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Brandenburg/Havel Eine Kunst-Koalition am Klostersee
Lokales Brandenburg/Havel Eine Kunst-Koalition am Klostersee
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17:13 06.12.2017
Bilder von Michael Theis in der Galerie am Klostersee in Lehnin. Geöffnet ist diese dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Quelle: Marion von Imhoff
Lehnin

Eine neue Ausstellung in der Galerie am Klostersee in Lehnin zeigt, Jamaika kann ganz wunderbar funktionieren. Unter diesem Titel haben sich die drei Künstler Celia Mehnert, Uschi Niehaus und Michael Theis zusammengetan zu einer gemeinsamen Werkschau.

„Wir haben diesen verrückten Titel Jamaika gemacht für die Ausstellung, damit wollten wir sagen, wir schaffen das! Wir kriegen drei ganz unterschiedliche Temperamente mit ihren ganz unterschiedlichen Ausdrucksformen zusammen“, sagt Eckhart Haisch. „Es ist eine künstlerische Position, dass unterschiedliche Perspektiven entstehen und sich dadurch die Werke gegenseitig stützen und nicht bekämpfen und eine neue Qualität bekommen“, fügt seine Frau Margrit Haisch hinzu. Da sind die Zauberbilder von Celia Mehnert, eine überbordende Zahl an Strichen. Eine Dünenlandschaft, eine dreidimensional wirkende Mondlandschaft an Strichen, in Schwarz und Weiß auf Aluminium. Eine wunderschöne Arbeit der Künstlerin, die 1970 in Waldkirch im Breisgau im Südwesten Baden-Württembergs geboren wurde. Studiert hat sie, wie die übrigen beiden Künstler auch, an der Hochschule der Künste in Berlin.

Uschi Niehaus Bild nach einem Gedicht von Christian Morgenstern. Quelle: Marion von Imhoff

Celia Mehnert arbeitet international, hatte Ausstellungen in Serbien und Mexico-Stadt. Ihre Bilder sind in der Galerie räumlich das Bindeglied zu den Arbeiten Michael Theis’, der in klaren, zarten Farben seine Bilder gestaltet. Geboren 1961 in Hessen, lebt und arbeitet Michael Theis in Lehnin. Wie getigerte Zungen schlängelt sich ein Lavastrom flächig auf seine Bilder, feinststrukturiert. Uschi Niehaus malt dagegen leuchtend bunt, ihr Bild, angelehnt an Christian Morgensterns Gedicht „Von den heimlichen Rosen“, misst zwei mal drei Meter. Daneben auf gleich mehreren Werken hat die Künstlerin den tanzenden Schatten von Blüten auf Papier fixiert, so weit sich das von einem solchen Lichtspiel sagen lässt. Uschi Niehaus zeichnete den Schattenwurf der Nachmittagssonne, so dass der Betrachter fast die Wanderung des Himmelskörpers zu ahnen glaubt.

Celia Mehners Strichlandschaft auf Aluminium schwebt fast in der Luft, quer im Raum, fixiert ist es nur an den Seiten. Quelle: Marion von Imhoff

Wer die Galerie besucht, sollte auch unbedingt durch den Skulpturengarten des Lehniner Instituts für Kunst und Kultur spazieren. Dort zieren das Wassergrundstück seit dieser Woche weitere Skulpturen eines interdisziplinären Workshops der vier Bildhauer Stefan Bohnhof, Volker Henze, Karl Menzen und Elias Haisch. Da ist das in Ufernähe im Klostersee arrangierte Quadrat von Elias Haisch, Sohn des Institutsmitbegründers Eckhart Haisch. Äste sind gebannt in ein Quadrat, die spielerische Form der Natur in geometrischer Fassung. Der Stahlbildhauer Menzen bereichert den Skulpturenpark mit neuem Werk, etwa mit der wie Reste eines ausgestochenen Kuchenteiges wirkende Metallform, die nach zweiter Nacht im Freien bereits auf die Elemente am Klostersee mit Rost reagiert, ganz so wie geplant.

Info Zu sehen ist die Ausstellung „Jamaika“ in der Galerie, Am Klostersee 12 b in Lehnin, noch bis zum 21. Februar 2018.

Von Marion von Imhoff

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