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Brandenburg/Havel Ehrungen für Nowotny, Jumpertz und Weiß
Lokales Brandenburg/Havel Ehrungen für Nowotny, Jumpertz und Weiß
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19:20 27.06.2016
Herbert Nowotny (FDP) ist dienstältester Stadtverordneter. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

15 Brandenburger tragen bereits die Ehrenmedaille der Stadt, demnächst sollen die Nummern 16 bis 18 verliehen werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage haben die Stadtverordneten an diesem Mittwoch auf ihrem Tisch. So sollen im September Herbert Nowotny, Werner Jumpertz und Ingo Weiß geehrt werden. Sie gehören seit vielen Jahren zu den „Persönlichkeiten, die sich insbesondere auf politischem, wissenschaftlichem, wirtschaftlichem, sozialem, kulturellem, sportlichem oder humanitärem Gebiet Verdienste erworben haben, die geeignet sind, das Ansehen der Stadt zu mehren, das Wohl ihrer Einwohner oder die Entwicklung der Stadt zu fördern“ und an die „die Ehrenmedaille der Stadt Brandenburg an der Havel verliehen werden“ kann. So steht es in der Ehrenordnung der Stadt.

Herbert Nowotny gestaltet als „dienstältestes“ Mitglied der Stadtverordnetenversammlung seit rund drei Jahrzehnten das politische und gesellschaftliche Leben in seiner Heimatstadt aktiv mit. Er wird von vielen Brandenburgern als das lokale „Gesicht der FDP“ bezeichnet. Aufgrund seines großen Erfahrungsschatzes und seiner Überzeugungskraft wird Nowotny seit vielen Jahren über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg als geachtete und anerkannte Persönlichkeit geschätzt. Er war in mehreren Legislaturperioden Mitglied des Ältestenrates und des Hauptausschusses, zudem aktiv im Aufsichtsrat des Klinikums und der Technischen Werke. In diesen Funktionen hat er sich für viele nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte stark gemacht.

Werner Jumpertz Quelle: Archiv

Werner Jumpertz trat am 23. September 1998 trat seinen Dienst als Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe VBBr an. Er übernahm das Unternehmen in einer äußerst komplizierten Situation, denn Brandenburg an der Havel stand damals mit dem Streik bei den Verkehrsbetrieben bundesweit im Fokus der Öffentlichkeit. Dank seiner ausgeprägten Fähigkeit zur Konfliktbewältigung trug der erfahrene Verkehrsexperte maßgeblich zur Lösung des Tarifkonfliktes bei.

Dann widmete sich Jumpertz der Errichtung eines neuen zeitgemäßen Betriebshofes an der Upstallstraße. Zudem richtete er das Unternehmen strategisch neu aus– der nachfrageorientierte Fahrplan führte bis zum Jahr zu einer deutlichen Reduzierung des städtischen Zuschusses an die VBBr. Jumpertz sorgte für die Modernisierung und Erneuerung des „rollenden Materials“ und zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur verbunden. Allein im Vorfeld der Bundesgartenschau wurden rund zehn Millionen Euro investiert – am Hauptbahnhof, am Nicolaiplatz und an der Jahrtausendbrücke. Jumpertz engagiert sich zudem in Kommunalpolitik, Kultur und im Sport. So ist er als Vorsitzender des Stadtsportbundes Ansprechpartner für fast 100 Vereine mit mehr als 10 000 Mitgliedern. Als Leiter einer Arbeitsgruppe koordiniert er in der Stadt alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern.

Ingo Weiß Quelle: privat

Ingo Weiß und der 1996 gegründete Bürgerbeirat Walzwerksiedlung/Quenz/Klingenbergsiedlung sind untrennbar miteinander Der heute 73-jährige frühere Elektriker ist seit zwei Jahrzehnten Ideengeber und Sprachrohr des ehrenamtlichen Gremiums. Er und seine Mitstreiter verstehen sich als direkte Ansprechpartner im Wohngebietes. Sie bündeln Hinweise und Wünsche, leiten diese an die Stadtverwaltung und die Wohnungsunternehmen weiter. Besondere Schwerpunkte sind Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit.

Seit vielen Jahren werden im Wohngebiet regelmäßig Putzaktionen organisiert, an denen sich viele Einwohner beteiligen und die von lokalen Firmen unterstützt werden. Der Bürgerbeirat Walzwerksiedlung/Quenz/Klingenbergsiedlung und insbesondere sein Sprecher Weiß unterstützten im Jahr 2007 die vom Sicherheits- und Präventionsrat der Stadt initiierte zweiwöchige Befragung zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Menschen. Weiß gehört zu den Brandenburgern, die sich bereits vor Monaten klar und deutlich zur Flüchtlingsthematik äußerten und für eine Integration warben. Mit Verantwortlichen der Stadt wurde mehrfach vor Ort beraten, wie der Bürgerbeirat von Anfang an die im Wohngebiet entstehende Flüchtlingsunterkunft begleiten und die Arbeit der Helfer unterstützen kann.

Von André Wirsing

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