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Brandenburg/Havel Elektrostahlwerk mitten in der Verjüngungskur
Lokales Brandenburg/Havel Elektrostahlwerk mitten in der Verjüngungskur
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00:29 01.06.2015
Lorenzo Riva Quelle: MAZ
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Brandenburg an der Havel

Das berichten Alexander Dörsel und Lorenzo Riva, Geschäftsführer der Gesellschaft Riva Stahl. Die Zahl der BES-Mitarbeiter bleibt in Brandenburg mit 700 Beschäftigte soweit abzusehen stabil. Seit 2014 bildet das Riva-Unternehmen nach mehrjähriger Pause wieder aus. Zu den aktuell fünf angehenden Industriemechanikern sollen in diesem Herbst weitere sechs Auszubildende hinzu kommen, darunter zwei Elektroniker.

Interessiert sind Riva und Dörsel an einer engen Zusammenarbeit mit Hochschulen. Wie in der Vergangenheit biete das Unternehmen Praktika an, die Betreuung von Abschlussarbeiten und Stipendien.

Das vergangene Jahr lief für die Brandenburger Elektrostahlwerke sehr gut. In der Woltersdorfer Straße wurden wie in den besten Jahren rund 1,43 Millionen Tonnen Stahl produziert und fast vollständig abgesetzt. Der Verkaufsumsatz lag allein im Brandenburger Werk bei mehr als 600 Millionen Euro.

Für dieses Jahr rechnet Geschäftsführer Alexander Dörsel (41) mit nicht mehr ganz so hohen, aber immer noch guten Produktionszahlen. Vom Wirtschaftswachstum und der relativ hohen Nachfrage im Baugewerbe profitiere auch die Stahlbranche.

Lorenzo Riva

Lorenzo Riva (28) ist seit Anfang des Jahres Geschäftsführer der Riva Stahl GmbH, also der Holding- und Vertriebsgesellschaft der beiden Elektrostahlwerke in Brandenburg und Hennigsdorf.
Der in Italien aufgewachsene Spross der Unternehmerfamilie Riva kennt Deutschland und die beiden Produktionsstandorte in Brandenburg seit seiner Kindheit. „Ich bin praktisch mit Stahl groß geworden und fühle mich in Deutschland Zuhause“, sagt der Enkel des langjährigen Brandenburger Riva-Geschäftsführers Hans-Hinrich Muus.
Der in Berlin lebende Stahlmanager beherrscht die deutsche Sprache perfekt. Denn er ist zweisprachig aufgewachsen und in Mailand auf eine deutsche Schule gegangen.
Nach seinem Jura-Studium in der norditalienischen Metropole hat Lorenzo Riva seine Managerausbildung außerhalb des Familienkonzerns bei einem kleineren Transportunternehmen durchlaufen. jl

Dort sei allerdings der Preisdruck aufgrund des Wettbewerbs groß. Auf den deutschen Markt drängten nicht nur osteuropäische Anbieter aus Polen, Weißrussland und der Ukraine, sondern auch Unternehmen aus Frankreich und Italien. Mit Betonstahl aus China sei künftig ebenfalls zu rechnen. In Großbritannien seien chinesische Stahlproduzenten bereits aktiv.

Mit verstärkter Kostenkontrolle und der Stärkung bestimmter Produktionssegmente wollen die Brandenburger Elektrostahlwerke auf die Herausforderung reagieren. Dörsel nennt als Beispiel niedrig gekohlte Stäbe, welche die Firma Gabarro in Hohenstücken weiterverarbeitet. Der Trend in der Betonstahlproduktion geht zu Coils, also auf Maß geschnittene Stäbe, die den Kunden Kostenvorteile in der Weiterverarbeitung bringen.

Mit 220.000 Tonnen Coils erreichten die Brandenburger Stahlwerker im vergangenen Jahr einen Rekordausstoß und eine höhere Produktivität.
Das Stahlunternehmen wird seinen Standort in Brandenburg in diesem Jahr erneut für mehrere Millionen Euro modernisieren. Im Stahlwerk werden die Steuerung und die Regelung der Stranggussanlage für etwa 2,5 Millionen Euro vollständig erneuert.

Der Umweltschutz soll mit Hilfe einer neuen Entstaubungsanlage verbessert werden.

Von Jürgen Lauterbach

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