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Ein Hingucker: Strümpflers Weihnachtshaus

Faible für Adventsdeko Ein Hingucker: Strümpflers Weihnachtshaus

Das Weihnachtshaus in der Damsdorfer Hauptstraße ist ein Hingucker für Spaziergänger und Autofahrer. Für Doris Strümpfler gehört das Dekorieren zu Weihnachten wie das Plätzchenbacken. „Ich habe meinen Spaß und finde es schön, wenn sich andere erfreuen“, sagt die 62-Jährige.

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Doris Strümpfler mit Enkelin Sarah vor ihrem Weihnachtshaus in der Damsdorfer Hauptstraße 12.

Quelle: Claudia Nack

Damsdorf. Große und kleine Weihnachtsmänner mit und ohne Schlitten, künstliche Girlanden, echte Adventskränze, Glocken, Kugeln, Lichterschläuche, Pinguine, Rehe, Schneemänner. Die zweckentfremdeten Weihnachtsplatzdeckchen haben als Zaun-Deko ihre zweite Saison. Wenn jemand nicht gleich weiß, wo Doris Strümpfler in der Damsdorfer Hauptstraße wohnt, braucht sie nur zu sagen im Weihnachtshaus.

„So wie es draußen aussieht, ist es bei uns auch drinnen“, sagt die 62-Jährige. „Das Dekorieren macht mir einfach Spaß und ich finde es toll, wenn sich auch andere daran erfreuen können.“ Autofahrer halten an, steigen aus und fotografieren die abends und morgens beleuchteten Figuren im Vorgarten. Eltern mit Kindern, aber auch Ältere bleiben beim Spazierengehen stehen und staunen. Sogar Zettel wurden in den Briefkasten der Strümpflers gesteckt mit der Bitte weiterzumachen und sich für das nächste Jahr wieder etwas Neues einfallen zu lassen.

Nicht kitschig, sondern schön

„Kitschig finde ich es nicht, sondern schön. Es gehört für mich zu Weihnachten dazu wie das Plätzchenbacken“, sagt die gelernte Konditorin, die mit ihrem Mann seit 20 Jahren einen mobilen Handel mit exotischen Fleischspezialitäten betreibt. Auch beim Backen war sie mit 58 verschiedenen Sorten Plätzchen und 27 Stollen fleißig. „Für die Familie und für Stammkunden“, erklärt die aufgeschlossene Frau, die sechs Kinder und vier Enkel hat.

„Los ging es mit dem Schmücken als wir 1996 nach Damsdorf in dieses Mietshaus gezogen sind“, erzählt die gebürtige Belzigerin. Erstes Stück war der mannsgroße Kunststoff-Weihnachtsmann, in den sie sich auf einem Polenmarkt verguckte und an dem ihr Herz noch heute hängt. „Den hat nicht jeder. 250 Mark kostete er damals.“ Von Jahr zu Jahr wird es mehr. In Läden gekauft, auf Weihnachtsmärkten erstanden oder von anderen ausrangiert. Ihr Gatte Horst lässt sie gewähren, spendiert die eine oder andere Neuanschaffung.

Das Schmücken ist Frauensache

Das Herausputzen des Hauses ist Frauensache. „Anfangs habe ich es noch selber gemacht, aber mittlerweile ist es allein nicht mehr zu schaffen“, sagt sie. Zum Heinzelfrauenteam gehören ihre Zwillingstöchter Anja und Katja (32) und die 21-jährige Enkeln Sarah. 25 Kisten und etliche Kartons mit Weihnachtssachen warten in der alten Feuerwehr jedes Jahr auf ihren Einsatz. Darunter allein etwa hundert Weihnachtsmänner, zig Schwibbogen und einige Krippen. Großkampftag bei Strümpflers ist Samstag vor dem ersten Advent. Dann werden Vorgarten und Haus an einem Tag weihnachtlich aufgerüstet, dabei Küche, Bad und Schlafzimmer nicht ausgespart. Die Küchenstühle kriegen sogar putzige Zipfelmützen-Hussen und Weihnachtssöckchen angezogen.

Mit diesem großen Weihnachtsmann fing vor 20 Jahren  alles an

Mit diesem großen Weihnachtsmann fing vor 20 Jahren alles an.

Quelle: C. Nack

Heiligabend wird in Familie gefeiert. „Da wir diesmal 14 Leute sind, müssen wir auf die kleine Garage ausweichen, die ebenfalls dekoriert ist.“ Statt Kartoffelsalat und Würstchen gibt es nach der Bescherung diesmal Filet im Blätterteig und Lammspieße und nach dem Essen wie immer Gesellschaftsspiele. „Am 1. Januar kommt die Deko mit Hilfe der Mädels wieder ab“, erzählt Doris Strümpfler, die auch Puppen, Kaffeekannen und Tierfiguren gesammelt hat, aus Platzgründen aber auf Wandvasen umgestiegen ist. Ihre Sammelleidenschaft erklärt sie aus einer tiefen Kindheitssehnsucht heraus. Natürlich wird auch Ostern dekoriert. „Aber nicht ganz so doll.“

Weihnachtspostkasten im nächsten Jahr

Im nächsten Jahr will sie für den Adventsgarten den aufblasbaren Riesen-Ruprecht reaktivieren, einen großen Adventskranz binden und einen Weihnachtspostkasten eröffnen. „Kinder können dann Wunschzettel ihre hineinwerfen, die ich nach Himmelpfort schicke.“

Von Claudia Nack

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