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Ein Sommernachtstraum auf dem Rietzer Berg

Szenische Lesung im Wald Ein Sommernachtstraum auf dem Rietzer Berg

Theater im Wald auf dem Rietzer Berg? Geht das? In Kooperation mit dem Brandenburger Theater wurde aus der Idee eines Theaterstücks eine Lesung mit lebenden Bildern. Das Publikum wird ein Wandeltheater erleben und durch den märchenhaften Wald geführt. Dabei nehmen Hermia, Helena, Lysander und Demetrius Gestalt an. Man darf gespannt sein.

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Eben noch Waldelfen, sind Stephanie Krause (von links), Christine Franz und Marlies Konrad schon wieder zu Helena, Hermia und Lysander geworden.

Quelle: Ina Schidlowski

Brandenburg/H. Mendelssohns romantische Schauspielmusik tönt durch den Wald. Elfen, springen hinter Bäumen hervor. Die Elfenkönigin Titania rauscht in ihrer lila Robe heran und auch Oberon, der Elfenkönig mit seinem trickreichen Gehilfen Puck kreuzt auf. „Ihr wolltet spielen“, ruft Schauspielerin und Regisseurin Christiane Ziehl mit lauter Stimme durch die Szenerie, „jetzt müsst ihr spielen“.

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Auf dem Rietzer Berg bei Brandenburg an der Havel wird für die Szenische Lesung „Ein Sommernachtstraum“ geprobt. Die MAZ war dabei.

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Die neun Darsteller, allesamt Mitglieder des Kunstvereins „Rietzer Berg“ stecken in prachtvollen Kostümen, schwitzen in der Mittagshitze und gehen auch ein viertes, fünftes und sechstes Mal zurück auf ihre Plätze, um erneut voller Leichtigkeit aus dem Walddickicht hervor zu hüpfen.

„Bleib stehen, jetzt erst drehst Du Dich um. Dann sprichst Du.“ Christiane Ziehl ist Profi und gibt sich nicht so schnell zufrieden. Und noch einmal wird die Musik eingeschaltet, wieder ein neuer Versuch. „Wir hatten selbst die Idee dieses Stück aufzuführen“, sagt Jens Bödeker. Der Landschaftsarchitekt, der viele Monate im Jahr in Saudi-Arabien arbeitet und die Wüste dort wieder begrünen will, ist der Eigentümer des 40 Hektar großen Geländes auf dem Rietzer Berg.

In Kooperation mit dem Brandenburger Theater wurde aus der Idee eines Theaterstücks eine Lesung mit lebenden Bildern.

Die Schauspieler Christiane Ziehl, Corinna Breite, Oliver Breite und Lucas Weißbach lesen auf den vier Bühnen des Waldgartens aus Franz Fühmanns Fassung von „Ein Sommernachtstraum“.

Termine am Wochenende

Am Freitag 29. Juli und Samstag 30. Juli ist im Rahmen der Reihe „In Gärten gelesen“ Franz Fühmanns „Ein Sommernachtstraum“ zu erleben. Die szenische Lesung findet im Waldgarten Rietzer Berg statt. Karten an der Theaterkasse oder vor Ort. Es lesen Christiane Ziehl, Corinna Breite, Oliver Breite und Lucas Weißbach Weitere Infos unter: www.rietzerberg.de

Das Publikum wird ein Wandeltheater erleben und durch den märchenhaften Wald geführt. Dabei nehmen Hermia, Helena, Lysander und Demetrius Gestalt an. Die Handwerker proben, wie bei Shakespeare, ihr Stück im Wald und Puck treibt, von Oberon angestiftet, sein Liebesverwirrspiel,.

Heidrun Kunert steckt bereits in einer Handwerkerverkleidung. Sie hat die Kostüme erdacht, die nun unter uralten Eichen, Robinien, Kastanien und zwischen märkischen Gräsern eine erstaunliche Wirkung entfalten. Viel Zeit bleibt nicht. Hier und da eine kleine Änderung. Die Eselsmaske wird noch vollendet. Die zweite Probe läuft und eine heiße Sonne scheint gnadenlos vom Sommerhimmel. „Wir haben nur zwei Probetermine“, sagt Bödeker und sieht dabei ziemlich zuversichtlich aus. Eine Generalprobe sei noch geplant, bevor die Lesung am Freitag und Sonnabend stattfindet, erklärt er. Ab 18 Uhr ist Einlass. „Es gibt Gegrilltes und einen Begrüßungselfentrunk und man kann sich im Garten umschauen“.

Das ist auf jeden Fall empfehlenswert. Denn Bödeker hatte die Idee, Wasser auf den Rietzer Berg zu bringen. So schlängelt sich ein blaues Band zwischen den beiden Wohngebäuden hindurch und ergießt sich im „Pool der Unendlichkeit“. Laufenten baden und tauchen darin.

Sichtachsen gewähren einen Blick über die Felder Richtung Wust und Gollwitz. Auf dem Pilzweg sind Kunstobjekte zu entdecken, es gibt Gemüsebeete, ein Labyrinth aus Rasenwegen, eine Hobbit-Höhle und Esel. Sie heißen Braunie und Knospe. Egal wo man hinschaut, es gibt immer neues zu entdecken.

Und Toiletten, Sitzmöglichkeiten, Regenvariante? Es ist für alles gesorgt, versichert Bödeker, auch wenn er nicht gerne über das Wetter reden mag. Aber über gutes Schuhwerk, das sei schon wichtig. Das Gelände ist hügelig und man ist eben im Wald. Mücken wohnen natürlich auch auf dem Rietzer Berg.

Noch immer herrscht ein Liebes-Durcheinander, streiten Lysander und Demetrius um Helena. Braunie oder Knospe kommentieren das iahend aus dem Hintergrund und Puck, alias Jens Bödeker testet schon mal die Nebelmaschine.

Ein herrliches Spektakel, das es jedoch erst einmal zu finden gilt. Mit dem Auto am besten auf der B102 stadtauswärts bis zum Ortsteil Schmerzke fahren. Dort nach Rietz abbiegen. Auf der Rietzer Straße nach etwa 1,5 Kilometer, in Höhe des Gewerbegebietes und der Bushaltestelle, hinter dem Maisfeld nach links auf den Feldweg abbiegen. Ein Schild weist den Weg.

Von Ina Schidlowski

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