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Brandenburg/Havel Drogendealer muss für Jahre ins Gefängnis
Lokales Brandenburg/Havel Drogendealer muss für Jahre ins Gefängnis
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11:57 10.06.2016
Mit einem Elektroschocker schüchterte der Geldverleiher seinen Schuldner ein. Quelle: Rainer Jensen/dpa
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Brandenburg/H

Die geladene Beretta-Pistole in seinem Drogenversteck wurden einem 25 Jahre alten Brandenburger in dieser Woche vor Gericht zum Verhängnis. Ohne die Waffe wäre die Strafe für Dennis S. milder ausgefallen, obwohl er nicht nur dealte und ohne Führerschein umher kutschierte, sondern sogar versuchte, mit Hilfe eines Elektroschockers Schulden einzutreiben.

Der Mann, der laut Staatsanwalt im vergangenen Jahr „eine gewisse Größe“ war in der Brandenburger Drogenszene, schämt sich ein halbes Jahr später im Gerichtssaal für seinen kriminellen Lebenswandel. Seine Reue wird Dennis zugute gehalten. Dennoch verurteilt ihn die 4. Strafkammer des Landgerichts Potsdam zu vier Jahren Gefängnis, so wie vom Ankläger gefordert.

Dealer schafft sich sogar ein „Diensthandy“ an

Soweit der Strafprozess darüber Aufschluss gibt, steigt der junge Brandenburger im Jahr 2014 ins Drogengeschäft ein, betreibt den illegalen Handel professionell, wickelt die Geschäfte mit SMS-Nachrichten über sein „Diensthandy“ ab. 80 Kunden sollen bei ihm Cannabis, Amphetamine und Kokain gekauft haben, jeweils allerdings wohl nur in geringen Mengen.

Im August 2015 gerät Dennis S. im Zuge eines anderen Ermittlungsverfahrens ins Visier der Fahnder, er wird observiert. Die Kriminalbeamten registrieren häufige Fahrten in Autos seiner Mutter zwischen der Wohnung in Nord und einer Garage Am Gallberg, wo er sein Rauschgift lagert. Der Haken daran: Dennis S. hat nach einer Autofahrt unter Drogeneinfluss seit Dezember 2014 keinen Führerschein mehr. Der Staatsanwalt wirft ihm daher zwanzig Fahrten ohne Fahrerlaubnis vor.

Im Drogenlager findet die Polizei auch eine geladene Waffe

Schwerer ins Gewicht fällt allerdings sein Drogenlager. Am 16. November 2015 lassen die Kriminalbeamten Dennis S. auffliegen, durchsuchen seine Wohnung und die Garage. Dort finden sie nicht nur rund 600 Gramm Cannabis, 800 Gramm Amphetamine und knapp elf Gramm Kokain, sondern auch eine geladene Schusswaffe nebst Munition.

Angesichts dieser Konstellation muss er sich vor Gericht wegen bewaffneten Drogenhandels in nicht geringer Menge verantworten, die angedrohten Strafen dafür sind saftig. Hinzu kommen noch die verbotenen Autofahrten und zwei Fälle von versuchter Nötigung.

Zur Einschüchterung nutzte der Dealer einen Elektroschocker

Denn als zweites Standbein betrieb Dennis S. einen Geldverleih. Als ein Kunde hartnäckig nicht zahlen wollte oder konnte, zeigte der 25-Jährige seine Instrumente. In der Hosentasche hielt er einen Elektroschocker bereit, denn er zur Einschüchterung hörbar für den Schuldner einschaltete. Als der Kunde noch immer nicht zurückzahlte, rückte Dennis S. ihm ein weiteres Mal zu Leibe und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.

Der nicht vorbestrafte Angeklagte, der bereits ein halbes Jahr in Untersuchungshaft verbracht hat, würdigt seine glaubhafte Einsicht und sein reuiges Geständnis. Gleichwohl folgte es nicht dem Antrag von Verteidiger Mario Schink, den Drogenhändler mit einer Bewährungsstrafe davonkommen zu lassen. Die geladene Schusswaffe im Drogenversteck wiegt zu schwer.

Von Jürgen Lauterbach

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