnachtliches Flair.

Gemeinsam mit dem Publikum

Hubert Schmid, einst Mitglied bei den jungen Tenören, hatte zwar einige Weihnachtstitel in seinem Programm, mixte sie aber ebenfalls mit anderen beliebten Liedern wie „Dein ist mein ganzes Herz“. Und während Ecki in weihnachtlicher Kleidung erschien, die er mehrfach wechselte, traten die beiden Tenöre in normaler Straßenkleidung auf. Erst als sie im Finale „Amazing Grace“ zusammen mit „Appassionante“ sangen, trugen sie Pullover mit Weihnachtsmann-Applikationen. Gemeinsam mit dem Publikum haben alle zusammen das Traditionslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ auf Englisch, Italienisch und Deutsch gesungen, ohne das Weihnachten einfach nicht vorstellbar ist.

Von Ann Brünink

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