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Ein schwerer Weg für eine junge Familie

MAZ-Sterntaler Ein schwerer Weg für eine junge Familie

Dajana Scheuer aus Brandenburg/Havel hat ihr Leben auf die Reihe bekommen. Einfach war das aber nicht. Ihr größter Wunsch sei, dass ihre drei Töchter gesund bleiben und ihr Leben meistern. Die 29-Jährige ist alleinerziehend, lebt von Hartz IV, spart sich kleine Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder vom Munde ab. Sterntaler möchte weitere Wünsche erfüllen.

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Dajana Scheuer mit Samyra und den Zwillingen Chayenne (l.) und Sophie.

Quelle: Maloszyk

Brandenburg an der Havel. „Ich habe mein Leben auf die Reihe bekommen, auch wenn es nicht einfach war“, sagt Dajana Scheuer aus Brandenburg. Ihr größter Wunsch? „Dass meine drei Töchter gesund bleiben und ihr Leben meistern.“ Die 29-Jährige ist alleinerziehend, lebt mit ihrer kleinen Familie von Hartz IV und Kindergeld. Ihr Ex-Lebenspartner habe aber regelmäßigen Kontakt zu den Mädels. Beide trennten sich vor zwei Jahren.

Dajana Scheuer hatte keine leichte Kindheit und Jugend. „Wir sind zwischen Flensburg, Brandenburg und Kaiserslautern öfter umgezogen, waren manchmal nur drei Monate oder ein Jahr an einem Ort“, erzählt sie. Ihren leiblichen Vater sah sie als 16-Jährige nur ein einziges Mal. „Er lehnte jede weitere Verbindung ab, da ich seinen Anforderung nicht entsprochen habe.“ Mit ihrem Stiefvater kam sie absolut nicht klar. „Mit 14 bin ich eigene Wege gegangen“, sagt sie nur. Erst sei sie in ein Kinderheim gekommen, mit 16 in eine Wohngruppe. „Es war eine schöne Zeit. Ich hatte ein geregeltes Leben und lernte selbstständig zu werden.“

2008 sei sie mit ihrer kranken Mutter, zu der sie bis heute ein gutes Verhältnis habe, wieder nach Brandenburg gezogen. Samyra (7) und vor drei Jahren die Zwillinge Sophie und Chayenne wurden in der Havelstadt geboren. Beide besuchen die Kita „Klein und Groß“ in Hohenstücken. Ihre aufgeweckte ältere Schwester geht in die zweite Klasse der Gebrüder-Grimm-Schule, mag am liebsten Geometrie und ist vom Judo zum Seilspringen gewechselt.

Sterntaler

Die Märkische Allgemeine Zeitung sammelt wieder Spenden für das Weihnachtsfest, um Wünsche für in Not geratene und von Armut bedrohte Familien in der Region Rathenow, Brandenburg und Bad Belzig erfüllen zu können.

Bitte überweisen Sie Spenden auf das bei der Brandenburger Bank eingerichtete Konto mit der IBAN DE77160620730100070700. Kennwort: MAZ Sterntaler. Das Konto wird vom DRK-Kreisverband Brandenburg verwaltet.

Für Spendenquittungen bitte Name und Anschrift angeben. Wir bitten um Verständnis, dass wir aus organisatorischen Gründen keine Sachspenden entgegennehmen oder vermitteln.

Mit ihren Töchtern lebt Dajana Scheuer in einem Wohnblock in der Schumannstraße. Die Zimmer hat sie selber gemalert. „Als nächstes ist der Flur dran“, sagt sie und wirkt zufrieden. Doch es ist noch nicht lange her als sie zum Jugendamt gegangen ist und sagte: „Ich kann nicht mehr!“ Drei Kinder, Haushalt, Ausbildung. „Es war einfach zuviel, ich habe es nicht mehr allein geschafft“, erzählt die 29-Jährige, die nervlich am Boden war.

Mit beiderseitigem Einverständnis sei ihr Holzmechaniker-Lehrverhältnis beim VHS-Bildungswerk vorerst aufgelöst worden. „Mit der Option später weiterzumachen. Das wird zum Jahresende“, erklärt sie. Bis dahin laufe noch die Elternzeit. Seit Januar 2015 steht ihr ein- bis zweimal die Woche eine Familienhelferin vom Internationalen Bund zur Seite, die ihr Tipps beim Organisieren der Tagesstruktur und bei der Erziehung gibt. „Den Haushalt manage ich allein“, sagt die Mutter. „Ich habe wieder Zeit und Luft dafür.“

Um ihren aufgeweckten Töchtern die innigsten Weihnachtswünsche erfüllen zu können, fängt Dajana Scheuer bereits ein Jahr vorher an zu sparen. „Ihnen zuliebe verzichte ich selber auf Klamotten und Friseur“, erzählt sie, die natürlich auch auf Sonderangebote achtet. Doch große Sprünge kann die junge Frau nicht machen. Die Zwillinge zum Beispiel, die am Nikolaustag drei Jahre geworden sind, bräuchten platzsparende Hochbetten, da sie ihren Kleinkinderbetten entwachsen.

Von Claudia Nack

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