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Brandenburg/Havel Eine gute Fee für die jungen Fußballer
Lokales Brandenburg/Havel Eine gute Fee für die jungen Fußballer
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15:27 22.12.2016
Monique Piellusch zwischen den D-Junioren des SV Alemania Fohrde. Quelle: Volkmar Maloszyk
Fohrde

Die jungen Fußballer vom Sportverein Alemania strahlen in die Kamera. Sie sind stolz auf ihre neuen Sportjacken in der grünen Vereinsfarbe. In ihre Mitte haben sie eine zierliche und sympathische Frau mit langen blonden Haaren genommen. Monique Piellusch (36) war die gute Fee auf der Weihnachtsfeier der D-Junioren. Die zweifache Mutter unterstützt den Nachwuchs schon seit einigen Jahren. Diesmal waren es neben den Blousons auch Sporttaschen, die sie den Kickern überbrachte.

„Ich werde oft gefragt, warum ich das mache. Aber ich bin gern für andere da“, sagte die Fohrderin der MAZ. Die Verbundenheit zum Fußball liegt auch in der Familie begründet. Sohn Dustin Leander steht für die D-Junioren im Tor, auch Tochter Stella Leandra läuft bei Alemania dem runden Leder hinterher. Obwohl Monique Piellusch keine Langeweile kennt, hilft sie im Museum der Pritzerber Rohrweberei aus. Wenn sich bei Weberei-Leiter Wolfgang Wagner eine Schulklasse oder eine andere größere Besuchergruppe anmeldet, unterstützt sie die Betreuer am Basteltisch und mit ihrem Wissen rund um das Naturmaterial Schilf. „In freien Stunden genieße ich die Ruhe und Natur am Pritzerber See und bin deshalb gern hier“, so die Fohrderin.

Doch das Leben von Monique Piellusch war nicht immer so im Gleichgewicht. 2010 erlitt die selbstständige Geschäftsfrau einen Schlaganfall, war rechtsseitig gelähmt. Ärzte mussten ihre Tochter vorzeitig auf die Welt holen. Zum Glück erholte sich die junge Mutter bald darauf vollständig. „Die Krankheit war eine Zäsur, die mich und meine Familie zum Umdenken veranlasste. Wir wollten weniger Stress und raus aus der Großstadt“, erinnert sich Monique Piellusch. Ein Plan, den sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Mario umsetzte. Damals wohnte die Familie der gebürtigen Schwerinerin noch in Berlin.

Durch Zufall kam Fohrde ins Spiel. „Ein Mietobjekt, Bahnanschluss und mehr Freiheit für unsere Kinder haben uns veranlasst auf’s Land zu ziehen“, berichtet die gelernte Arzthelferin. Das war 2011. Inzwischen ist die Familie längst in der Dorfgemeinschaft angekommen. Während die Kinder Fußball spielen, geht Monique Piellusch in ihrer knappen Freizeit auf dem Reiterhof Schumacher ihrem Hobby nach. Dafür ist ihr Berufsleben anspruchsvoll geblieben. Gleich zwei Gewerbe laufen unter ihrem Namen. Monique Piellusch führt als Gesundheitsmanagerin zwei Hypnose- und Massagepraxen unter dem Namen Inspires in der Stadt Brandenburg, wo sie abwechselnd Klienten empfängt. Außerdem ist die ausgebildete Heilpraktikerin und Masseurin oft zu Hausbesuchen unterwegs. Ihr Ansatz ist es, Menschen dabei zu helfen ihren Körper, Geist und ihre Seele wieder in Einklang zu bringen. Dabei wendet sie auch Akupunktur und Yogatherapien an.

Ein anderes geschäftliches Standbein hat mit Gesundheit wenig zu tun. Monique Piellusch ist die Inhaberin eines technischen Dienstleisters, der für große Wohnungsunternehmen Zählerablesungen und Zählerwechsel in Berlin vornimmt. Zu den drei Angestellten gehört auch ihr Lebensgefährte. Fohrde ist zum Dreh- und Angelpunkt der unternehmerischen Aktivitäten und der Begeisterung für den Fußball geworden.

Von Frank Bürstenbinder

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