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Brandenburg/Havel Worüber sich der Nachwuchs im Amt beklagt
Lokales Brandenburg/Havel Worüber sich der Nachwuchs im Amt beklagt
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21:36 21.02.2018
Amtsbrandmeister Ronald Melchert (r.) beruft Sven Richter zum Amtsjugendwart. Stellvertreter ist Benjamin Reinholz (l.). Von der Ernennung erhoffen sich die Wehren neue Impulse für die Nachwuchsarbeit. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Amt Wusterwitz

Die Anschaffung von Einsatzbekleidung und der Neubau einer Fahrzeughalle in Rogäsen stehen 2018 im Mittelpunkt der Brandschutzinvestitionen. Das hat Amtsdirektorin Ramona Mayer auf der Jahresversammlung der freiwilligen Feuerwehren bekräftigt.

Traditionell blicken die Löschgruppen aus Wusterwitz, Bensdorf, Zitz, Rogäsen und Viesen bei einer gemeinsamen Veranstaltung auf das Vorjahr zurück und verständigen sich über wichtige Aufgaben für die Zukunft.

Das Einsatzgeschehen rund um den Orkan Xavier am 5. Oktober 2017 zog sich wie ein roter Faden durch die Berichte der Ortswehrführer. So erinnerte Michael Probst von den Rogäsener Kameraden an die Aufräumarbeiten auf der Verbindungsstraße nach Wusterwitz, die durch mehrere umgestürzte Bäume blockiert war.

„Von 16 bis etwa 23 Uhr waren die Feuerwehren im gesamten Amtsgebiet zur Gefahrenabwehr unterwegs“, erinnerte Amtsbrandmeister Ronald Melchert. Erstmals wurde in Wusterwitz eine technische Einsatzleitung eingerichtet, in der die von der Brandenburger Leitstelle per Fax kommenden Aufträge koordiniert und abgearbeitet wurden. Der Funkverkehr war zusammengebrochen.

Personalien

Bei der Jahresversammlung der Feuerwehren des Amtes Wusterwitz gab es folgende Beförderungen: Friedrich Schröder (Zitz), Sebastian Kulik (Neubensdorf) und Marko Bölkow (Viesen) zum Oberlöschmeister; Johannes Bordewig (Altbensdorf) und Glenn Graßau (Viesen) zum Oberfeuerwehrmann sowie Jens Stempowski (Wusterwitz) zum 1. Hauptlöschmeister. Denny Post (Viesen) und Michael Probst (Rogäsen) zum Oberbrandmeister.

In die Einsatzabteilung wurden als Feuerwehrmann-Anwärter übernommen: Jens Beier, Robert Hanschack, Pascal Janetzky, Marvin Schimmer und Reno Sumpf (alle Wusterwitz).

Es gab folgende Ernennungen: Klaus-Peter Bärmann zum Ortswehrführer in Bensdorf, Stellvertreter ist Jürgen Siemon. Sven Richter (Wusterwitz) zum Amtsjugendwart, Stellvertreter ist Benjamin Reinholz (Wusterwitz). André Dombrowsky zum Jugendwart in Zitz.

Stellvertretende Jugendwarte sind Philpp Dombrowsky in Zitz, Mario Püttmann-Voigt in Wusterwitz, Glenn Graßau in Viesen, Ricardo Friedrich in Rogäsen und Sebastian Kulik in Bensdorf.

Überschattet wurde die Arbeit in den Ortswehren vom Tod der beiden Feuerwehrleute aus Lehnin auf der Autobahn am 5. September 2017. „Das tragische Geschehen zeigte auf, wie gefährlich unsere Arbeit ist“, ließ der Viesener Feuerwehrchef Denny Post in seinem Rechenschaftsbericht wissen.

In Viesen wurden 1065 Euro für die Hinterbliebenen der ums Leben gekommenen Männer gesammelt. 500 Euro gab der Feuerwehrverein dazu. Leider habe die politische Diskussion über Entschädigungsfragen bislang keine konkreten Ergebnisse gebracht, waren sich die Kameraden einig.

Amtsbrandmeister Ronald Melchert und sein Stellvertreter Stephan Krauße befördern Sebastian Kulik (l.) aus Neubensdorf und Friedrich Schröder aus Zitz zum Oberlöschmeister. Quelle: Frank Bürstenbinder

Hans-Joachim Probst aus Rogäsen forderte die Einführung einer Ehrenrente für langjährige Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr. Die vom Land ins Spiel gebrachte Einführung von neuen Ausgehuniformen könne man sich dagegen sparen.

„Wir haben andere Sorgen. Unser Nachwuchs in der Jugendwehr trägt 20 Jahre alte Ausbildungsuniformen“, beklagte Probst. Von der Zitzer Feuerwehr monierte Alfred Knoblauch, dass die Ende 2017 ausgereichten neuen Helme nur für neun Kameraden gereicht hätten. Die Bensdorfer Jugendfeuerwehr wartet bislang vergeblich auf Wetterschutzjacken.

Sie werde die Probleme wegen fehlender Bekleidung mit in die Verwaltung nehmen, versprach Amtsdirektorin Mayer. Wann die Rogäsener in diesem Jahr mit dem Baubeginn für eine neue Fahrzeughalle rechnen können, ist noch unklar. Eine Realisierung über das Kommunale Infrastrukturprogramm (KIP) scheint erst einmal in weite Ferne gerückt zu sein.

„Die kurzfristige Aufforderung bis zum 6. März eine Entwurfsplanung vorzulegen, können wir unmöglich realisieren“, räumte die Verwaltungschefin ein. „Vielleicht müssen wir andere Förderwege gehen, wenn wir nicht sogar daran denken selbst zu bauen“, sagte Amtsbrandmeister Melchert.

Prekär wurden die Platzprobleme für die Rogäsener Feuerwehr durch den Verkauf der alten Schulimmobilie, die als Garage und Lagerplatz für Einsatzmittel diente.

Von Frank Bürstenbinder

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