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Brandenburg/Havel Eine Kita im alten Offizierskasino
Lokales Brandenburg/Havel Eine Kita im alten Offizierskasino
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02:16 27.09.2015
Jede Menge Arbeit wartet hinter den Casinomauern auf die Bauarbeiter. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg an der Havel

Endlich geschieht etwas am ehemaligen Offizierskasino in der Magdeburger Straße 16, das seit einigen Tagen voll eingerüstet ist. Das schöne, aber verfallene Gebäude an der Ecke zur Fouquéstraße soll aus seinem Dornröschenschlaf geküsst werden. Der neue Eigentümer hat begonnen, den Backsteinbau zu sichern. Vorgesehen ist, dort eine Kindertagesstätte unterzubringen.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, dem historischen, denkmalgeschützten Offizierskasino Leben einzuhauchen, hat Elmar Keidel beziehungsweise sein Unternehmen, die „Magdeburger 16 Verwaltungs GmbH“, das Grundstück gekauft, um es zu sanieren und umzubauen. Allzu viel möchte der Berliner Geschäftsmann über sein Vorhaben noch nicht verraten, ehe der Bauantrag eingereicht und genehmigt ist.

Quelle: JACQUELINE STEINER

„Wir sichern das Bauwerk, damit die Wände nicht weiter verfallen“, sagt Elmar Keidel. Vorrangig müsse das Dach erneuert werden. Gleichwohl lässt der Mann, der mehrere Millionen Euro investieren muss, keinen Zweifel daran, auf welche Nutzung er hinarbeitet. Läuft alles gut, sollen kleine Kinder dort toben, wo einst Offiziere miteinander speisten. Gut 70 Plätze könnte die künftige Kita in der Magdeburger Straße 16 haben.

„Wir haben einen Vorvertrag mit Herrn Keidel abgeschlossen“, bestätigt Joachim Damus. Er ist beim Landesausschuss für Innere Mission (Lafim) Geschäftsbereichsleiter der Dienste für junge Menschen. Der Vorvertrag sieht vor, dass die Gesellschaft des Berliner Geschäftsmannes das Gebäude an den Kindergartenträger vermietet. Die Beteiligten hoffen, dass die neue Kita im kommenden Sommer eröffnen kann. Aber natürlich müsse man in dieser Phase noch mit Unwägbarkeiten rechnen, räumt Damus ein.

Gut 20 Jahre Leerstand

Das frühere Kasino des Artillerieregiments ist etwa 110 Jahre alt. Seit die GUS-Truppen vor mehr als zwei Jahrzehnten abzogen, steht es leer.

Der Schweizer Ingenieur André Champiomont hat das alte Kasernengebäude vor gut zwei Jahren verkauft.

Enterprise Hub hieß die geplante Technologieansiedlung, zu der es aber nie kam.

„Wir freuen uns sehr über den Standort, es kann wunderschön werden“, sagt Joachim Damus. Er schwärmt von den großen Räumen, die sich kindgerecht gestalten lassen. In der näheren Umgebung sieht er jede Menge Bedarf. Schließlich befinden sich mehrere Behörden wie die Polizei und das Oberlandesgericht ganz in der Nähe.

Auch in der Fachhochschule Brandenburg (FHB) gleich gegenüber dürfte Kundschaft zu finden sein. Zudem sieht der Geschäftsbereichsleiter diverse Möglichkeiten der Kooperation mit der FHB.

Positive Vorgespräche mit der Stadtverwaltung über das Kita-Projekt in zentraler Lage hat es bereits gelegen. Über die Aufnahme der Einrichtung in Lafim-Trägerschaft entscheiden am Ende die Brandenburger Stadtverordneten.

Verfallener Bahnhof wurde zum Studentenwohnheim

Elmar Keidel ist hauptberuflich mit seiner Firma MB-Keidel in Berlin als Unternehmensberater tätig und dabei auf die mittelständische Wirtschaft spezialisiert. Den denkmalgeschützten Bahnhof im zwischen Jena und Gera gelegenen Stadtroda hat eine andere Firma Keidels saniert. Die im Bahnhofgebäude entstandene Dreamstation hat vier Studentenwohnungen mit 21 Zimmern.

Der Landesausschuss für Innere Mission (Lafim) ist als christliches Unternehmen auf vielen sozialen Arbeitsfeldern aktiv, unter anderem in den Fliednerwerkstätten. In der Stadt betreibt Lafim zudem bereits die Kita Sonnenwinkel in der Grabenstraße.

Von Jürgen Lauterbach

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