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Ein Skaterleben in West und Ost

Brandenburg an der Havel Ein Skaterleben in West und Ost

Der Skater Christian Heise hat im westfälischen Münster zu seiner Passion gefunden – und in der Stadt Brandenburg daraus einen gewerblichen Beruf gemacht. Der 36-jährige gebürtige Brandenburger gilt als einer der besten Skater in Deutschland. Er kann mittlerweile von diesem Sport leben.

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Christian Heise in seinem Brandenburger Skateshop. Er belegte Top-Plätze auf Wettbewerben.

Quelle: Melanie Höhn

Brandenburg/H. Christian Heise ist mit seinem vor rund zwei Jahren eröffneten Skaterladen von der Hauptstraße in die Große Münzstraße umgezogen. Er selbst ist mit dem Sport verwachsen und fährt mit seinen 36 Jahren weiterhin noch auf seinem Brett. Heise ist ein herausragender Skater, einer der besten in Deutschland: Nachdem er den zweiten Platz in den „German Freestyle Championships“ 2011 und den siebten Platz bei der Weltmeisterschaft in Malmö gewann, kamen Sponsoren auf ihn zu, was ihm ermöglicht, von dem Beruf als Skateboardfahrer zu leben. Heise hat sich in seiner Laufbahn auf Freestyle konzentriert, dass heißt: das Fahren ist eher auf Tricks ausgelegt.

Der gebürtige Brandenburger floh ein halbes Jahr vor der Wende mit seiner Mutter und seiner Schwester in die Stadt Ahlen, die 30 Kilometer von Münster entfernt liegt. Münster war in den 80er und 90er Jahren eine große Metropole für deutsche Skateboarder. Mit elf Jahren hatte Christian Heise sein erstes Board, fuhr nach zwei bis drei Jahren schon Rampen herunter und dachte sich Tricks aus. Weil das Skateboardfahren in den 90er-Jahren an Popularität einbüßte, schenkten ihm Freunde hochwertige Bretter, die er sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht leisten konnte.

Skater Christian Heise

Skater Christian Heise

Quelle: Melanie Höhn

Seine Familie hielt sein Interesse eher für einen kurzzeitige Aktivität. Doch er selbst dachte nicht daran aufzuhören. Während er als Jugendlicher weiter trainierte, machte er eine Ausbildung zum Koch. 2002 zog ihn das Heimweh zurück nach Brandenburg. Noch im selben Jahr fuhr er seinen ersten Contest. Von da an führten ihn die Touren und Wettbewerbe rund um die Welt.

2015 konnte der zweifache Vater seinen Traum verwirklichen und ein Geschäft eröffnen für Skateboards, Kleidung und Zubehör. Seine Zielgruppe sei groß, sagt Christian Heise. Auch 50-jährige Skater gehören dazu. Heise veranstaltet mit seinen Mitarbeitern im Land Brandenburg Wettbewerbe und Workshops.

Von Karl Litwinski

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