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Eisbären wagen sich in die Havel

Start in die Wintersaison Eisbären wagen sich in die Havel

So richtig kalt war es Silvester nicht – zumindest an der Luft. Doch mit zwei Grad war die Havel gut gekühlt. Genau die richtige Temperatur für die Brandenburger Eisbären, um am letzten Tag des Jahres ein Bad im Freien zu nehmen. 150 Zuschauer wollten sich die Zitterpartie nicht entgehen lassen.

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Die Brandenburger Eisbären vor dem Gang ins kalte Wasser. Zumindest an Land waren die Temperaturen erträglich.

Quelle: Marcus Alert

Brandenburg/H. Die zwei Grad Wassertemperatur brachten bei den Brandenburger Eisbären am Silvestertag nur ein müdes Lächeln hervor. Die sieben Grad Lufttemperatur waren fast sommerlich, so dass fast niemand beim Winterbaden fror. Auch die knapp 150 Zuschauer nicht. Und wer es trotzdem heißer wollte, der holte sich Glühwein. Zumindest Steven Schumitz wollte am letzten Tag des Jahres nicht bloß zusehen. Er kam mit Sporttasche und wagte den Gang in die eiskalte Havel. Moderatorin Heike Gose hatte zudem Assad im Schlepptau. Der Afghane ist beim Bildungswerk ihr Schüler und feierte an diesem Tag seien 21. Geburtstag. Mit Badehose, Tigermütze und angemaltem Schnurrbart ging es für ihn erstmals zum Winterbaden. Gleich zweimal wagte er den Gang, um dann ausgiebig heiß zu duschen.

Seit 1999 gibt es die Brandenburger Eisbären, die das Vereinsgebäude des Brandenburger Kanu-Vereins „Freie Wasserfahrer“ am Wiesenweg nutzen. Traditionell tauchen die 22 Mitglieder zu Silvester kostümiert und mit Musik ins Wasser. Abordnungen der Frostie Koalas aus Kade, der Deetzer Havelaale und der Leipziger Pinguine waren mit dabei. Und vom befreundeten VfL Brandenburg drehte Cornelia Schleusinger eine Runde mit einer Gummiente in der Havel. Eine Taufe gab es dieses Mal nicht. „Leider fand 2017 kein neues Mitglied den Weg zu uns“, so der stellvertretende Vorsitzende Thomas Gose. Gerade jüngere Mitstreiter seien hoch willkommen, da der Altersdurchschnitt doch recht hoch ist. Da das Vereinsleben bei den Eisbären, ein Teil badete am Vortag noch in Zinnowitz in der Ostsee, großgeschrieben wird, wurde nach dem Silvesterbaden noch gemeinsam im Vereinsgebäude gefeiert.

Bei den Brandenburger Eisbären wird nicht gezittert

Bei den Brandenburger Eisbären wird nicht gezittert.

Quelle: Marcus Alert

Nächster Höhepunkt wäre das Winterbaden im März am Strand Grillendamm. Doch scheint dieses Ereignis sprichwörtlich ins Wasser zu fallen. Denn Heike und Thomas Gose, die dabei weitestgehend den Hut aufhaben, stehen dieses Mal dafür nicht zur Verfügung. „Wir sind vom 5. bis 11. März bei der Winterbader-Weltmeisterschaft in Talinn“, verrät Heike Gose. Dort schwimmen die beiden Brandenburger über 25, 50 und 100 Meter Brust.

Von Marcus Alert

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