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Ein besonderer Ort in der Remise

Wiederbelebte Gastronomie am Brandenburger Dom Ein besonderer Ort in der Remise

Die Domgastronomie war viele Jahre lang das Sorgenkind auf dem Burghof. Mit der Gesellschaft Besondere Orte aus Berlin hat das Kapitel einen renommierten Partner gefunden. Jetzt wird das Restaurant Remise eröffnet, doch die gemeinsame GmbH hat viel größere Pläne.

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Warten auf die ersten Gäste: Besondere-Orte-Geschäftsführer Tim Rössle.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Neustart auf dem Burghof: Nun wird die Remise im Haus Nummer 2 ein „Besonderer Ort“, nachdem der Kreuzgang in der Nordklausur, das benachbarte Sommerrefektorium sowie der Friedgarten seit April bereits als Übergangsquartier für die neue Gastronomie im Dom dienten.

Nun ist der Umbau des ehemaligen Pferdestalls/Heubodens/Waschküche, später Domstiftsarchiv, nebst der benachbarten Alten Domschule abgeschlossen, das Besondere-Orte-Team um Tim Rössle ist gerade beim Einrichten. Am 11. November wird alles offiziell eröffnet, nachdem über Monate aufwendig saniert wurde und der ganze Bau wochenlang von Archäologen begleitet worden war.

Unter dem Namen „Remise Brandenburg“ soll es hier in mittelalterlichen Mauern eine hochwertige Gastronomie für Jedermann geben. Es gibt 75 Plätze, davon 60 im 250 Quadratmeter großen Haupt-Gastraum. Auf der Sommerterrasse im Burghof finden knapp 30 Menschen Platz. Die Speisekarte wird übersichtlich sein, viel Frisches, Regionales und Saisonales bieten, sagt Rössle. „Unser Team ist bereits komplett, es rekrutiert sich vornehmlich aus der Friedgarten-Mannschaft. Mit Rick Zimmermann haben wir zudem einen hervorragenden Küchenchef und mit Kathrin Mehls eine ebenso gute Restaurantleiterin.“ Versorgt werden sollen neben den Tages-Gästen am Dom auch die Bewohner der dazu gehörenden Ferienwohnung, in der sechs Personen schlafen können.

Besondere Orte

Das Domstift Brandenburg und „Besondere Orte“ Berlin haben im März 2015 gemeinsam die Domcafé GmbH gegründet, der Dom hat die Mehrheit von 60 Prozent. Geschäftsführer sind Domstiftsrentmeister Wolfram Diederichs und Besondere-Orte-Chef Tim Rössle.

Die Firma „Besondere Orte Umweltforum Berlin GmbH“ wurde im Jahr 2002 gegründet.

Sie ist nicht nur Betreiberin für Gastronomie, sondern auch Eventagentur, Cateringservice und Anbieter von Veranstaltungstechnik.

Bislang betreibt sie sechs Veranstaltungsorte in Berlin: Umweltforum, Neue Mälzerei, Tagungswerk Jerusalemkirche, Französische Friedrichstadtkirche, Zwinglikirche sowie Haus Zwingli.

Neben den besonderen Veranstaltungsorten liegt ein Schwerpunkt in der Firmenphilosophie in der Nachhaltigkeit. So produziert das Unternehmen beispielsweise eigenen Solar- und BHKW-Strom.

Die Remise wird täglich von 12 bis 21 Uhr geöffnet sein.

In den nächsten Tagen werden auf der Website www.remise-brandenburg.de alle Inhalte einschließlich Speisekarten und Serviceangebote hinterlegt. aw

Das Team übernimmt zudem das Catering für Veranstaltungen am Dom – so geschehen bereits zum Kapiteltag oder zum ILB-Empfang mit 400 Gästen. „Wir bauen jetzt auch ein zweites Standbein auf - die Domevents“, sagt Rössle. „Tagen direkt auf dem Burghof, eine Hochzeitsfeier im Sommerrefektorium, ein Empfang im Kreuzgang, eine Firmenfeier im Friedgarten - all das im historischen Ambiente des Doms.“ Unterhalten wird ein eigenes Büro für Veranstaltungsmanagement, die Kundenbetreuer sollen nach Wunsch alles organisieren. Dabei kann der Besondere-Orte-Geschäftsführer auch auf sein Stamm-Team sowie technisches Equipment in Berlin zugreifen. Im Dom selbst hat er noch die komplette Küche in der Nordklausur sowie die bislang auch genutzten Veranstaltungsorte. Das Refektorium wird nun restauriert, um auch Tagungen für bis zu 70 Personen organisieren und versorgen zu können. Auch Veranstaltungen des benachbarten Amtes für Kirchliche Dienste im Burghof 5 werden auf Wunsch gastronomisch begleitet.

Damit enden aber nicht die Pläne der Domcafé GmbH. Im kommenden Jahr soll überlegt werden, wie das darbende Domkonvikt wiederbelebt werden kann, sagt Domkurator Cord-Georg Hasselmann. So werde erwogen, das bestehende Konvikt zu sanieren und mit Fahrstuhl auszubauen, an anderer Stelle komplett neu zu bauen oder andere Gebäude des Domes dafür zu nutzen.

Info: Geöffnet ist bereits ab Montag, 9. November. Die offizielle Feier ist am Nachmittag des 11. November.

Von André Wirsing

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