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Brandenburg/Havel Ein Geschenk, das man nicht einfach aufgibt
Lokales Brandenburg/Havel Ein Geschenk, das man nicht einfach aufgibt
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02:16 09.08.2015
Der schlichte Zaun soll bleiben – als Schutz vor Vandalen. Quelle: foto. VOLKMAR MALOSZYK
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Brandenburg an der Havel

Der Zaun soll bleiben. Für den Erhalt und den Schutz des künftigen Bürgerparks Marienberg spricht sich nun die Stadtspitze geschlossen aus. „Ich möchte den Zaun am Marienberg stehenlassen, sogar den zum die Johanniskirche. Wir haben so schöne Plätze geschaffen, die wir nicht einfach hergeben. Mir wäre sogar an einer Diskussion darüber gelegen, ob wir besser keine Hunde auf dem Marienberg zulassen“, sagt Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann.

„Die Nachnutzung wird im Wesentlichen davon abhängen, ob die Stadtverordneten in ihrer Mehrheit diesen Standard weitgehend halten will – das ist eine Haushaltsdiskussion. Wir schreiben derzeit die Grünflächenpflege in der Stadt aus. Es gibt entsprechende Konzepte, insbesondere für die Parkanlagen am Marienberg“, sagt der Stadtentwicklungsbeigeordnete Michael Brandt. Das sei natürlich mit Aufwand verbunden, im Gegenzug müsste für Teilflächen über Renaturierung und Wildblumenwiesen diskutiert werden. „Ich halte es für eine gute Idee, diesen Zaun stehenzulassen und ihn zu bestimmten Zeiten zu schließen. Ansonsten ist es ein unkontrollierter Bereich, der nach unseren Erfahrungen mit öffentlichen Arealen in Größenordnungen von Vandalismus befallen sein.“ Die Frage nach einem Eintrittsgeld sei ohnehin entschieden - für ein kostenloses Betreten „Der berühmte Euro ist teurer als auf ihn zu verzichten, weil man dafür Infrastruktur vorhalten muss.“

Würde sich bis zum Ende der Bundesgartenschau eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung für den Erhalt des Zaunes finden, dann würde die Stadtspitze auch Geld dafür finden, sagt Brandt.

Gut möglich, dass zur SVV alle schlauer sind. Im Zweckverband werden derzeit die Preise ermittelt für die Umzäunung des Marienbergs, aber auch des Weinbergs, sagt Geschäftsführer Erhard Skupch. Anhand dieser Zahlen hätte der Zweckverband eine Verhandlungsbasis, nähere Zahlen will der Geschäftsführer nicht nennen. Dem Vernehmen nach würde allein die Marienberg-Einzäunung etwa 50.000 Euro kosten. Doch steckt Skupch in der Klemme: Beim Zweckverband ist mal wieder das Geld knapp geworden, man ist also daran interessiert, möglichst viel zu stolzen Preisen zu verkaufen. Andererseits ist die finanzielle Lage der Kommunen bekannt. Sind die Preise zu hoch, springen sie ab. Dann wiederum bliebe der Verband auch auf den Kosten fürs Demontieren, Transportieren und Einlagern sitzen. Die Verhandlungspartner werden aufeinander zugehen, ist sich auch Dietlind Tiemann sicher.

Von André Wirsing

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