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Ein Weihnachts-Countdown der besonderen Art

Brandenburg an der Havel Ein Weihnachts-Countdown der besonderen Art

Schon das zehnte Jahr in Folge gibt es in diesem Jahr den lebendigen Adventskalender in der Brandenburger Altstadt. Viele Familien und Unternehmen präsentieren mit ihren Türchen Kindern und Erwachsenen Überraschungen zum Live-Dabeisein. Damit bietet der freiwillig organisierte Adventskalender eine schöne Alternative zum materiellen Beschenken.

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Beliebte Aktion in der Weihnachtszeit: Schlange Stehen für den Stempel beim Lebendigen Adventskalender.

Quelle: Sandra Damaschke

Brandenburg/H. Vor zehn Jahren fand die Idee ihren Weg vom Rheinland bis nach Brandenburg, seitdem gibt es ihn jedes Jahr: Den lebendigen Adventskalender in der Brandenburger Altstadt.

Unter dem Motto „Schenken und beschenkt werden“ soll die Aktion eine Alternative zum kommerziellen, mit Süßem oder Spielzeug gefüllten Adventskalender bieten. Auch in diesem Jahr waren wieder Familien und Unternehmen aufgerufen, sich als Türchenpate zu melden und eine Überraschung vorzubereiten. Schon in den vergangenen Jahren waren die Aktionen sehr vielfältig gestaltet: Ob Theatervorführung, gemeinsames Singen oder Basteln – bei der Ausgestaltung des Türchens dürfen die Paten ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen.

„Die Türchenpartner sind in den letzten Jahren immer einfallsreicher geworden und kreieren wahnsinnig liebevolle Aktionen“, erzählt Sabine Vinzelberg. Sie sitzt seit Beginn an mit im Organisationsteam des lebendigen Adventskalenders. Für sie ist das Projekt eine Herzensangelegenheit: „Das machen drei weitere Frauen und ich – aus Spaß an der Freude. Man lernt andere Brandenburger kennen und freut sich gemeinsam an der Vorweihnachtszeit. Das ist ja auch der Gedanke dahinter.“ Nicht nur für Kinder und Jugendliche bringt die Aktion Spaß, auch Erwachsene sind eingeladen, an dem geselligen Miteinander teilzunehmen.

Vom 1. bis 23. Dezember jeweils um 18 Uhr horchen dann alle Versammelten auf das sechsmalige Schlagen der Turmuhr, dann heißt es im Chor: „Liebe Leute, groß und klein, auch in diesem Jahr laden wir Euch herzlich ein, bei unserem Adventskalender dabei zu sein.“ Anschließend präsentieren die Türchenpaten ihr Programm. Sabine Vinzelberg erinnert sich gerne an das gemeinsame Theaterspielen oder die Papierbote mit Kerzenlicht und schriftlichem Weihnachtswunsch, die auf dem Wasser in Richtung Weihnachtsmann davonschwammen. Nach den Aktionen werden oft noch Tee, Kekse oder Glühwein gereicht.

Das erste Türchen wird in diesem Jahr im Slawendorf geöffnet. Von da an zieht die Aktion quer durch die Brandenburger Altstadt. Neben vielen privaten Familien sind als Türchenpaten auch die Fouqué-Bibliothek, die St. Gotthardtkirche oder die Cafébar im Brückenhäuschen dabei. Genauere Informationen zu den verschiedenen Orten und den Türchenpaten finden Interessiere auf dem Flyer oder auf der Facebookseite.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine beliebte Besonderheit des Adventskalenders: Die spezielle Stempelkarte. Für jedes Türchen, bei deren Öffnung die Kinder und Jugendlichen dabei sind, bekommen sie einen Stempel. Das letzte Türchen öffnet sich am 24. Dezember schon um 11 Uhr.

Dann beginnt das große Wetteifern: Wer hat die meisten Stempel? Für die fleißigsten Sammler gibt es eine Tüte mit schönen Überraschungen. Sabine Vinzelberg erzählt: „In den letzten Jahren waren einige Kinder schon sehr eifrig und hatten 22 oder 23 Stempel. Die volle Stempelanzahl hat bisher aber nur ein Mädchen in den ersten beiden Jahren der Aktion erreicht. Seit acht Jahren hat das also niemand mehr geschafft.“ Wer weiß: Vielleicht werden in diesem Jahr mal wieder die vollen 24 Stempel erreicht.

Die Info-Blätter mit den Türchen-Adressen und der Stempelkarte liegen in vielen Geschäften und Einrichtungen der Stadt aus.

Von Sally-Charell Delin

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