Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Eine neue Taufmuschel für die Dorfkirche
Lokales Brandenburg/Havel Eine neue Taufmuschel für die Dorfkirche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 26.07.2016
Die Flensburger Bildhauerin Luise Harfmann hält ihre Taufmuschel neben dem Trechwitzer Taufengel. Quelle: privat
Anzeige
Trechwitz

Die Trechwitzer Kirche, die wegen ihres schwebenden besonders schönen Taufengels weit ins Land bekannt ist, erhält ein neues Taufbecken. Die Flensburger Bildhauerin Luise Harfmann hat das Becken im Auftrag der Evangelischen Lukas-Kirchengemeinde nach Vorlage einer Postkarte aus dem Jahr 1925 als Muschel gestaltet. Eng abgestimmt hat sie dies mit dem Amt für Denkmalschutz. Das neue Taufbecken ersetzt eine Zinnschüssel, die zuletzt für Taufen benutzt worden ist. Die Restauratorin Annett Xenia Schulz wird in ihrer Berliner Werkstatt die Taufschale mit Goldfarbe überziehen.

Der Turm der Trechwitzer Kirche, erbaut 1750. Quelle: Marion von Imhoff

Es war Pfarrerin Christiane Klußmann, die die historische Postkarte entdeckt hatte und so die treibende Kraft war, das Taufbecken wieder nach diesem Vorbild gestalten zu lassen. Möglich war das auch durch eine Großspende. „Ich bin total dankbar“, sagt Christiane Klußmann. Der Taufengel stammt vermutlich auch aus dem Baujahr der Kirche, also von 1750. Ob die Postkarte das Original-Taufbecken zeigt, ist offen.

In Trechwitz leben rund 70 Kirchengemeinde-Mitglieder

Eine der rund 70 Kirchengemeindemitglieder in Trechwitz ist Christiane Scheibel. Sie ist es gute Nachricht. Die 43-jährige Grafikdesignerin und Bauzeichnerin wandert häufig über den Friedhof und den angrenzenden parkähnlichen kleinen Garten rund um die Trechwitzer Kirche. Sie ist dort aufgewachsen. Neben der Kirche steht ihr Elternhaus, in dem die 43-Jährige noch immer wohnt.

Christine Scheibel an der Trechwitzer Kirchentür. Häufig besucht die Grafikdesignerin das Gotteshaus, das direkt neben ihrem Elternhaus liegt. Quelle: Marion von Imhoff

„Wir sind als Familie mit der Kirche verbunden und sie ist präsent in unserem und in meinem Leben“, sagt die Trechwitzerin. „Die Kirche ist kein toter Ort für mich, sondern ein Ort für den Lebensbeginn des Lebens mit der Taufe und auch für den Endpunkt.“ Es sei ein Ort, „um Ruhe und Kraft zu finden und manchmal ist es ein netter Ort der Kommunikation.“ Dann, wenn Trechwitzer sich bei der Grabpflege treffen, dort auf dem beschaulichen Friedhof, der hinter einer Feldsteinmauer den Blick weit über Felder eröffnet.

Kunst am Trechwitzer Denkmal

Am Dienstag trafen sich die Künstlerin und Vertreter des Denkmalschutzamtes für die Feinabstimmung der Abschlussarbeiten an der Taufmuschel. Diese ist zwar ein besonders wichtiges, aber nur ein Projekt im Rahmen der baulichen Verschönerung und der Erhaltung der Dorfkirche. Als nächstes wird die Tür „in Ordnung gebracht“, berichtet Christiane Klußmann. Ein weiteres Projekt ist auch die Bekämpfung des Holzwurmbefalls im Kircheninnern. Doch die Behandlung kostet etwa 15 000 Euro. Langfristig müsse das Dach neu eingedeckt werden, „aber dicht ist es noch“, sagt die Pfarrerin.

Die Trechwitzer Kirche liegt umgeben von einem Friedhof am Rande des Dorfes. Von dort geht der Blick weit in die Feldmark hinaus. Quelle: Marion von Imhoff

Am 25. September feiert die Gemeinde mit Generalsuperintendentin Heilgard Asmus die neue Muschel des Trechwitzer Taufengels.

Die Lukas-Gemeinde Jeserig

Christiane Klußmann ist seit 2011 Pfarrerin der Lukas-Kirchengemeinde, zu der Jeserig, Deetz, Schenkenberg und Trechwitz gehören. In den vier Dörfern betreut die 44-Jährige rund 850 Gemeindemitglieder. Rund 70 von ihnen leben in Trechwitz.

1750 ließ Ludolf Ehrenreich von Rochow die Trechwitzer Kirche erbauen. Ein Jahr später starb er. Bestattet wurde er in der Gruft unterhalb des Altars.

Jährlich finden in der Trechwitzer Kirche etwa drei Taufen statt. In diesem Jahr konnte Pfarrerin Klußmann noch keine Taufe dort feieren. Im vorigen Jahr waren es 15 Taufen insgesamt in der Kirchengemeinde, auch durch Konfirmanden, die sich vor der Konfirmation taufen ließen.

Von Marion von Imhoff

Schwierige Monate liegen hinter Yvonne und Ronny Krüger aus Brandenburg/Havel. Er (36) lag nach einem schweren Verkehrsunfall wochenlang im Koma, seine Frau (37) wurde krank und musste in die Klinik. Als es den Eltern besser ging und sie ihren Tristan (2) vom Kindernotdienst zurückholen wollten, zog das Jugendamt vor Gericht, ihnen das Sorgerecht zu entziehen.

26.07.2016

Es ist eine Lokalposse und am Ende will niemand der Böse gewesen sein: Rund vier Jahre lang hat ein privat aufgestelltes Schild in der Ortsdurchfahrt in Michelsdorf (Potsdam-Mittelmark) Autofahrer aufgefordert, ihr Tempo zu drosseln für die Sicherheit spielender Kinder. Dann stach das Schild der Straßenverkehrsbehörde ins Auge – mit kuriosen Folgen.

26.07.2016

Sind die Wassermusik-Konzerte der Brandenburger Symphoniker am Samstag und Sonntag an der Regattastrecke am Beetzsee die letzten ihrer Art? Fred Kagels von Lions-Club schüttelt den Kopf: „Nein, ich gehe fest davon aus, dass diese wunderbare Tradition fortgesetzt wird. Wir haben auch schon, vorbehaltlich der Entscheidung des Theaters, einen Termin Ende August 2017.“

26.07.2016
Anzeige