Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Ein kleines Stückchen Frankreich an der Havel

Brandenburg an der Havel Ein kleines Stückchen Frankreich an der Havel

Am Mittwoch hatten Schüler der Evangelischen Grundschule in Brandenburg an der Havel die Gelegenheit, mit einem waschechten Franzosen dessen Sprache zu lernen: Das France Mobil fuhr vor. Lektor François Henry hatte eine Menge Spiele im Gepäck. Ein kleiner Freund griff ihm unter die Arme.

Voriger Artikel
Haydnstraße ist Reifenmörderin Nummer 1
Nächster Artikel
In Partylaune: Sommerfest am Beetzsee

François Henry und sein Rabe „Albert“ bringen den Schülern Französische Worte bei.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Ein Hauch von La Belle Vie weht am Mittwoch durch die Evangelische Grundschule am Dom. Traumhafte Bilder von der Bretagne flimmern über die Leinwand und ein waschechter Franzose erzählt den Schülern von seiner Heimatregion im Nord-Westen Frankreichs.

Er heißt François Henry, kam mit dem France Mobil und erzählt natürlich nicht nur, woher er kommt. Die Kinder lernen auch ein wenig Französisch- vor allem spielerisch. Der 25-Jährige ist einer von zwölf Sprachlektoren, die ihn ihren Renault-Autos durch die ganze Bundesrepublik touren. Er ist zuständig für Berlin und Brandenburg. Keiner von ihnen ist Lehrer.

„Wir wollen einfach, dass die Kinder Spaß an der Sprache haben“, sagt Henry. 2002 wurde das Projekt von der Robert-Bosch-Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. Die Lektoren sind jeweils knapp ein Jahr unterwegs. In Frankreich fährt ein deutsches Pendant durch Stadt und Land. Gemeinsam wurden die Projekte für ihre deutsch-französische Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet.

Am Mittwoch kommt François Henry derweil sehr gut bei den Schülern der 5. Klasse an. In verschiedenen Spielen bringt er ihnen vor allem Vokabeln näher. So lässt er den Raben „Albert“ eine Geschichte erzählen. Vor ihm liegen verschiedene französische Begriffe. Fällt in der Geschichte einer davon, müssen die Kinder danach greifen und sammeln so Punkte für ihr Team. Es spielt Team „Baguette“ gegen Team „Croissants“.

Insgesamt stellt sich Henry vier Klassen. Immer mit dabei: die Französischlehrerin, Ireen Landeck. „Das France Mobil ist auch eine Art Werbung für die Sprache“, sagt Landeck. „In der sechsten Klasse müssen sich die Schüler für eine weiterführende Schule und damit für eine zweite Fremdsprache entscheiden.“ Dieser erste Eindruck könne dafür eine Inspiration sein.

An der Evangelischen Grundschule ist Französisch für die 5. Klassen ein Wahlfach. Nicht alle der Mädchen und Jungen sind also mit der Sprache schon in Kontakt gekommen – und schon gar nicht mit einem echten Franzosen. „Ich fand es schön“, sagt die zehnjährige Anna Riedel, die seit September letzten Jahres Französisch bei Ireen Landeck lernt. „So konnten die anderen auch mal in die Sprache reinhören“.

François Henry genießt die Erfahrung als Lektor.„Ich bin immer wieder überrascht, wie viel die Kinder verstehen, obwohl ich die ganze Zeit Französisch spreche.“ Im August endet seine Zeit mit dem France Mobil. Dann geht es zurück in die Bretagne. Er will wandern gehen und eine Ausbildung zum Crêpesbäcker absolvieren.

Von Annika Jensen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg