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Echte Gartenkunst von und aus Brandenburg

Buga-Gold für Landschaftgärtner aus Neuseddin Echte Gartenkunst von und aus Brandenburg

Die Bundesgartenschau (Buga) in der Havelregion mitzugestalten, war für die Gartenbaufirma Rüdiger Brandenburg aus Neuseddin allein schon wegen des Namens ein Muss: Der Betrieb pflanzte unter anderem am Marienberg – und wurde dafür von der Buga mit Gold ausgezeichnet.

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Zuständig fürs Schöne: Landschaftsgärtnerin Simone Rändler.

Quelle: Josefine sack

Brandenburg/H.. Die Buga-Goldmedaille hat sich Simone Rändler mehr als verdient. Schließlich kam die liebliche Blumenpracht nicht von Zauberhand auf dem Marienberg. Die drei bunt gemulchten Beete am Fuße des Weinbergs waren harte Arbeit. An die 15 000 Blumenzwiebeln hatten die Landschaftsgärtnerin und ihre Kollegen von der Gartenbaufirma Rüdiger Brandenburg aus Neuseddin (Potsdam-Mittelmark) schon im März in die Erde gebracht. „Wir pflanzten mit Pudelmützen und klammen Fingern“, erinnert sich Simone Rändler. Dass der Rizinus, die Dahlien, Sonnenhut und Salbei heute dicht an dicht in voller Blüte den Marienberg zieren, honorierte die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mit Bestnoten. Für die Brandenburgs ist es nicht die erste Medaille. Seit der Bundesgartenschau (Buga) 1985 in Berlin-Neukölln beteiligte sich der Betrieb an vielen Leistungsschauen. Auch der Britzer Garten, die Gatower Heide oder die Außenanalgen am Schloss Glienicke tragen die Handschrift der Firma. Neben den Beeten am Buga-Standort Brandenburg pflanzten die Brandenburgs auch in Premnitz, Stölln und Havelberg mit.

Dass das in zweiter Generation familiengeführte Unternehmen bei der Havel-Buga mit von der Partie ist, war allein wegen des Firmennamens ein Muss. Namensgeber Rüdiger Brandenburg hatte 1963 gerade erst die Lehre beendet, als er den Garten- und Landschaftsbetrieb in Berlin-Lichterfelde gründete. Schon Brandenburgs Vater, Reinhold Brandenburg, hatte einen grünen Daumen, baute Obst an und betrieb eine Baumschule. 2009 verstarb Rüdiger Brandenburg. Seine Tochter Susanne, studierte Kommunikationswirtin, übernahm. 2013 zog der Berliner Betrieb dorthin, wo er dem Namen nach hingehörte: nach Brandenburg. In Neuseddin befand sich schon vorher der Betriebshof der Brandenburgs.

Simone Rändler arbeitet seit 2003 in dem 75 Mitarbeiter zählenden Betrieb. Die 49-Jährige ist eine von zwei Frauen und sozusagen Hüterin der Blumenpracht: Wenn sie nicht auf der Buga ist, pflegt sie die Anlagen im Britzer Garten. Während viele ihrer männlichen Kollegen auf Großbaustellen schuften, jätet sie, umgeben von Ausflüglern und Spaziergängern, Unkraut – „eine Arbeit, die sich manchmal wie Urlaub anfühlt“.

Gärtnern aus Tradition

Die Rüdiger Brandenburg GmbH ist eines der größten Unternehmen für garten- und Landschaftsbau in Berlin und Brandenburg.

Namensgeber Rüdiger Brandenburg stieg nach der Lehre in die Fußstapfen seines Vaters Reinhold, der seit 1911 eine Baumschule betrieb, und gründete 1963 seine eigene Gartenbaufirma in Berlin. Seit dessen Tod leiten Tochter Susanne Brandenburg und Frank Moebes das Unternehmen, das 2013 von Berlin-Lichterfelde nach Neuseddin (Potsdam-Mittelmark) umzog.

Der Name des Familienbetriebs mit über 50-jähriger Tradition ist Zufall: Die Brandenburgs stammen aus Berlin, konnten aber direkt vom Teltowkanal nach Brandenburg schauen.

Von Josefine Sack

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