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Dreister Dieb stiehlt süßen Froschkönig

Brandenburg an der Havel Dreister Dieb stiehlt süßen Froschkönig

Kaum war der Salon geöffnet, griff der Gauner zu. Die kurze Abwesenheit der Ladeninhaberin nutzte ein Dieb am Freitag aus, um sich die gefüllte Trinkgelddose in Form eines Froschkönigs von Kosmetikerin Katrin Muchow zu schnappen. Es war nicht der erste Diebstahl in ihrem Geschäft.

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Katrin Muchow führt seit fast sechs Jahren einen Kosmetiksalon in der Bäckerstraße.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/H. Es ging ganz schnell, und schon war er weg, der Frosch mit der Krone auf dem Kopf und dem Bauch voller Trinkgeld. Irgendjemand hat am Freitagmorgen im Kosmetikstudio „Süßer Frosch“ in der Brandenburger Bäckerstraße die Sammeldose in Form eines Frosches gestohlen. „Und das ausgerechnet am Freitag“, sagt Inhaberin Katrin Muchow. Einmal in der Woche leert sie das Behältnis und hätte auch jetzt bestimmt 40 bis 50 Euro herausgeholt.

Gegen 8 Uhr griff der Unbekannte zu. Bemerkenswert sind zwei Umstände: „Eigentlich hätte ich erst um 9 Uhr geöffnet“, sagt Katrin Muchow. Am Freitag war sie aber schon um 7.30 Uhr im Laden, weil sie um 8 Uhr eine Kundin hatte. Der zweite Umstand: „Dem Frosch sieht man nicht an, dass er eine Sammeldose ist“, sagt sie. Bei dem Geschäftsnamen hätte es auch ein simpler Deko-Frosch sein können, der da weiß mit goldener Krone auf dem schwarzen Tresen hockt.

Das ist er, der süße Frischkönig, der in dem Salon als Sammeldose für das Trinkgeld diente

Das ist er, der süße Frischkönig, der in dem Salon als Sammeldose für das Trinkgeld diente.

Quelle: privat

Sie war gerade mit der Kundin im hinteren Raum, „da habe ich vorn etwas gehört“. Als sie dann noch einen Windzug spürte, sah sie nach. Tatsächlich, die Ladentür stand offen. „Als ich zurückging, fiel mir auf, dass der Frosch fehlte.“ Kurz zuvor sei er noch da gewesen. „Das weiß ich, weil ich den Tresen abgewischt habe und da war der Frosch noch da.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Langfinger in dem Kosmetikstudio zugegriffen haben. „An der Kasse hatte sich schon mal einer bedient“, erinnert sich Katrin Muchow. Danach rüstete sie die Kasse so um, „dass man den ganzen Tresen rausreißen muss, wenn man an die Kasse will“.

Es habe sie erschüttert, dass jemand dermaßen unverfroren ist. Es gehe ihr gar nicht um den materiellen Wert. „Es ist diese Respektlosigkeit gegenüber meiner Leistung.“ Schließlich habe es sich um das Trinkgeld gehandelt, mit dem Kunden bezeugen, wie zufrieden sie mit der Arbeit der Kosmetikerin ist.

Und nun? Als sie im April 2011 ihr Geschäft eröffnete, wurden ihr zwei gleiche Sammelfrösche geschenkt. Am Montag kommt der Zwilling zum Einsatz.

Von Heiko Hesse

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