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Eine Königin blüht auf

Blütenpracht in Netzen Eine Königin blüht auf

Sie blüht nur wenige Stunden. Um so größer ist die Freude bei Jutta Große in Netzen. Ihre Königin der Nacht hat es in diesem Jahr auf 23 Blüten gebracht. Vor über 40 Jahren bekam sie das Kakteengewächs von ihrer Mutter als Ableger geschenkt.

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Jutta Große zählte in diesem Jahr 23 Blüten an ihrer Königin der Nacht.

Quelle: Christine Lummert

Netzen. Für ihren majestätischen Auftritt lässt sich die Königin der Nacht (Selenicereus grandiflorus) ein ganzes Jahr lang Zeit. Dann wird Jutta Große als stolze Besitzerin für ihre gute Pflege mit einer Vielzahl von üppigen Blüten belohnt, die einen zarten Duft verströmen. „In diesem Jahr habe ich 23 Stück gezählt“, freut sich Große über die seltene Blumenpracht, die nur etwa 24 Stunden dauert.

„Die Knospen öffnen sich in der Nacht und wenn es am nächsten Tag wieder dunkel wird, ist das Schauspiel vorbei“, beschreibt Große den Vorgang der sich jedes Jahr im Juli wiederholt.

Während ihrer kurzen Lebensdauer strahlen die großen Blütenkelche im Inneren in Weiß, während die äußeren Blütenblätter rosa gefärbt sind.

Rund ums Eigenheim der Familie Große in Netzen grünt und blüht es von Frühling bis Herbst in allen Farben und Formen. „Vor allem in den Sommermonaten bin ich jeden Tag etwa eine Stunde im Garten beschäftigt“, erklärt Große. Unkraut zupfen, gießen, und ab und an eine Düngergabe lassen Rosen, Stiefmütterchen, Fuchsien, Geranien und andere Zierpflanzen prächtig gedeihen.

Die prachtvollen Blüten halten sich nur wenige Stunden

Die prachtvollen Blüten halten sich nur wenige Stunden.

Quelle: Christine Lummert

Viel mehr Pflege hat auch die Königin der Nacht nicht nötig, aber auf die besondere Kakteenart hat Jutta Große trotzdem ein achtsames Auge. „Als ich 1974 aus meinem Elternhaus in Glindow ausgezogen bin, hat mir meine Mutter einen Ableger geschenkt und seitdem hat sich die Pflanze hervorragend entwickelt.“ Vier Mal war ein Umtopfen in ein größeres Gefäß nötig und inzwischen ist das Prachtexemplar so groß geworden, das Ehemann Hartmann helfende Hände braucht, wenn die Königin der Nacht im Herbst von draußen in ihr geschütztes Winterquartier umzieht. „Ich weiß nicht wann meine Mutter ihre Königin der Nacht bekommen hat, aber während meiner ganzen Kinder- und Jugendzeit stand sie immer bei uns auf dem Fensterbrett. Die Familientradition hat sich inzwischen fortgesetzt, denn Jutta Großes Sohn Henry kümmert sich mit seiner Familie seit drei Jahren ebenfalls um einen Ableger aus Mutters Garten.“

Einige Tipps für eine erfolgreiche Zucht hat sie auch parat. „Die richtige Blumenerde, am besten speziell für Kakteen, ist eine gute Grundlage. Außerdem gieße ich nur mit Regenwasser und alle 14 Tage gibt es ein bisschen Dünger.“ Von Oktober bis ins nächste Frühjahr wird die exotische Kakteenart, die ursprünglich in der Karibik und Lateinamerika zu Hause ist, vollkommen in Ruhe gelassen. Im späten Frühjahr zieht die Königin der Nacht wieder in den Garten. Falls dann noch eine letzte Frostnacht droht, wird sie mit Gartenvlies und einer Wolldecke geschützt. Für die zuvorkommende Behandlung bedankt sich die majestätische Pflanze schließlich mit ihren besonderen Blüten.

Von Christine Lummert

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