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Brandenburg/Havel Edis-Haus soll 3,5 Millionen Euro kosten
Lokales Brandenburg/Havel Edis-Haus soll 3,5 Millionen Euro kosten
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19:10 29.10.2018
Markenzeichen des Edis-Gebäudes in der Steinstraße sind die allegorischen Figuren von Licht, Kraft und Wärme. Sie sind im Verkaufspreis von 3,5 Millionen Euro enthalten. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Es dürfte das zurzeit teuerste Haus auf dem Brandenburger Immobilienmarkt sein, zentral in der Innenstadt gelegen und den meisten Bewohnern bestens bekannt. Für eine Summe von 3,5 Millionen Euro bietet das Energieunternehmen Edis seinen markanten Gebäudekomplex in der Steinstraße 66/67 zum Verkauf an.

Das Unternehmen prüfe derzeit verschiedene Optionen für die Zukunft des Objekts, teilt auf Anfrage Immobilienmakler René Lindelaub mit, den Edis mit der Vermarktung der Liegenschaft beauftragt hat. Eine der Optionen ist der Verkauf.

„Bis zum Ende des Jahres 2018 wird der Hauptmieter unseres Objektes in der Steinstraße planmäßig ausziehen“, teilt Edis-Pressesprecher Horst Jordan mit. Hauptmieter in den Büroräumen ist das Call-Center Eon Energie Dialog. Das Mietverhältnis läuft im kommenden Dezember aus.

„Aus diesem Grund prüfen wir derzeit die Zukunftsoptionen für dieses Objekt ergebnisoffen“, betont Jordan. Ob die Immobilie am Ende von Edis verkauft wird, stehe noch nicht endgültig fest.

Den auf verschiedenen Immobilienplattformen genannten Verkaufspreis von 3,5 Millionen Euro hat den Angaben zufolge ein Gutachter für die Eigentümerin ermittelt.

Zwei Gasthöfe auf dem Areal

Im 19. Jahrhundert beherbergte das Grundstück in der Steinstraße zwei Gasthöfe.

Von 1825 bis 1926 war dort der Gasthof „Drei Linden“ in der Hausnummer 66 ansässig.

Gleich nebenan residierte bis 1846 der Gasthof „Zum Güldenen Ring“.

Den meisten Brandenburgern dürfte vor allem die Fassade des Geschäftshauses bekannt sein, das nur einen Steinwurf vom Neustädtischen Markt entfernt liegt. Mieter der Ladenlokale sind die Brandenburger Verkehrsbetriebe, die Stadtverwaltung und Polizei mit ihrem gemeinsamen Sicherheitszentrum (Citywache) und ein Reisebüro.

Über dem Eingang fallen vor allem die allegorischen Figuren auf, die für Licht, Kraft und Wärme stehen. Die Bedeutung kommt nicht von ungefähr, denn die Nutzung des 1928 bis 1929 erbauten lang gestreckten Hauses ist eng mit dem Thema Energie verbunden.

Die Hausnummer 67 diente bereits seit der Gründung im Jahr 1912 als Verwaltungsgebäude der Aktiengesellschaft „Elektricitätswerks Brandenburg (Havel)“. Der städtische Energieversorger kaufte das Nachbargrundstück und schuf nach etlichen Abbrucharbeiten 1929 den geräumigen Verwaltungsneubau. Nach der Wende übernahm erst die MEVAG (Märkische Energieversorgungs AG) und später das Versorgungsunternehmen Edis das Haus.

Das Grundstück der nach 1996 teilsanierten Immobilie wird komplett zu Geschäftszwecken genutzt. Außer dem bekannten Vorderhaus gibt es einen Seitenflügel, ein Quergebäude auf der Hofseite und ein weiteres, etwas später entstandenes rückwärtig gelegenes Quergebäude.

Bis auf das letztgenannte Haus stehen alle Gebäudeteile unter Denkmalschutz. Es ist nach städtischen Angaben so streng wie monumental gegliedert und weist expressionistische und neoklassische Formen auf.

Vieles im Gebäude stammt noch aus der Bauzeit vor 90 Jahren. Dazu gehören die meisten Fenster, die Treppen, Tische, Stühle und Schränke.

Das heutige Bürogebäude, das samt der Kaufnebenkosten eine Investition von fast vier Millionen Euro erforderlich macht, bietet fast 2600 Quadratmeter Nutzfläche. Im Hof, der von der kleinen Pauliner Straße aus zu erreichen ist, gibt es 27 Parkplätze.

Im 19. Jahrhundert beherbergte das Grundstück übrigens zwei Gasthöfe, nämlich von 1825 bis 1926 den Gasthof Drei Linden in der Hausnummer 66 und gleich nebenan bis 1846 den Gasthof Zum Güldenen Ring.

Von Jürgen Lauterbach

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