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Ein Todesfall überschattet die Einheitsfeier

Brandenburg an der Havel Ein Todesfall überschattet die Einheitsfeier

Die Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit am Dienstag im Brandenburger Dom wurde überschattet von einem Todesfall in der Familie der neuen Dompfarrerin Susanne Graap. Ihr Ehemann starb in der Nacht zu Sonntag im Alter von nur 52 Jahren. Eine Untersuchung kurz zuvor in der Notaufnahme hatte keine Hinweise auf seinen lebensbedrohlichen Zustand gegeben.

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So kannten die Neuruppiner Thomas Graap.

Quelle: Peter Geisler

Brandenburg/H. Die Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit am Dienstag im Brandenburger Dom wurde überschattet von einem Todesfall in der Familie der neuen Dompfarrerin Susanne Graap. Ihr Ehemann starb in der Nacht zu Sonntag im Alter von nur 52 Jahren. Mehrere Untersuchungen kurz zuvor in der Notaufnahme hatten keine Hinweise auf seinen lebensbedrohlichen Zustand gegeben.

Susanne Graap (53) ist im Begriff, ihre neue Stelle als Pfarrerin der Domgemeinde in Brandenburg/Havel anzutreten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann war sie gerade dabei, umzuziehen und sich an ihrem neuen Wohnort auf der Dominsel einzurichten.

Am Sonntag wollte sich die evangelische Geistliche mit einem Gottesdienst in der Neuruppiner Klosterkirche von der Gemeinde und dem Kirchenkreis Wittstock-Ruppin verabschieden, wo sie seit 2011 tätig gewesen ist. Doch leider kam alles ganz anders.

Mit Schmerzen in die Notaufnahme

Soweit bekannt, plagten Thomas Graap am vergangenen Samstag Schmerzen in der Brust. Daher stellte er sich in der Notaufnahme des städtischen Klinikums Brandenburg vor. Wie Klinik-Geschäftsführerin Gabriele Wolter bestätigt, wurde er dort gründlich untersucht.

Zweimal habe die diensthabende Medizinerin, eine erfahrene Notfallärztin, das Herz des Patienten untersucht und entsprechende Messungen (EKG) vorgenommen. Außerdem habe die Ärztin zweimal das Blut des Mannes untersuchen lassen wegen des Verdachts, dass ein Herzinfarkt vorliegen könnte. Doch habe es dafür nicht das geringste Anzeichen gegeben.

Da kein Befund festgestellt wurde, ging der Patient wieder nach Hause. Soweit bekannt, bot ihm die Ärztin an, zur Beobachtung im Krankenhaus zu bleiben.

Es vergingen anschließend nur einige Stunden, ehe Thomas Graap in der eigenen Wohnung in Brandenburg/Havel aus nicht bekannten Gründen starb.

Sein Herz schlug für die Schinkelkirche

Cornelia Radeke-Engst übernahm den Gottesdienst am Tag der Einheit kurzfristig und begründete ihr Einspringen vor den 400 Gästen im Dom damit, dass der Ehemann der Dompfarrerin ganz plötzlich gestorben sei.

Der für Sonntag vorgesehene fröhliche Erntedankgottesdienst in Neuruppin wich einer stillen Andacht zum Gedenken an den Ingenieur, der sich im Raum Neuruppin einen so guten Namen gemacht hatte.

Thomas Graap war sehr aktiv in der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Vor allem für die Krangener Kirche schlug sein Herz. 2012 übernahm er den Vorsitz des Fördervereins zum Erhalt der Schinkelkirche. Er kümmerte sich um die Sanierung und half dabei, die Kirche zu einem Ort der Seelsorge und Kultur zu machen.

Auch in Potsdam war der selbstständige Ingenieur bekannt, plante er seinerzeit doch die Akustik im brandenburgischen Landtag.

Von Jürgen Lauterbach

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