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Nach einem unerwarteten Auftakt beginnen nun die Testfahrten des E-Golfs im SOS Kinderdorf in Brandenburg an der Havel. Das Auto zog vor allem die Blicke der Kinder auf sich. Bei der Einweisung musste Verwaltungsleiterin Michaela Otto einiges beachten. Eigentlich sollte das Auto voll aufgeladen dort ankommen, doch es kam anders als gedacht.

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Endlich ist der E-Golf da: Michaela Otto (2. v. r.) und Tim (10), Justin (11) und Johnny (11, v. l.) vom SOS Kinderdorf in Brandenburg/Havel sind schon gespannt.

Quelle: Melanie Höhn

Brandenburg an der Havel. Mucksmäuschenstill war es am Samstagmorgen auf dem Innenhof des SOS Kinderdorfes in Brandenburg an der Havel, als der E-Golf einrollte. Doch er blieb nicht lange unbemerkt. Alle waren gespannt darauf zu erfahren, wie ein Elektroauto funktioniert. Es war der Tag der Übergabe: Eine Woche lang wird das Fahrzeug nun auf Herz und Nieren geprüft. Es geht vor allem um die Alltagstauglichkeit, denn elf verschiedene Fahrer werden den Wagen für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. Der E-Golf zog vor allem die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. Der fünfjährige Taylor fragte sich sofort: „Fährt das Auto vollautomatisch?“.

 

Eigentlich wollte Sead Imsirovic, der Überbringer des Autos, das 136-PS-Gefährt der Verwaltungsleiterin Michaela Otto und dem Kinderdorf-Vater Enrico Kozik voll geladen übergeben – doch es kam anders. Von Wolfsburg aus musste er wegen einer Baustelle einen Umweg fahren und entschied kurzfristig, die von dort aus nächstgelegene Ladestation in Rathenow (Havelland) anzusteuern. Doch er hatte kein Glück: Die Station war geschlossen. So kam er mit nur 15 Kilometern Rest-Reichweite im SOS Kinderdorf an und wirbelte die bisherigen Planungen durcheinander. Ursprünglich wollte Enrico Kozik mit dem E-Auto um 12 Uhr ein Kind von einem Sozialkompetenztraining abholen – doch nun musste umdisponiert werden.

Zunächst übergab Sead Imsirovic an Michaela Otto eine Tankkarte, mit der das E-Auto an öffentlichen Ladestationen während der Testwoche aufgeladen werden kann. Beim Versuch, das Auto an den Strom in der Garage des Kinderdorfes anzuschließen, ergab sich das nächste Problem: Der Adapter dafür fehlte. VW ging davon aus, dass dieser im Kinderdorf bereits vorhanden ist – nun muss das Auto immer über Nacht an der normalen Steckdose hängen, um am nächsten Morgen voll aufgeladen zu sein. „Damit hat man je nach Fahrstil und Fahrmodus etwa 300 Kilometer Reichweite“, erklärte Sead Imsirovic. Mit Starkstrom würde das Aufladen doppelt so schnell gehen. Als sich Michaela Otto zur Einweisung in Richtung Fahrersitz bewegte, bemerkte der 11-Jährige Johnny den blauen dünnen Streifen an der Front des Autos, der für den E-Golf charakteristisch ist. Bei näherem Betrachten des Hecks fiel ihm auf, dass der Auspuff fehlt.

„Man muss erst den Strom abziehen, um das Auto zu starten“, begann Sead Imsirovic mit seiner Einweisung und führte fort: „Der Schlüssel bleibt während der Fahrt in der mittleren Konsole liegen.“ Dann wies er auf einen zusätzlichen Knopf hin, der Motorgeräusche erzeugt. „Das ist besser für die Sicherheit, etwa wenn Menschen an der Ampel oder an einer Kreuzung stehen. Sie würden nicht merken, wenn sich ein Auto nähert“, sagte er. In blauen Zahlen wurde die Restreichweite des Autos – zu diesem Zeitpunkt zwölf Kilometer – links unten auf dem Display des Armaturenbretts angezeigt. Danach ging Sead Imsirovic auf drei verschiedene Fahroptionen ein, um zwischendurch oder in Notlagen Energie einzusparen: „100-prozentige Leistung schafft das Auto im normalen Modus, im Eco-Modus können Sie maximal nur noch 120 Kilometer pro Stunde fahren und im Eco-Plus-Modus reduziert sich das auf 95 km/h.“ Zudem gibt es drei sogenannte Rekuperationsstufen, durch die auch noch einmal Energie zurückgewonnen werden kann. „Je höher die Stufe, desto mehr bremst das Auto ab und desto mehr Energie wird regeneriert“, erklärte Sead Imsirovic der Verwaltungsleiterin.

Im Eco-Plus-Modus ging die anschließende Testfahrt für Michaela Otto los: „Es ist ein nettes, einfaches Fahren“, bemerkte sie und verglich das Fahrgeräusch mit einer Lüftung und einer Elektroeisenbahn. „Das Auto fährt ganz ruhig und summt leise, aber ich hätte gedacht, es ist noch leiser“, sagte sie. Nachdem jetzt nur noch neun Kilometer Reichweite übrig waren, fuhr sie zurück zum SOS-Kinderdorf. Nach etwa zwei Stunden Laden hatte Kinderdorfvater Enrico Kozik die zündende Idee: Er fuhr zur Schnellladestation auf den Packhof, nach eineinhalb Stunden hatte das Auto wieder 90 Kilometer Reichweite – so konnte er noch mit Kindern in ein Restaurant nach Wollin fahren.

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Von Melanie Höhn

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