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Ein Pflichttermin für halb Kirchmöser

Fachmesse Innotrans in Berlin Ein Pflichttermin für halb Kirchmöser

In der kommenden Woche setzt sich halb Kirchmöser in Bewegung. Die Innotrans 2016 vom 20. bis 23. September in Berlin ist ein Pflichttermin für alle Unternehmen, die mit Eisenbahn, Schienen und Gleisen zu tun haben. Firmen wie das Weichenwerk, die Gleisbaumechanik und Wirthwein präsentieren Neuheiten.

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Ein Blick ins Brandenburger Weichenwerk. Das Voestalpine-Unternehmen zeigt auf der Innotrans exklusiv eine Neuheit.

Quelle: Voestalpine BWG

Brandenburg/H. In der kommenden Woche setzt sich halb Kirchmöser in Bewegung. Die Innotrans 2016 vom 20. bis 23. September in Berlin ist ein Pflichttermin für alle Unternehmen, die mit Eisenbahn, Schienen und Gleisen zu tun haben. „Es ist ein Muss, an dieser Messe teilzunehmen“, sagt Sabine Dietze, die bei der GBM Gleisbaumechanik Brandenburg das Marketing und den Vertrieb leitet.

Größter Arbeitgeber in Kirchmöser ist mit rund 350 Beschäftigten die Voestalpine BWG GmbH, das Weichenwerk. Die Weichenbauer aus Kirchmöser werden gleich am ersten Messetag eine Neuheit präsentieren. Das Geheimnis wird vorher nicht gelüftet, sagt Oliver Kraft, Sprecher der Geschäftsführung.

Kein Geheimnis ist, dass der zum Voest-Alpine-Konzern gehörende Weichenproduzent den Messer Besuchern drei Exponate zeigen wird – unter anderem Teile einer Weiche. Mit einer kompletten Weiche würde es schwierig, denn die könnte bis zu hundert Meter lang sein. Sogenannte Rippenglätter dienen dazu, dass der Körperschall auf Hochgeschwindigkeitsstrecken reduziert wird.

Auch wenn auf einer solchen Messe schon längst keine direkten Aufträge mehr akquiriert werden, ist die Innotrans für Voestalpine und das Weichenwerk in Kirchmöser unverzichtbar. In erster Linie gehe es darum, die Bestandskunden zu pflegen, also die Deutsche Bahn, die holländische und die dänische Staatsbahn sowie kommunale Anbieter. „Wir möchten aber auch neue Kunden für uns interessieren, das ist wichtig im Hinblick auf künftige Ausschreibungen“, sagt Oliver Kraft.

Das Werk in Kirchmöser verzeichnet nach Krafts Worten derzeit eine stabile Auftragslage und Umsatzentwicklung. Vor wenigen Wochen wurden zwanzig Auszubildende. Mit Hochgeschwindigkeit wird daran gearbeitet, die neue große Investition zu installieren: eine neue Fräsmaschine mit einem Investvolumen von fast vier Millionen Euro.

Zweiter großer Kirchmöser-Player auf der diesjährigen Innotrans ist die GBM Gleisbaumechanik. Auf dem Außengelände werden der Hochgeschwindigkeitsfräszug HSM und der Drehhobel D-Hob ausgestellt. Für beide Fahrzeuge wurde im Auftrag der Firma Schweerbau im Brandenburger GBM-Werk das Fahrzeugkonzept entwickelt, das Fahrzeug gebaut und zugelassen, berichtet Sabine Dietz.

Am GBM-Stand werden weitere Projekte wie die Gleisarbeitsfahrzeuge, welche die Gleisbaumechanik Mitte der 90er bis 2002 in Kirchmöser für die Deutsche Bahn gebaut hat, zu sehen sein. „Durch Neuaufbau und Modernisierung erstrahlen sie im neuen Glanz“, verspricht die Marketingchefin. Als weitere Projekte nennt sind die Fahrzeugbau, Instandhaltung und Service.

Für das Unternehmen ist die Messe ein Muss, weil dort neue Kundenkontakte geknüpft werden, eventuell erste konkrete Absprachen zu Aufträgen oder neuen Projekten erfolgen und insgesamt der Bekanntheitsgrad steigt. Die GBM, die schon seit 1996 auf der Innotrans vertreten ist, habe mit der Messe sehr gute Erfahrungen gemacht.

Mit einigen technischen Neuheiten will die Wirthwein AG aus Creglingen aufwarten. Beteiligt an der standortübergreifenden Präsentation ist auch ihr Werk in Kirchmöser, wie Marketingleiterin Daniela Pfeuffer mitteilt. Wirthwein präsentiert in Berlin zwei der sechs Geschäftsfelder: Bahn und Innenausbau.

Das Unternehmen produzieren Kunststoffkomponenten im Spritzgussverfahren zur Befestigung der Schienen auf den Schwellen. Anwendug finden sie auf Hochgeschwindigkeitsstrecken, auf denen Züge mit bis zu 350 Stundenkilometern fahren. Beliefert werden Eisenbahngesellschaften in aller Welt.

Messebesucher erhalten am Wirthwein-Stand ein kleines Geschäfts, mit einer Minispritzgießmaschine produziert kleine Winkelführungsplatten, in die ein Magnet verpresst wird, eine Komponente im Gleisoberbau.

Andere große Unternehmen mit Niederlassungen oder Zweigwerken in Brandenburg werden ebenfalls in Berlin vertreten sein. Dazu gehören Rail One, die in Kirchmöser Bahnschwellen produzieren, die DB Systemtechnik, die diesmal aber keinen besonderen Kirchmöser-Schwerpunkt haben wird, und die Villmann-Gruppe mit ihrem Serviceunternehmen FWB Fahrzeugwerk Brandenburg.

Die junge Firma Havel Metal Foam wir die Anwendungsmöglichkeiten ihres Aluminiumschaum-Sandwiches im ICE vorstellen. Die IHK Potsdam präsentiert Bahninnovationen aus Berlin und Brandenburg. Die städtische Wirtschaftsförderung hat ebenfalls einen Stand auf der Fachmesse

Von Jürgen Lauterbach

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