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Einbrecher kippen 1000 Liter Frostschutz aus

Feuerwehreinsatz in Jeserig Einbrecher kippen 1000 Liter Frostschutz aus

Gefahrstoffalarm für Jeserig und Götz: Feuerwehrleute sind am Montagabend zu einer ehemaligen Landwirtschaftshalle am Grünen Weg in Jeserig ausgerückt. Dort hatten Einbrecher absichtlich 1000 Liter Frostschutzmittel aus einem Gebinde auslaufen lassen. Zwar ist das Mittel nicht ätzend oder leicht brennbar, Vorsicht war aber dennoch geboten.

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Mit Bindemittel machen Feuerwehrleute die ausgekippte Flüssigkeit unschädlich.

Quelle: Foto: MAZ

Jeserig. Zu einem Gefahrstoffeinsatz mussten am Montagabend die Feuerwehren aus Jeserig und Götz zu einer ehemaligen Landwirschaftshalle am Grünen Weg bei Jeserig ausrücken. Dort brannte zwar kein Feuer, doch hatten Unbekannte bei einem Einbruch absichtlich eine zunächst unbekannte chemische Substanz verschüttet. Vor Ort stellte sich im Beisein der Eigentümer der aufgebrochenen Halle heraus, dass es sich um Mono-Ethylenglycol handelt. „Das Zeug ist zum Glück schwer brennbar und nicht ätzend. Es hat aber eine Reizwirkung. Und trinken sollte man es auch nicht “, sagte Jeserigs Feuerwehrchef Carsten-Uwe Groth der MAZ.

Eine Anforderung von Spezialkräften des Landkreises war nicht nötig. Die Einbrecher hatten ein 1000-Liter-Gebinde der Flüssigkeit geöffnet und auslaufen lassen. Feuerwehrleute brachten Bindemittel aus, um den Stoff unschädlich zu machen. „Wir wollten vermeiden, dass die Flüssigkeit möglicherweise in die Regenentwässerung oder Kanalisation gelangt“, so Feuerwehrchef Groth.

Mono-Ethylenglycol, auch Glykol genannt, dient unter anderem zur Herstellung von Polyesterfasern und als Kühlmittel für Eisbahnen. Auch als Enteisungsmittel auf Flughäfen wird es als Glycol-Wasser-Gemisch eingesetzt. Am bekanntesten ist die Verwendung als frostsichere Kühlflüssigkeit für Verbrennungsmotoren unter dem Markennamen Glysantin. Der Hautkontakt kann zu Reizeffekten führen.

Die Hintergründe zu dem gewaltsamen Einbruch sind derzeit noch unklar. Die Kripo aus Brandenburg ermittelt. Fest steht bislang, dass sich die Täter mit einem gestohlenen Schlüssel Zutritt zu der Halle verschafft haben.

Von Frank Bürstenbinder

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