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Brandenburg/Havel Einbrecher müssen mit Luna rechnen
Lokales Brandenburg/Havel Einbrecher müssen mit Luna rechnen
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15:12 17.11.2017
Die Polizisten Ronald Hilsky (r.) und Fred Triptow im Gespräch mit den Damsdorfern Brunhilde und Werner Voß. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Kloster Lehnin

Einbrecher? Natürlich machen sich Brunhilde und Werner Voß Gedanken über die Sicherheit in ihrer Doppelhaushälfte. „Wir haben abschließbare Fenster und lassen jeden Abend die Rollläden runter“, berichtet das Ehepaar, das seit 17 Jahren im Damsdorfer Wohnpark Havelland lebt. Besuch von Ganoven hatte es noch nie. Dafür stehen in der heraufziehenden Dämmerung zwei Männer in dunkelblauen Uniformen vor der mit einem Draht gesicherten Gartenpforte. Zum Glück ist nichts passiert.

Damit das so bleibt, drehen Polizeihauptmeister Fred Triptow und Polizeihauptkommissar Ronald Hilsky ihre vorabendliche Runde durch die am Dorfrand gelegene Eigenheimsiedlung. Die Kloster Lehniner Repos schauen nach unverschlossenen Einfahrten vor leeren Carports und offenen Fenstern in Häusern, in denen kein Licht brennt. „Alles Einladungen für ungebetenen Besuch. Dabei sind die Leute nur kurz zum Einkaufen weg. Für Kriminelle reicht die Zeit, um sich Zutritt in das Gebäude zu verschaffen“, weiß Triptow.

Jeden Montag Sicherheitsberatung

Mit Sicherheit planen: Wer vor dem Hausbau steht, kann sich am 27. November von 13 bis 18 Uhr im Sachbereich Prävention der Polizeiinspektion Brandenburg, Magdeburger Straße 52, beraten lassen.

Der Termin ist Auftakt für weitere Beratungssprechstunden, die im Rahmen der Sondermaßnahme Luna jeden Montag von 13 bis 18 Uhr allen Bürgern und Gewerbetreibenden offen stehen.

Expertin für den sicherheitstechnischen Einbruchschutz im Sachgebiet Prävention ist Polizeiobermeisterin Karina Mollenhauer. Sie ist Ansprechpartnerin für Nachfragen und Vor-Ort-Termine.

Bei Auffälligkeiten klingeln die Beamten an der Haustür, reden mit den Eigentümern und verteilen Flugblätter. So wie bei Familie Voß, die ihren Draht an der Gartentür lieber durch ein Schloss ersetzen soll. Lichtscheue Gestalten, die auf ein Grundstück gelangt sind, finden oft Schutz hinter hohen Hecken. Blitzschnell ist eine Terrassentür oder ein Nebeneingang aufgehebelt. Aktuell gibt es in Kloster Lehnin keine erhöhte Einbruchsgefahr. Das war mal anders. „Die Leute sind aufgeklärter und haben aufgerüstet“, berichtet Repo Hilsky. Nicht schaden kann ein wachsamer Nachbar, der das Wohnumfeld im Auge hat.

Auch die Polizei weiß, dass mit dem Einzug der dunklen Jahreszeit die Einbruchsgefahr steigt. Wie alle Revierpolizisten zwischen Havelland und Fläming sind die beiden Kloster Lehniner Repos eingebunden in die Operation Luna. Ein romantischer Name für eine Aktion, mit der sich die Polizeidirektion West der Wohnungs- und Einbruchskriminalität entgegenstellt. Verstärkt durch Kripo in Zivil und Experten der Prävention will man Ganoven die Zeit der frühen Abendstunden nicht kampflos überlassen. Mit dem aufgehenden Mond sollen mehr Polizisten in Wohngebieten unterwegs sein.

Die Kloster Lehniner Polizisten sind im Rahmen der Operation Luna auch in Fichtenwalde unterwegs. Hier im Gespräch mit Peter Teichert. Quelle: Frank Bürstenbinder

Allerdings funktionieren die präventiven Bestreifungen nur solange, bis die Beamten zum nächsten scharfen Einsatz gerufen werden. Wird tatsächlich ein Einbruch gemeldet, müssen die Gesetzeshüter zur Tatortsicherung eilen, nehmen erste Befragungen vor, oder bekommen es sogar mit den Tätern zu tun. Auch reicht das Gebiet, dass Triptow und Hilsky im Rahmen der Luna-Offensive im Auge behalten sollen, weit über Kloster Lehnin hinaus.

Im Fichtenwalde springt gerade die Straßenbeleuchtung an, als ihr Polizeiauto das mit Kiefern bewachsene Eigenheimviertel durchfährt. Dort gab es früher für die Beamten Schichten mit zwei oder drei Einbrüchen. Seit eine Sicherheitspartnerschaft mit den Fichtenwaldern existiert, hat sich die Lage in der Waldgemeinde deutlich entspannt. Die Repos stoppen ihren Wagen vor dem Haus von Peter Teichert, der vor 22 Jahren von Berlin aufs Land zog. „Ich fühle mich sicher. Aber ich habe auch etwas dafür an meinem Haus getan.“ Einen gut gemeinten Handzettel vom Polizeipräsidium braucht der ehemalige Lehrer nicht mehr.

Von Frank Bürstenbinder

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