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Brandenburg/Havel Ein Verein eint das Fischerstädtchen Plaue
Lokales Brandenburg/Havel Ein Verein eint das Fischerstädtchen Plaue
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00:28 14.12.2015
Eine Wasserleitung quer über den Friedhof haben die UBV-Ehrenamtler in nur vier Stunden verlegt. Quelle: Privat
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Brandenburg/H

Die Inszenierung am Donnerstagabend war genau überlegt, selbst die Uhrzeit 18 Uhr passte: Auf den Tag und die Stunde genau vor 25 Jahren haben sich 16 engagierte Plauer in der Schule zusammengefunden und den Unabhängigen Bürgerverein Plaue UBV gegründet. „Damals leuchteten im Sommer noch keine roten Blumenampeln und im Dezember keine Weihnachtssterne. Plaue bot teilweise ein Bild des Verfalls und stand vor dem Verkehrskollaps“, erinnert sich Torsten Braun, der den Verein als nunmehr fünfter Vorsitzender seit 2006 führt. „Wenn Sie heute durch unsere Stadt gehen, sehen Sie überall, dass sich viel verändert hat. Damit meine ich nicht nur die leuchtenden Weihnachtssterne im Görneweg und in der Koenigsmarckstraße, sondern die vielen kleinen und großen Dinge, die Plaue attraktiv machen.“

Damit hat er in zwei Sätzen umrissen, was diesen Verein mit ausschließlich ehrenamtlich tätigen Mitgliedern so stark macht. Es gibt kaum einen Lebensbereich, der ausgelassen wird. Selbst wenn ausschließlich Behörden zuständig sind, werden diese so lange unter Druck gesetzt, bis sie sich bewegen.

Der UBV ist das Bindeglied in einem funktionierenden Netzwerk zwischen Bürgern, den ansässigen Vereinen und Gewerbetreibenden in Plaue. Gemeinsam kümmern sie sich ums Sanieren von Denkmalen, die Entwicklung der Gartenstadt, um eine attraktivere Innenstadt, um eine bessere Infrastruktur, um freie Uferzonen, um mehr Fremdenverkehr.

Sie haben im März 1992 die alte Plauer Brücke aus Notwehr besetzt und kurzzeitig lahmgelegt, um auf deren Verfall und die enorme Verkehrsbelastung aufmerksam zu machen. Im November 2002 kam die neue Brücke – und mit ihr ein neues Problem: Die Trasse zerschneidet das Fischerstädtchen beinahe genau in der Mitte. Um zu verhindern, dass sich beide Teile des Ortes entfremden, sucht der Verein schon wieder nach Lösungen. Tempo 50 durch Plaue auf der Bundesstraße wäre nur ein Anfang.

Seit 1997 wird der Fischerjakobi wieder gefeiert, der UBV war von Anfang an dabei, übernahm von 2008 bis 2011 alleine als Veranstalter alle Risiken. Zu den Erfolgen zählt Braun auch die neue Busanbindung der Gartenstadt, Beschilderung für Fahrradtouristen, die Blumenampeln und Weihnachtssterne. Der Verein hat den alten Tontaubenschießstand beleuchtet und eine Wasserleitung über den Friedhof verlegt, damit sich die älteren Plauer nicht mehr mit der Handpumpe abmühen müssen. „Was woanders amtlicherseits passiert, schaffen wir durch ehrenamtliches Engagement vieler Plauer.“ Aus einer Arbeitsgruppe „Plauer Schlosspark“ des UBV wurde im Sommer 2007 der Förderverein, der unter Vorsitz von Gunter Dörhöfer selbst vieles erreicht hat.

Der UBV hat aktuell 52 Mitglieder. Beinahe genauso groß ist die Zahl der anstehenden Aufgaben: Sichere Wege zu Schule und Kita an der Koenigsmarckstraße, Erhalt des Ortskernes, Masterplan für Plaue, Verhinderung der Zersiedlung durch die neue B 1, Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Schlosspark Plaue“.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann würdigt den UBV und die Selbstständigkeit des Ortsteils, weil die Stadt eben nicht alles leisten könne. „Es bewahrheitet sich immer wieder, dass Ehrenamt weniger mit Ehre als vielmehr mit ganz viel Arbeit zu tun hat.“

Von André Wirsing

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