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Brandenburg/Havel Eisiges Vergnügen mit Glühwein
Lokales Brandenburg/Havel Eisiges Vergnügen mit Glühwein
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10:47 28.11.2016
Von weit von draußen, aus der Straßenbahn, komm ich her... Quelle: Ruediger Boehme
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Brandenburg/H

Die Tanne aus Werder ist nicht der prächtigste Weihnachtsbaum, eben natürlich gewachsen. Aber als die Lichter Punkt 17 Uhr angeschaltet wurden, waren sich alle einig: Der Baum ist schön. Seine goldgelben Lichterketten und die großen roten Kugeln ließen den Platz am Neustädtischen Markt im warmen Glanz erstrahlen. Der Weihnachtsmarkt wurde offiziell eröffnet. Von einem Weihnachtsmann, und der hatte nach seiner Ankunft mit der historischen Straßenbahn alle Mühe, sich den Weg zum Mittelpunkt des Marktes, der Schlittschuheisfläche, zu bahnen. Viele Familien umringten ihn und freuten sich über die süßen Geschenke, die er reichlich verteilte.

Die Eisbahn war dann auch der Ort der offiziellen Eröffnungsreden. Die Stadtprominenten fassten sich sympathisch kurz, nicht nur, weil es passend zur Jahreszeit kalt geworden ist, sondern weil das Weihnachtsfest vor allem den Kindern gehören soll. „Die schönste Zeit ist da“, sangen die Kinder der Kita Spatzenhaus zur Eröffnung. Der Weihnachtsmann, im richtigen Leben Marco Lessentin, seit fast 20 Jahren „im Dienst“, freute sich über die Tradition, die Adventszeit am Neustädtischen Markt traditionell an der Eisbahn einzuläuten. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann charakterisierte sie als große Bereicherung, und dankte den Stadtwerken für die Finanzierung. 300 Euro kostet der Strom dafür an einem Tag.

„Wir bemühen uns jedes Jahr um mehr Gemütlichkeit“, sagte Michael Kilian, Vorsitzender des Gewerbevereins, und seit neun Jahren Organisator des Weihnachtsmarktes. Zu dem Versuch, die Innenstadt in der Weihnachtszeit anders zu gestalten, gehören auch tausend kleine Tannen, liebevolle Details und gemütliche Feuerstellen, wo sich die Besucher des Marktes gern treffen. Kein Durchlaufen und nicht die Geschäfte in den Straßen versperren, sondern sich treffen - das Konzept scheint aufzugehen.

Kerstin Schulze und ihre Freundin Christel Schulze verabreden sich an solch einem gemütlichen Platz einmal in der Woche zum Glühweinplausch. So wie den beiden Brandenburgerinnen geht es vielen. Auch der Weihnachtsmann stellt fest: „Die Besinnlichkeit ist trotz moderner Technik nicht verloren gegangen.“ Vielleicht ist es das Geheimnis dieses gelungenen Marktes, dass er eben nicht unbedingt besonders sein will. Nicht laut, nicht grell. Die 40 Stände sind Klassiker. Es gibt Lebkuchen, Bratwurst, Glühwein, Schokofrüchte, Holzgeschnitztes aus dem Erzgebirge und Karussells für die Kleinen.

Etwa 800 Gläser Glühwein gehen sonnabends oder sonntags über die Theke, vor allem, wenn es dunkel wird, verrät Melanie Seiler, die seit vier Jahren hier verkauft. Ihr gefällt, wie liebevoll alles geschmückt ist und dass sich die Marktleitung um die Sicherheit kümmert. „Nur schade, dass die Showprogramme für Kinder weggefallen sind. Sie finden nur noch zur Eröffnung statt“, bedauerte sie. Eine kleine Kritik hatten auch die Damen vom Stand aus Genthin, die am vergangenen Sonnabend so etwa 500 Würste grillten: „Die Weihnachts-CD könnte mal ausgewechselt werden mit den Jahren.“ Aber das sagten sie lächelnd, sie arbeiten gern hier.

Niklas Hannemann hat ein großes Pfefferkuchenherz für seine Freundin gekauft. So etwas schenken sich junge Leute noch? „Klar, meine Freundin wird gleich vom Shoppen kommen, dann trinken wir einen Glühwein und ich schenke ihr das Herz.“ Alle Jahre wieder.

Von Brigitte Einbrodt

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