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Ein Krug kommt nach Hause

Schenkung an Heimatverein Ziesar Ein Krug kommt nach Hause

Überraschung für die Kultur- und Heimatfreunde! Christa und Willi Gottwald aus Hilden bei Düsseldorf machten dem Verein bei einem Besuch ihrer alten Heimatstadt Ziesar eine Schenkung. Und zwar einen rund 100 Jahre Krug aus Ziesarer Produktion, der jetzt im Heimatmuseum steht.

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Willi und Christa Gottwald mit ihrem Krug.

Quelle: Silvia Zimmermann

Ziesar. Überraschung für die Kultur- und Heimatfreunde! Christa und Willi Gottwald aus Hilden bei Düsseldorf machten dem Verein bei einem Besuch ihrer alten Heimatstadt Ziesar eine Schenkung. Und zwar einen Krug, der jetzt im Heimatmuseum steht. „Diesen Krug haben wir zu DDR-Zeiten in Ziesar im gebrauchten Zustand gekauft. Jetzt soll er wieder seinen Platz in der Stadt bekommen, wo er einst in der Töpferei von Friedrich Wilhelm Schulze hergestellt wurde“, wünschen sich die Eheleute.

Das Paar wohnt seit 1959 in Hilden. In seiner Wohnung bekam der Krug einen Ehrenplatz. Denn das Heimweh von Christa Gottwald nach Ziesar, der Stadt ihrer Jugend, war noch groß. Christa wurde 1941 in einem Haus im Fiener Weg in Ziesar geboren und wuchs bei ihren Großeltern Ahrendholz auf.

„Ich bin in Ziesar zur Schule gegangen. An einige Klassenkameraden kann ich mich noch erinnern, wie Klaus Reuschel oder Regina Hohenstern, verheiratete Kasties. Das war meine beste Schulfreundin. Was haben wir uns gekloppt. Aber wir haben immer zusammengehalten. Leider verloren wir uns dann aus den Augen“, erzählte die 75- jährige Rentnerin.

Die Eheleute aus Hilden schauten sich Ziesar an, und waren über die sauberen Straßen erfreut. „In unserer Stadt Hilden ist es schmutziger, Papier und Hundekot liegen herum“, sagten die beiden Senioren. Christa erzählte auch, dass sie im alten Schwimmbad bei Helmut Leßmann das Schwimmen für acht Mark erlernt hatte. Ihr Ehemann Willi kam 1957 zufällig nach Ziesar. Da lernten sich die jungen Leute kennen und auch lieben. Es hatte gleich gefunkt zwischen uns. 1959 erfolgte die Trauung in der Burgkapelle. „Wir sahen aber für unsere junge Familie keine Perspektive in Ziesar. Deshalb zogen wir zu den Eltern meines Mannes nach Hilden, wo auch unsere drei Kinder aufwuchsen“, berichtete Christa Gottwald bei ihrem Besuch in Ziesar. Ehemann Willi ist mittlerweile 80, aber noch rüstig. Die fünfstündige Autofahrt bewältigte er noch selbst.

Der Gottwaldsche Krug, der rund 100 Jahre sein könnte, wird im Heimatmuseum auf dem Wirtschafthof einen ehrenvollen Platz erhalten. Vor kurzen überreichte dem Kultur- und Heimatverein Ziesar die Familie Alfred Wegener einen ähnlichen Krug, der in der selben Töpferei hergestellt wurde. Beide Krüge sind Originale und künden von der Zeit, als Ziesar eine Hochburg der Keramikherstellung war.

Von Silvia Zimmermann

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