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Brandenburg/Havel Ein Kruzianer auf Heimatbesuch
Lokales Brandenburg/Havel Ein Kruzianer auf Heimatbesuch
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17:18 30.06.2015
Mit Stolz trägt Victor (10) seinen Kruzianer-Pullover. Quelle: P. Rißling
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Brandenburg an der Havel

Dass der Chor Jungs aus anderen Teilen des Landes aufnimmt, ist auch heute noch etwas Besonderes. Seit zwei Jahren lebt Victor nun das entbehrungs-, aber auch ruhmreiche Leben eines Kruzianers. Nicht ohne Stolz zeigt er seinen proppevollen Wochenplan, der zeigt, wie straff organisiert der Tagesablauf eines echten Kruzianers ist. Neben dem normalen Unterricht, den Victor am Evangelischen Kreuzgymnasium absolviert, finden sich darauf 13 Chorproben in der Woche, dazu individuelle Gesangs- und Klavierstunden.

„Das ist schon manchmal anstrengend“, sagt Victor fast schon beiläufig. Viel lieber erzählt er von den vielen Reisen und Auftritten, die er mit dem Kreuzchor bereits absolviert hat. Die nun anstehende Tour der Knaben durch die Republik ist jedoch auch für ihn ein besonderes Erlebnis. Das erste Mal zehn Tage am Stück mit dem Chor unterwegs – und dann startet die Tournee auch noch in Victors Heimatstadt!

Die Eltern werden – natürlich – da sein, die Großeltern, Freunde. Besonders aufgeregt ist der Nachwuchs-Sopran deshalb aber nicht. Vielmehr freut sich Victor, dass er diese eine Nacht zuhause verbringen darf. Bevor ihn die Tour weitere zehn Tage durchs Land führt. Und danach? „Dann sind Ferien“, strahlt Victor, der gleichzeitig aber schon Richtung Herbst schielt, wenn der Chor sich auf seine traditionelle Chinareise begibt. Freie Zeit hat er sich nach einem langen Schul- und Musikjahr redlich verdient.

Termin

Der Knabenchor gastiert am Donnerstag um 19.30 Uhr in der Sankt-Katharinen-Kirche.

Niemand weiß das besser als Gottfried Chemnitzer, denn Victors Vater ist gebürtiger Dresdner – und war, wie schon sein Vater, ebenso Kruzianer. „Klar ist man stolz, wenn der eigene Sohn auch diese Richtung einschlägt“, sagt er.

Wobei Victor aufgrund der familiären Vorbelastung keinerlei Vorschusslorbeeren genoss. „Er musste, wie jeder andere auch, eine Aufnahmeprüfung absolvieren.“ Das Talent war da, es wurde ihm in die Wiege gelegt. Dennoch musste er, damals siebenjährig, eisern für die Aufnahme ackern. Ein ganzes Jahr lang übte er so Musiktheorie, das Klavierspiel, Stimm-technik – und überzeugte schließlich so sehr, dass er Aufnahme in den erlauchten Kreis des hochtalentierten Knabenchors fand.

Der Dresdner Kreuzchor

Mit fast 800 Jahren ist der Dresdner Kreuzchor einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt.
Seine wichtigste Aufgabe: Vespern und Gottesdienste in der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt zu begleiten.
Beim Konzert in Brandenburg erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms.
Darüber hinaus spielt Kantor Fred Litwinski Werke von Dietrich Buxtehude und Friedrich Oskar Wermann.

Dass seine erste große Tour ihn nun neben Berlin, Halberstadt und Wittenberg auch in seine Heimat führt, schließt nun gewissermaßen den Kreis für die Familie, die ihren Sohnemann nur alle vier bis sechs Wochen bei sich zuhause hat. Besonders dem sechsjährigen Justus ist der Stolz auf den großen Bruder anzumerken. Für ihn steht fest, was er in zwei Jahren macht – er will ebenso Kruzianer werden.

Von Philip Rißling

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