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Ein bisschen Hoffnung für Mohammad Hosseini

Brandenburg an der Havel Ein bisschen Hoffnung für Mohammad Hosseini

Es war der 28. März als der afghanische Geflüchtete Mohammad Hosseini von seinem Arbeitsplatz bei der Holzbaufirma Isidor in Brandenburg an der Havel von der Bundespolizei abgeholt und nach München zu einem Abschiebeflug transportiert wurde. Hosseini lebt derzeit im afghanischen Kandahar – doch es keimt Hoffnung für eine Rückkehr nach Deutschland.

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Mohammad Hosseini bei einem früheren Ausflug nach Berlin.

Quelle: Janett Kofke

Brandenburg an der Havel. Es war der 28. März als der afghanische Geflüchtete Mohammad Hosseini von seinem Arbeitsplatz bei der Holzbaufirma Isidor in Hohenstücken von der Bundespolizei abgeholt und nach München zu einem Abschiebeflug transportiert wurde.

Hosseini ist 2014 nach Deutschland gekommen, hat Deutsch gelernt und sich um Arbeit bemüht. Er konnte die Flüchtlingsunterkunft verlassen und eigenständig eine Wohnung beim kommunalen Unternehmen Wobra mieten. Bei der Firma Isidor arbeitete er im Lager und im Außenbereich, bekam dafür zuletzt ein Bruttogehalt von etwa 1700 Euro. Er war also auf keinerlei Transfer- oder Sozialleistungen angewiesen, weil er seinen Lebensunterhalt selbst verdienen konnte. „Es ist desdhalb umso unverständlicher, warum man ausgerechnet diesen jungen Mann, der ein Musterbeispiel für Integration ist, unbbedingt abschieben muss“, sagt Arndt Sändig von der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft BBAG.

Mohammad Hosseini lebt derzeit im afghanischen Kandahar auf der Straße, er hat weder eine Wohnung noch Bezugspersonen, weil er in Pakistan aufgewachsen ist.

BBAG-Team, Verwaltungsangestellte sowie Mitglieder der Sankt-Gotthardt-Gemeinde starteten im Juli eine Initiative, um den jungen Mann zurück nach Deutschland zu holen. Spontan wurde Geld gesammelt, Sändig schrieb unter anderem an das Potsdamer Innenministerium. „Ich hatte gar nicht viel erwartet, aber das Innenministerium ist zuständig und die Mitarbeiter dortr haben echt Überraschendes herausgefunden“, erzählt Sändig. Die hiesige Ausländerbehörde hat nämlich gar keine Einreisesperre für den jungen Mann verhängt, solche Sperren sind sonst häufig üblich.

So aber darf er über ein Visum einreisen. Er müsste sich bei der Deutschen Botschaft in Kabul ein Visum besorgen, sobald er einen Pass hat. Dann würde er Geld aus der Spendenaktion für den Flug bekommen. Auch in Deutschland wäre dann noch eine Menge an bürokratischem Aufwand zu betreiben. Beispielsweise wird auch eine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit benötigt.

„Das dürfte allerdings kein Problem sein, weil der Arbeitgeber Isidor Holzbau ihm einen unbefristeten Vertrag gegeben hat und auch bereit ist, ihn nach Rückkehr sofort weiter zu beschäftigen.“ Zwei BBAG-Mitglieder halten derzeit Kontakt zu dem Mann in Kandahar. Das Team hat nun einen Rechtsanwalt mit der Durchsicht aller Akten betraut, damit in der ganzen Bürokratie kein Fehler passiert. Ein Rückkehrzeitpunkt lasse sich nicht genau sagen.

Von André Wirsing

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